"EA Sports FC 26" will den Fussball zurück auf den Platz bringen - mit smarter KI, zwei Gameplay-Varianten und mehr taktischer Tiefe. Ob Singleplayer oder Online-Gamer: Wir haben getestet, ob das Spiel die Serie endlich wieder auf Kurs bringt.
"Wir haben auf das Feedback der Community gehört!" So lautete die Quintessenz der Ankündigung von "EA Sports FC 26". Denn die Spielerschaft war in den vergangenen Jahren alles andere als zufrieden mit dem grössten Fussballspiel auf dem Markt: Gameplay-Stillstand, Balancing-Probleme und eine kontroverse Patch-Politik liessen viele am einstigen König Fussball zweifeln. Mit "EA Sports FC 26" soll alles besser werden. Obschon zwar die grossen Spielarten in erster Linie durch Live-Services und mehr Herausforderungen erweitert wurden, steht diesmal das Geschehen auf dem Platz im Fokus. Die Zauberworte lauten in diesem Fall "authentisch" und "Wettkampf" und lassen "EA Sports FC 26" auf gleich zwei Hochzeiten tanzen!
Endlich eine Simulation?
In diesem Jahr stecken in "EA Sports FC 26" zwei Spiele in einem Gesamtpaket. Denn man präsentiert gleich zwei Gameplay-Varianten: "Authentisch" und "Wettkampf". In den Offline-Modi könnt ihr jederzeit zwischen den Optionen wählen und auch die verschiedenen Parameter auf eure Wünsche einstellen. "Wettkampf" kommt standardmässig in den Online-Modi zum Einsatz, allerdings könnt ihr auch Multiplayer-Matches auf "Authentisch" spielen.

Wir starten aber zunächst mit einem Blick auf das "authentische" Gameplay. Es als "einfach nur langsamer" abzutun, wäre schlicht falsch. Denn tatsächlich fühlt sich diese Spielart so sehr wie echter Fussball an, wie es in "EA Sports FC" schon lange nicht mehr der Fall war. Gerade die Laufwege der Computer-Mitspieler wurden deutlich verbessert. Sie laufen nun besser mit, bieten sich für Doppelpässe an. Diese Stärke zeigt sich in beiden Gameplay-Arten, ist allerdings auf "Authentisch" noch wichtiger, da Dribblings entschärft wurden.

Man merkt auch den Teams ihre Strategien stärker an. Spanien beispielsweise setzt auf Ballbesitz, und so schieben sich die Profis im Freundschaftsspiel über Minuten das Leder zu, ohne dass wir auch nur in die Nähe des Balls kommen. Taktische Rückpässe und andere Stilmittel kommen ebenfalls zum Einsatz. Auch die Wetterbedingungen spielen hier eine spürbar grössere Rolle. Bei Regen etwa büssen die Profis an Tempo ein, zugleich aber beschleunigt das Leder auf dem nassen Untergrund flotter.

An dieser Stelle sei jedoch auch gesagt, dass beim "authentischen" Gameplay ebenfalls noch Luft nach oben ist. Ihre volle Stärke spielten die KI-Teams in den Testsessions erst ab der Schwierigkeitsstufe "Weltklasse" aus. Auf "Profi" schickten wir selbst starke Teams wie England mühelos mit vier oder fünf Toren Unterschied nach Hause. Im Übrigen fallen unserer Ansicht nach einige Playstyles noch zu mächtig aus - gerade der Sprint-Skill hatte für unseren Geschmack noch einen zu grossen Einfluss. Allerdings dürfte dieses Problem auch im "Wettkampf"-Betrieb eine Rolle spielen.
