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Edna & Harvey: The Breakout: Anniversary Edition - Test / Review

Daedalic-Fans aufgepasst!

Test Video larissa.baiter@games.ch getestet auf Nintendo Switch

Was als Erstes auffällt, ist die wunderschöne Grafik, in der Edna plötzlich auf dem grossen Fernsehbildschirm erscheint. Nichts gegen die liebevolle 2D-Grafik des Originals aus dem Jahr 2008, denn die war damals schon mit sehr viel Liebe zum Detail gezeichnet und aufgemacht worden. Doch mit der überarbeiteten 3D-Grafik wirkt Edna trotzdem um einiges hübscher. Sollte der Spieler sich aus nostalgischen Gründen die alte 2D-Grafik von Edna herbeiwünschen, so lässt sich das jederzeit übers Menü kinderleicht umstellen. Damit ist es auch möglich, den grossen Sprung der Grafikzeichnungen und Animationen zwischen 2008 und 2020 zu vergleichen. Ziemlich beeindruckend!

Der einzige Makel sind die Mundbewegungen der einzelnen Charaktere. Die haben 2008 schon nicht zum Sprechtempo gepasst und tun es in der Anniversary Edition auch nicht. Gerade bei langsam gesprochenen Charakteren wie König Adrian fällt das störend auf.

Dafür kommen die neuen Grafiken und Animationen gerade auf den Konsolen und damit den grossen Fernsehbildschirmen extrem gut zur Geltung. So kann man neu mit Freunden zusammen auf der Couch im Wohnzimmer rätseln, wie Edna denn nun am besten weiterkommt und das typische Einzelspielervergnügen eines Point-&-Click-Adventures gemeinsam geniessen.

Die Geschichte bleibt gleich

An der Geschichte rund um Edna und ihren Stoffhasen Harvey hat sich nichts verändert. Edna sitzt wieder in der Gummizelle eines Irrenhauses und kann sich an nichts erinnern. Zusammen mit Harvey versucht sie herauszufinden, wie sie in der Irrenanstalt gelandet ist und deckt dabei dunkle Geheimnisse aus ihrer Vergangenheit auf. Ihr Entschluss steht fest: Um wirklich alles aufzudecken, muss sie in ihr altes Haus zurück und dafür aus der Geschlossenen ausbrechen. Dabei ist sie auf die Hilfe der anderen Insassen angewiesen, muss knifflige Rätsel lösen, um in verborgene Räume zu kommen, die Wachen ablenken oder sich behelfsmässig mit dem umliegenden Material Schlüssel und Werkzeuge bauen, um voranzukommen.

Screenshot

Dabei können gewisse Rätsel unabhängig voneinander gelöst werden. Diese nicht lineare Spielweise in einem Point-&-Click-Adventure ist eher unüblich und gibt dem Spieler ein ziemlich freies Spielgefühl und die Möglichkeit, nach eigener Lust und Laune zu erkunden, ohne sich strikt an einen linearen Handlungsstrang halten zu müssen. Die Komplexität wird dadurch aber auch gesteigert, sodass unerfahrene Adventure-Spieler schnell frustriert werden könnten, da gewisse Kombinationsmöglichkeiten nicht wirklich offensichtlich sind oder auf den ersten Blick logisch erscheinen.

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