EA Sports FC 27 - Test / Review

Rettet The Grounds das vorsichtige Update?

Test Video olaf.bleich getestet auf PlayStation 5

Mit The Grounds präsentiert "EA Sports FC 27" einen ganz neuen Open-World-Spielmodus. Aber geht das Konzept auf? Und was tut sich auf dem Spielfeld und in den übrigen Spielmodi? Wir verraten, ob ihr "EA Sports FC 27" kaufen müsst oder getrost überspringen könnt.

"EA Sports FC 27" steht vor einer schwierigen Aufgabe: Die Serie soll sich weiterentwickeln, ohne ihre vertraute Formel über Bord zu werfen. Mit The Grounds wagt EA Sports diesmal zumindest einen grösseren Schritt, während sich auf dem eigentlichen Spielfeld deutlich weniger getan hat. Ob das für einen überzeugenden neuen Jahrgang reicht, klärt unser Test. Die beste Nachricht gleich vorweg: Die Schwizzer Nati ist diesmal mit dabei!

The Grounds: Nicht perfekt, aber ein guter Ansatz!

Die wichtigste Neuerung von "EA Sports FC 27" ist The Grounds. Dabei handelt es sich - ähnlich wie die Stadt in "NBA 2K" oder The Island in "WWE 2K" - um eine Open World, die wir mit unserem selbst kreierten Avatar unsicher machen. Sie besteht aus den drei Bezirken Montclair, Zeiza und Parkside, die wiederum ihr ganz eigenes Flair mitbringen.

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Ein Story-Modus ist The Grounds allerdings nicht. Die kurzen Einspieler mit Alex Hunter und Co dienen lediglich als Leitfaden durch die Aufgaben. Eine echte Geschichte gibt es nicht, und auch die von Alex Hunter, Kylian Mbappé, Chloe Kelly oder Paulo Dybala eingesprochenen Sequenzen fallen in der Präsentation spürbar ab. Nicht nur, dass ihre Kommentare teils enorm lustlos eingesprochen wurden, die Gesichtsanimationen wirken insgesamt zu steif und unnatürlich. Hier muss EA Sports in den kommenden Jahren nachbessern.

In Sachen Spielbarkeit überraschte uns The Grounds hingegen positiv. Auch wenn die Stadt nicht besonders gross ist, macht es Freude, sie zu erforschen und von einem Fussball-Event zum nächsten zu springen: Hier mal eine Partie RUSH, dort ein flottes Eins-gegen-eins-Match und zwischendurch eines der kurzweiligen Minigames wie beispielsweise Torkontrolle oder Boccia Ball. Gerade mit Freunden kommt hier schnell ein sehr guter Flow auf, und auch als Solospieler verbringt man hier gern die eine oder andere Spielstunde. Praktisch: The Grounds ist zudem eng mit Clubs verzahnt, sodass unser Avatar und dessen Fortschritt auch dort zum Einsatz kommen.

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Für das Absolvieren der Aktivitäten erhalten wir Erfahrungspunkte, mit denen wir im Rang aufsteigen und sukzessiv neue Fähigkeiten sowie Verbesserungen für unseren Archetypen freischalten. Dadurch entwickelt sich der eigene Spieler kontinuierlich weiter. Ausserdem schreiten wir so im Season-Pass voran und aktivieren neue Ausrüstungsobjekte oder Extras zum Anpassen. Die Preise für Shirts, Pullis, Handschuhe, Brille und andere Objekte sind gesalzen. Theoretisch könnt ihr sie freispielen, werdet aber viel Zeit dafür aufwenden müssen. Und spätestens an dieser Stelle kommt das Thema Mikrotransaktionen auf.

Pay to win und andere Unwägbarkeiten

"EA Sports FC"-Kritiker fragen jetzt: Wie viel pay to win steckt in The Grounds wirklich? Die Antwort: viel, aber längst nicht so viel wie beispielsweise in der Stadt aus der "NBA 2K"-Reihe. Im Shop kaufen wir Verbrauchsitems und Verstärkungen. Mit Consumables verpassen wir unserem Archetypen einen Boost und leveln so schneller auf. Die Verstärkungen bescheren uns Buffs und somit Vorteile auf dem Spielfeld. Im Vergleich zu "NBA 2K" können wir uns also keinen "Superspieler" durch Echtgeld und ohne Zeitaufwand erkaufen. Allerdings nimmt diese Bezahlmechanik längst nicht eine so zentrale Rolle wie bei der Konkurrenz ein.

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Eines sei an dieser Stelle allerdings auch gesagt: Im Test während der Early-Access-Phase litt The Grounds unter langen Wartezeiten beim Matchmaking. Dass wir teils Minuten auf den Beginn einer Drei-gegen-drei-Partie warten müssen, ist schlicht ein Unding. Diese Problematik dürfte sich aber nach dem offiziellen Release hoffentlich in Luft auflösen. Dazu störten technische Probleme die Spielfreude. Mal luden Texturen zu spät nach, mal "warpten" Mitspieler unschön über den Platz.

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