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Dying Light - Mega-Review

Dark Souls trifft auf Metro: Last Light, aber kein Mirror’s Edge 2

Test Benjamin Kratsch getestet auf

Die Geschichte: viele Fraktionen, viele Fragezeichen

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Schon die narrative Ausgangslage setzt einen interessanten Pool an grossen und kleinen Geschichten in Gang: ihr spielt nämlich Kyle Crane (gespielt von Roger Craig Smith (Batman, Ezio aus Assassin's Creed), einen Elite-Agenten, der von der Hilfsorganisation Global Relief Effort (G.R.E.) entsendet wird um wertvolle Forschungsunterlagen zum Ausbruch des Virus zu sammeln. Kyle betrachtet die Menschen in der einstigen Millionen-Stadt Harran zunächst als Job, doch dann wachsen sie ihm ans Herz. Auch die Rolle der G.R.E. ist sehr undurchsichtig. Ich möchte euch hier definitiv nicht zu viel verraten, aber Techland besinnt sich offensichtlich auf alte "Call of Juarez: Bound in Blood"-Stärken: die Hauptquest ist clever strukturiert und wendungsreich, weil ihr in der einen Partei den Schuldigen zu wissen glaubt, sich dann aber das Verteidigungsministerium von Harran einmischt, dritte Fraktionen Druck ausüben und jeder irgendwie seine eigenen egoistischen Ziele verfolgt.

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Zudem gibt es auch in Harran selbst erstaunlich viele Fraktionen. Das erinnert fast schon ein bisschen an „The Last of Us“, auch wenn „Dying Light“ nicht das gleiche Kaliber an schauspielerischer Exzellenz auffahren kann. Auch hier gibt es nicht die eine Gruppe von Überlebenden, sondern unterschiedliche Strömungen. Einen Despoten namens Rai, der mich ziemlich an Vaas aus "Far Cry 3" erinnert und erbittert jagt, als er hinter mein kleines Geheimnis kommt. Oder auch Menschen wie Kader Zuleiman, der als Diplomat für geheime Informationen verfügt, die die Regierung von Harran ziemlich in Bedrängnis bringen könnte. Ob deshalb wohl keiner ausserhalb der Quarantänezone so richtig Lust hat den Harranern zu helfen? Wer weiss, wer weiss. Die unterschiedlichen Fraktionen sorgen auch für ein interessantes Gameplay, weil jeder andere Aufgaben in unterschiedlichen Gebieten offeriert. Die Embers beispielsweise residieren in einem herrschaftlichen Schloss.

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