Dragon Ball Z: Kakarot - Daima Edition - Test / Review

Kleiner Goku, grosses Abenteuer - aber wo bleibt das Finale?!

Test Video olaf.bleich getestet auf PlayStation 5

Gelungener Fan-Service oder DLC-Abzocke? Über fünf Jahre nach dem Erscheinen von "Dragon Ball Z: Kakarot" erhält das Anime-Abenteuer mit "Daima" seine bislang grösste Erweiterung. Der erste Teil zeigt im Test viel Potenzial - zu schade, dass Part 2 so lange auf sich warten lässt.

Ihr kennt sicher das Action-Adventure "Dragon Ball Z: Kakarot". Es erschien bereits 2020 und wurde seitdem vorbildlich mit neuen Inhalten wie "The 23rd World Tournament" oder "Gokus nächste Reise" versorgt. Die zweiteilige "Daima"-Erweiterung allerdings soll das bislang grösste Add-on werden. Der DLC basiert auf dem Anime "Dragon Ball: Daima", der das finale Werk des 2024 verstorbenen Akira Toriyama darstellte. Die Erwartungen der Community sind hoch. Werden sie auch erfüllt?

Willkommen im Dämonenreich

Doch worum geht es in der zweiteiligen Erweiterung eigentlich? Die Geschichte schliesst zeitlich an die Boo-Saga an. Ein Jahr nach den Geschehnissen herrscht zwar Frieden auf Erden, jedoch geraten Son-Goku und seine Freunde ins Fadenkreuz des Dämonen-Königs Gomah. Mithilfe der Dragon Balls verwandelt dieser unsere Helden in Kinder. Also reisen Mini-Goku, Kaioshin und ihr Wegbegleiter Glorio ins Dämonenreich, um die dortigen Dragon Balls zu finden und den Fluch umzukehren.

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Im Vergleich zur Erde gestaltet sich das Dämonenreich als farbenfrohe Spielwelt, in der wir - wie schon im Hauptprogramm - frei unser Unwesen treiben. Einen Pluspunkt verdient sich auch die Erweiterung für die Darstellung seiner Charaktere und der Welt selbst. "Daima" strotzt vor "Dragon Ball"-Liebe, und oft waren es die Kleinigkeiten, die aus uns Schmunzler herauskitzelten. Gerade, weil Son-Goku als Kind noch ein wenig einfacher gestrickt ist, sorgt das immer wieder für Lacher - etwa wenn er sich partout nicht Glorios Namen merken kann oder kaum im Dämonenreich angekommen auch schon nach etwas zu essen verlangt.

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Allerdings gibt es auch einen Haken an der "Daima"-Erweiterung. Dadurch, dass es als zweiteiliger DLC geplant ist, endet die Geschichte recht abrupt und eigentlich genau dann, wenn es spannend wird. Wer also eine abgeschlossene Handlung möchte, sollte warten, bis auch Teil 2 verfügbar ist. Zu blöd, dass dieser erst Anfang 2026 erscheinen soll.

Bodenständig!

Zunächst etwas ganz Grundsätzliches: Wie startet man den DLC eigentlich? Nachdem ihr die Erweiterung gekauft und installiert habt, wechselt ihr in den Optionen in den Bereich "Add-Ons". Dort findet ihr neben den bisherigen DLCs auch den Menüpunkt "DAIMA - Abenteuer im Reich der Dämonen Teil 1". Danach könnt ihr direkt einsteigen. Das Schöne: Ihr müsst "Dragon Ball Z: Kakarot" nicht durchgespielt haben oder bis zu einer bestimmten Stelle zocken, sondern könnt auch direkt in "Daima" einsteigen.

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Die wichtigste Veränderung im Vergleich zum Hauptspiel stellt sicher die Tatsache dar, dass Son-Goku und Co im Dämonenreich NICHT fliegen können. Das bedeutet: Ihr müsst die weiten Landschaften zu Fuss bereisen, und die Kämpfe werden ebenfalls ausschliesslich auf dem Boden ausgetragen.

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Die Erkundung fühlt sich dadurch eher wie ein klassisches Abenteuer an. Es gibt hier natürliche Grenzen, die die Welt insgesamt ein wenig geradliniger machen. Zwar treffen wir immer wieder auf Nebenmissionen oder auch schwebende Inseln samt versteckten Ressourcen und Schätzen, insgesamt ist die Erforschung allerdings linearer als zuvor.

Die Kämpfe spielen sich ebenfalls deutlich anders. Schliesslich müssen wir nicht mit Höhenunterschieden kalkulieren. Stattdessen erinnern die Schlachten im "Daima"-DLC eher an einen klassischen Prügler, in dem wir stark auf unsere Widersacher fokussiert sind. Das erleichtert beispielsweise das Ausweichen und Kontern. Mini-Son-Goku greift nicht auf alle Fertigkeiten seines erwachsenen Alter Egos zurück, kompensiert aber seine geringere Reichweite mithilfe seines Kraftstabs.

Eine weitere Neuerung bilden die sogenannten Hordenattacken. In diesen teils langatmigen Gefechten nehmen wir 150 Kontrahenten auseinander. In diesem Fall holt sich die "Daima"-Erweiterung Inspiration von "Dynasty Warriors". In einem abgesperrten Gebiet prügeln, ballern und kloppen wir unsere Opponenten durch die Gegend und müssen deren Attacken flink ausweichen.

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Unterstützung erhalten wir dabei immer wieder von unseren Sidekicks Kaioshin und Glorio. Über die Schultertasten aktivieren wir deren Spezialfertigkeiten, und so heilt uns Kai beispielsweise in brenzligen Situationen, während Glorio mit Blitzattacken angreift. Die Hordenattacken sind wild und kommen für unseren Geschmack gerade in der Anfangsphase zu häufig vor. Trotzdem ist es eine nette Ergänzung für die "Dragon Ball"-Formel und ein weiteres Alleinstellungsmerkmal gegenüber dem Hauptspiel.

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