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Dying Light - Mega-Review

Dark Souls trifft auf Metro: Last Light, aber kein Mirror’s Edge 2

Test Benjamin Kratsch getestet auf

Motivierendes Karrieresystem, aber wenig Akrobatik

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Generell gilt in „Dying Light“: tut etwas und ihr werdet dafür belohnt. Rennt ihr wie Faith aus „Mirror’s Edge“ über Dächer und überspringt zielsicher auch weitere Abgründe, hagelt es dafür Punkte im Bereich Wendigkeit. Je mehr ihr also mit Sprüngen experimentiert, desto besser werdet ihr darin. Wer hingegen seine Schwünge mit ein paar Untoten trainiert, levelt sein Kraft-Barometer und schaltet so Spezialfähigkeiten wie den Axt-Schwinger oder die Panzerhaut frei, wodurch ihr mehr Schläge absorbieren könnt. Geschmackssache sind hingegen die leicht zerbrechlichen Waffen. Ich finde sie unnötig frustig, weil Stahl und Eisen vor allem in den ersten sieben Stunden nach nur ein paar „Knochenbrechern“ direkt die Biege machen und ihr permanent eure Argumentationsverstärker wechseln müsst. Später wird es dann besser, wobei „Dead Island“-Fans an diesem System ja ohnehin Gefallen finden dürften.

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Ärgerlich und völlig unverständlich ist allerdings, warum die Parcours-Elemente so minimalistisch gehalten sind. So balanciert ihr über Kräne in schwindelerregender Höhe, könnt aber nicht mal einen simplen Dreifach-Sprung von Wand zu Wand zu Ziel vollführen. Ein bisschen mehr Akrobatik hätte dem Titel gut getan, denn es ist ein sehr, sehr langes Open-World-Abenteuer mit gut 25 Stunden Spielzeit. Spass werdet ihr schon haben, dennoch ist es enttäuschend wie schnell ihr im Grunde alle sportlichen Fähigkeiten erlangt und diese dann nur noch in ihren Werten verbessert. Das höchste der Gefühle ist der Tic-Tac-Wandsprung, bei dem ihr an der Wand hochspringt und dann noch ein Stück daran hochlaufen könnt um ein höheres Ende zu erreichen. Das bringt frischen Pep rein, Techland hätte sich aber insgesamt mehr an „Titanfall“ oder dem guten alten „Prince of Persia“ orientieren sollen.

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