Destiny 2 - Die Finale Form - Test / Review

Das Ende einer Saga

Test Video Fabrice Henz getestet auf Xbox Series X/S

Vor mehr als zehn Jahren wurden wir als die ersten Hüter von unseren Geistern wiederbelebt. Mehr als zehn Jahre "Destiny", eine Zeit mit vielen Höhen und Tiefen sowie Abertausenden von getöteten Aliens. Mit der aktuellen Erweiterung "Destiny 2: Die Finale Form" ist das Spiel zwar noch lange nicht vorbei, aber die erste grosse Saga soll zu einem Abschluss kommen. Erneut haben wir die Xbox angeworfen, um einen letzten Angriff auf den Zeugen zu starten und tagelang neue God Rolls zu jagen.

Licht & Dunkelheit

Nach "Lightfall" und mehr als einem Jahr mit Live-Inhalten sind endlich alle Vorbereitungen abgeschlossen, und die Hüter können sich auf den Weg in das Herz des Reisenden machen. Dort wartet der bisher gefährlichste Gegner überhaupt: der Zeuge. Alles, was in "Destiny" und dem zweiten Teil passiert ist, hat zu dieser finalen Konfrontation geführt. Alle besiegten Gegner, alle gefundenen Verbündeten und all der gesammelte Loot waren zur Vorbereitung auf diesen einen Moment.

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Die letzte Erweiterung ist leider eher flach ausgefallen, doch die über das letzte Jahr verteilten Seasons haben gezeigt, dass Bungie weiterhin ein Händchen für episches, aber auch emotionales Storytelling hat. Trotzdem gab es begründete Zweifel, ob "Destiny 2: Die Finale Form" ein gutes und befriedigendes Ende haben wird. Zum Glück ist den Entwicklern die Landung geglückt, denn "Die Finale Form" von "Destiny 2" bietet ein überaus gelungenes letztes Kapitel für alle Fans. Von der ersten Zwischensequenz an werden Fragen beantwortet und tolle Momente geboten. Dazu gehört die Rückkehr von Cayde-6, der unter mysteriösen Umständen von den Toten zurückkehrt und erneut Unterstützung bietet. Bungie hat das nicht nur gemacht, weil der Jäger schon immer ein Favorit vieler Fans gewesen ist. Cayde bekommt eine schöne Geschichte, die thematisch sehr gut zur übergreifenden Story von "Destiny" passt. Trotzdem ist es auch cool, den sarkastischen Exo wieder im Team zu haben und von ihm zugequatscht zu werden.

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Die Struktur der Kampagne greift ebenso oft auf thematische Ähnlichkeiten zurück, um ganz klar aufzuzeigen, was Licht und Dunkelheit bedeuten. Die neue Destination im Herz des Reisenden ist nicht nur optisch neu und ziemlich ausgefallen, sondern bietet viele irgendwie bekannte, aber doch verzerrte Gebiete, durch die man reist. Glücklicherweise wird diese Reise durch die Hauptgeschichte nicht wieder durch scheinbar sinnlose Quests unterbrochen. Man muss keine Patrouillen absolvieren, sondern spielt Story-Mission um Story-Mission, die nur zwischendurch durch einen Strike und die neuen Verlorenen Sektoren unterbrochen werden. Dadurch fühlt sich die Erzählung viel strukturierter an, was der Erweiterung gut steht. Ausserdem war zum Release die allerletzte Mission noch nicht verfügbar. Sie wurde erst durch den ersten Abschluss des neuen Raids freigeschaltet. Im Anschluss wurde eine letzte Mission veröffentlicht, die auch die erste Aktivität für zwölf Spieler in "Destiny 2" darstellt. Den Raid als Element der Story zu nutzen, ergibt im Zusammenspiel mit der Geschichte sehr viel Sinn. Ohne zu viel zu spoilern, fügt er sich sehr elegant in die ganze Erzählung ein und ist trotzdem kein Muss, wenn man keine Lust hat, ihn zu spielen. Denn der Abschluss gemeinsam mit elf anderen Hütern ist spielerisch ein Genuss, schliesst dieses Kapitel von "Destiny" sauber ab und ist sowohl für Casual-Gamer als auch Endlos-Grinder episch.

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