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Deadly Premonition 2 - Test

Gewohnt guter B-Movie-Charme

Test Video Sönke Siemens getestet auf Nintendo Switch

Bei einigen Videospielen scheiden sich im wahrsten Sinne des Wortes die Geister. So auch bei "Deadly Premonition" aus dem Jahr 2010. Das in einer offenen Spielwelt angesiedelte Survival-Horror-Detektiv-Abenteuer aus der Feder von Hidetaka "Swery" Suehiro wurde von vielen Kritikern als absoluter Geheimtipp gefeiert, musste aufgrund dutzender technischer Unzulänglichkeiten aber auch viel Prügel und diverse 30er- und 40er-Wertungen einstecken. Zehn Jahre, einen Director's Cut und einen Guinness-Weltrekord später geniesst der Titel aufgrund seiner durchgeknallten Charaktere, seines bizarren Humors, unzähliger Popkultur-Referenzen und einer gelungenen Geschichte dennoch Kultstatus. Umso mehr dürfte es Fans freuen, dass der viel diskutierte Klassiker jetzt endlich fortgesetzt wird - vorerst allerdings exklusiv auf Nintendo Switch.

Im Mittelpunkt des im Jahr 2005 angesiedelten Abenteuers steht einmal mehr Francis York Morgan. Spielte Teil 1 noch im nordwestlich gelegenen US-Bundesstaat Washington, verschlägt es den erfahrenen FBI-Agenten diesmal ins sonnige Louisiana. Genauer gesagt in ein kleines, völlig verschlafenes Provinznest namens Le Carré. Eigentlich wollte Morgan dort einige Tage Urlaub machen, die Seele baumeln lassen und in aller Ruhe die schmackhafte Südstaatenküche geniessen, doch daraus wird nichts. Denn noch während seines ersten Frühstücks auf der Hotelterrasse erfährt York vom gewaltsamen Tod einer Teenagerin namens Lise Clarkson. Die Sache lässt ihn nicht mehr los, und Minuten später ist er bereits Feuer und Flamme, Licht ins Dunkel dieses immer komplexer werdenden Kriminalfalls zu bringen.

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Wir wollen nicht zu viel verraten, aber Lise ereilte ein grausames Schicksal. Eines, das im wahrsten Sinne des Wortes unter die Haut geht und letztendlich nur enträtselt werden kann, wenn ihr jedem noch so kleinen Hinweis nachgeht und eine immer länger werdende Liste an Zeugen und Verdächtigen befragt. Unterstützt werdet ihr bei euren Ermittlungen von der cleveren Teenagerin Patricia Woods. Die Tochter des örtlichen Polizisten liebt TV-Kriminalserien (insbesondere "CSI") und ist anfangs eine grosse Hilfe dabei, Kontakt mit den teils völlig verschrobenen Einwohnern von Le Carré aufzubauen.

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