Doom: The Dark Ages - Revelations - Test / Review

Der Slayer ist tot, lang lebe der Slayer

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Quasi während Microsoft einen grossen Teil von id Software entlassen hat, veröffentlichte das Studio mit "Revelations" das finale Kapitel seiner "Doom"-Trilogie. Gerade erst durften wir euch eine Vorschau zum DLC für "Doom: The Dark Ages" präsentieren, die uns schon so viel Lust gemacht hat, dass wir uns natürlich sofort in die Schlacht stürzten, sobald wir die Möglichkeit hatten. Erneut überzeugt id fast auf ganzer Linie, denn "Revelations" ist eine unglaublich gute Erweiterung und ein würdiger Abschluss für ein Team, das uns in dieser Zusammenstellung zu früh genommen wurde.

Ein Speer für die Ewigkeit

Obschon der Doom Slayer am Ende von "Doom: The Dark Ages" den Anführer der Höllenarmee erledigte, war der Krieg für ihn damit noch lange nicht vorbei. Erst wenn alle Kreaturen der Hölle besiegt sind, kann er vielleicht zur Ruhe kommen. Als er jedoch vor dem Hohen Rat der Dämonen steht, wird der Slayer von deren Lakai im Kampf geschlagen und von ihnen für alle Ewigkeit ins Fegefeuer verbannt. Glücklicherweise wird er dort vom "Architekten", einem ebenfalls verbannten Dämon, gerettet. Doch sowohl sein Anzug als auch sein Kettensägenschild wurden beim letzten Gefecht schwer beschädigt. Im Fegefeuer wartet allerdings mit dem Kettenspanner die perfekte Waffe auf ihn, um zurückzukehren und die Welt von Argent D'Nur zu retten.

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Wer sich nicht für die Geschichte in "The Dark Ages" begeistern konnte, wird auch mit "Revelations" nicht plötzlich begeistert sein. Dennoch gibt es einige spannende Szenen, die besonders für Fans der Reihe faszinierend sein werden. Dazu gehören spielbare Flashbacks, die den Slayer als gewöhnlichen Marine zeigen. Nach jedem regulären Level wird der Hintergrund von Flynn Taggert weiter beleuchtet, während gleichzeitig offenbart wird, was er tun muss, um aus dem Fegefeuer zu entkommen. Sammelbare Kodexseiten schmücken das Universum weiter aus und geben beispielsweise Informationen zu Maykrs, den sekundären Antagonisten, oder was es genau mit dem geliebten Hasen des Doom Guys auf sich hat. In einer Welt voller Blut und Dämonen ist es fast schon herzerweichend. Fast!

Ein Panzer mit Turbolader

Wie bereits in unserer Vorschau erwähnt, ist der eigentliche Star von "Revelations" der neue Kettenspeer. Er ist zwar die einzige neue Waffe, neue Schiesseisen gibt es nämlich nicht, doch das ist überhaupt nicht schlimm. Während man die erste Mission noch mit seinem ganzen Arsenal bestreitet, verliert man für die nächste den Schild. Man erhält ihn zwar relativ schnell, zumindest in einer schwächeren Version, zurück, und man kann problemlos alle Kämpfe mit ihm ausfechten. Doch alle Manöver und Tricks des Speers zu lernen, ist auf mehr als nur eine Art zu empfehlen.

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Der Kettenspeer ist mehr als nur eine Waffe. Er ist gleichzeitig eine Nah- und Fernkampfwaffe, kann zum Parieren genutzt werden, dient als Greifhaken, versorgt den Spieler mit einem Dash und erhält im Verlauf der gut sechsstündigen Story noch weitere Funktionen für den Kampf dazu. Während der Spielstil in "Dark Ages" mit dem Schild eher von der langsamen Sorte ist, gibt der Speer dem Gameplay einen enormen Geschwindigkeitsboost. Nutzt man alle Möglichkeiten, die man mit ihm erhält, verändern sich die Gefechte auf eine explosive Weise. Man weicht gekonnt den endlosen Geschossen der Gegner aus, zieht sich an exponierte Feinde heran, um sie mit Schrotflinte und Raketenwerfer zu erledigen, und fliegt förmlich von einer Seite einer Arena zur anderen. Während der Slayer mit dem Schild eher einem laufenden Panzer gleicht, verleiht ihm der Speer die Angriffsmöglichkeiten eines Jets. Es macht unglaublich viel Spass, auf diese Weise zu spielen, auch wenn es auf dem Controller fast schon zu einer Überladung führt. Alles aus "The Dark Ages" bleibt erhalten, während etliche Neuerungen dazukommen. Auf Maus und Tastatur sicherlich weniger auffällig, braucht es auf der Konsole definitiv ein wenig Eingewöhnungszeit. Sobald man den Schild jedoch zurückerhält, kann man den ganzen DLC, mit Ausnahme von einigen Rätseln und Platforming-Sektionen, problemlos nur mit dem Schild spielen. Echte Könner nutzen Schild und Speer im Einklang, um den Kreaturen der Hölle zu zeigen, wo der Hammer hängt.

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