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Fazit über die "Hearthstone" Global Games

Interview mit E-Athlete Ray aka Remo Bügler aus dem Schweizer Team

Interview Alain Jollat

Letzten Mittwoch spielte das Schweizer "Hearthstone"-Team sein letztes Spiel gegen Brasilien. Trotz des Sieges reichte die Leistung in der Gruppenphase leider nicht, um in die nächste Runde zu gelangen. Wir haben Remo Bügler aka Ray - einer der vier Spieler des Teams - ein paar Fragen zu den "Hearthstone" Global Games (HGG) gestellt.

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Hallo Remo. Vielen Dank, dass du dir die Zeit nimmst, uns ein paar Fragen zu beantworten. Mit dem Sieg gegen Brasilien ist das Abenteuer HGG bereits in der ersten Runde fertig. Es war aber schon nach dem 0:3-Spiel gegen China klar, dass es nicht mehr reicht. Wie war zu dem Zeitpunkt die Stimmung im Team? Wie waren die Rückmeldungen aus der Community?

Erstmal vielen Dank - das war ein kleiner Erfolg für uns, die letzten zwei Spiele noch zu gewinnen. Wir hatten noch einen kleinen Funken Hoffnung - ich habe zwar selbst nicht genau nachgerechnet, aber ich glaube, dass wir trotz 2:3 hätten weiterkommen können - nämlich wenn Bulgarien gegen Brasilien 3:0 gewonnen hätte. War leider nicht der Fall - spielt jetzt jedoch keine Rolle mehr. Die Motivation war trotz allem noch da, nicht Gruppenletzter zu sein.

Das Feedback der Community war gemischt - einige waren sehr enttäuscht, andere wiederum zufrieden.

Nach der klaren Niederlage gegen China dann im Spiel gegen Schweden dort das genaue Gegenteil. In nur drei Spielen wurde der Gegner gebodiget. Was klappte dort, was in den drei vorherigen Spielen nicht funktionierte?

Gegen Schweden hatten wir einen grossen Teil Glück - was beim HGG-Format auch der grösste Kritikpunkt ist. Wir haben gar nichts geändert oder anders gemacht. Zwar ist das Format "spannend" für die Zuschauer, jedoch als Spieler oder als Team äusserst mühsam und sozusagen wie ein Münzwurf.

Man kann sich nur sehr schlecht auf die Spiele vorbereiten. Der Punkt ist, dass jeder Spieler zwei Klassen zur Verfügung hat (der ACE-Player hat noch eine dritte [ACE-Spieler spielen zusätzlich zu ihrer regulären Runde im Best-of-Five-Match falls nötig die entscheidende fünfte Runde - Anm. d. Red.]) und wir wissen nicht, was der Gegner spielt. Sprich, es ist nötig, dass die gewählten zwei Klassen und Decks sich ergänzen, dass man nicht - was uns gegen Bulgarien passiert ist - ein miserables Matchup trifft. Ziel ist es, mehr oder weniger ein Solala-Matchup zu generieren. Das ist definitiv besser als ein total miserables.

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"Hearthstone" per se ist ja ein Einzelspielerspiel, an den HGG seid ihr als Team aufgetreten. Wie muss man sich das vorstellen? Was macht ein Team aus? Sitzt man lange zusammen und diskutiert über die eigenen Decks?

Jein, "Hearthstone" ist zwar ein Einzelspielerspiel, jedoch arbeitet man eng mit anderen Spielern zusammen. Für die HGG sind wir meistens am Sonntagabend kurz zusammengesessen und haben unser Lineup für die folgende Woche besprochen, die Decks vorbereitet und diese direkt Blizzard geschickt. (Decklisten musste bis jeweils Montagmittag bei Blizzard sein.) Speziell über Decks haben wir nicht grossartig diskutiert, eher welche zwei Decks zusammen gespielt werden müssen und "Was ist wenn" beziehungsweise "Was nehmen wir bei X, was bei Y wenn Z eintritt".

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