Elden Ring Nightreign - Test / Review

Die gute Art von Stress!

Test Video Sven Raabe getestet auf PlayStation 5

Nachdem 2024 mit "Shadow of the Erdtree" ein umfangreicher Story-DLC zum Action-RPG-Hit "Elden Ring" erschien, steht nun das erste Videospiel-Spin-off in den Startlöchern. Selbiges möchte sich durch eine abgewandelte Spielwelt, ein deutlich erhöhtes Tempo und seinen Fokus auf Teamwork vom hochgelobten Hauptspiel abheben.

Wir durften uns bereits vor dem offiziellen Release auf der PlayStation 5 in die neue und gleichzeitig doch vertraut wirkende Welt von "Elden Ring Nightreign" stürzen. Was wir darin alles erlebten sowie was uns gut und weniger gut gefallen hat, erfahrt ihr in unserem Test.

Eine Dunkelheit zieht herauf

Obwohl die Spielwelt von "Nightreign" mitunter stark an die bekannten Zwischenlande erinnert, handelt es sich hierbei um keine 1:1-Kopie. Stattdessen entführt euch das Koop-Abenteuer in eine alternative Version dieses gefährlichen Reichs, das von einer schier unaufhaltsamen Naturgewalt in seiner blossen Existenz bedroht wird.

Genauer naht die Nacht, und wie im Fantasy-Epos "Game of Thrones" ist sie auch im neuen "Elden Ring"-Ableger voller Schrecken. Einzig acht verschiedene Champions wagen es, den Gefahren der heranziehenden Finsternis zu trotzen. Doch sie müssen alles geben, Haut und Knochen regelrecht zermalmen, wenn sie diese Gefahr zurückschlagen wollen.

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So viel sei zur Handlung des jüngsten FromSoftware-Werks verraten. Im Rahmen von Expeditionen müsst ihr die Nachtfürsten, die alles in ihrem Weg vernichten wollen, aufhalten. Insgesamt wartet deutlich mehr als ein halbes Dutzend mächtiger Bossgegner darauf, von euch in den Staub getreten zu werden - sofern ihr stark genug dafür seid.

Für jeden Geschmack die richtige Spielfigur

Anders als in "Elden Ring", stellt ihr euch diesen Bossen allerdings nicht mit einem selbst erstellten Charakter. Stattdessen müsst ihr euch vor dem Start einer Expedition für eine von acht Spielfiguren entscheiden. Sechs davon stehen euch von Beginn an zur Verfügung, zwei andere schaltet ihr erst nach einigen Spielstunden frei.

Hier sind alle acht Spielfiguren in der Übersicht:

  • Einsiedlerin: Eine fähige Magierin, die ihre Gegner dazu nutzt, um ihre eigenen magischen Kräfte wieder aufzufüllen.
  • Eisenauge: Ein Fernkämpfer, der mit Pfeil und Bogen in die Schlacht zieht. Sein Charaktertalent erschafft Schwachstellen.
  • Exekutor: Ein wendiger Krieger, der auf ein verfluchtes Schwert vertraut. Er kann sich in eine wilde Bestie verwandeln.
  • Gespenst: Eine mächtige Nekromantin, die Geister heraufbeschwört, die für sie kämpfen. Kann sich selbst und Verbündete kurz unsterblich machen.
  • Gräfin: Eine verschlagene Nahkämpferin, die blitzschnell angreift und sich selbst sowie Verbündete kurzzeitig mit ihrer Ultimativkunst tarnen kann.
  • Räuber: Ein wuchtiger Krieger, der mit seiner Ultimativkunst einen massiven Grabstein heraufbeschwören kann.
  • Wächter: Ein Vogelkrieger, der dank seines massiven Schildes vor Schaden geschützt ist. Seine Ultimativkunst erschafft einen sicheren Bereich für sein Team.
  • Wylder: Ein Nahkämpfer, der mit einem Breitschwert und einem Schild in die Schlacht zieht. Er kann sich an Gegner heranziehen und einmalig dem Tod entgehen.
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Jede Klasse ist von der grundlegenden Spielidee einzigartig und hat spezielle Vorzüge, genauer ihr Charaktertalent und ihre Ultimativkunst, die ihr taktisch klug einsetzen müsst. Deshalb dürfte in "Nightreign" sicherlich jeder einen persönlichen Favoriten finden.

Lasst die Erkundung beginnen!

Habt ihr euch für einen Charakter entschieden und zwei weitere Spieler gefunden, die sich euch anschliessen (was leider nur ohne Crossplay geht), kann es auch schon losgehen. Ihr fliegt mit Adlern zur Map und habt nach eurer Landung nur wenig Zeit, um euch auf die bevorstehende Schlacht vorzubereiten. Ihr müsst drei Tage und zwei Nächste überstehen!

In der Erkundungsphase, die tagsüber stattfindet, ist schnelles Handeln gefragt. Ihr müsst möglichst fix viele Runen, kleine Upgrades und bessere Ausrüstung erhalten, wenn ihr den nächsten Morgen erleben möchtet. Dies geht besonders gut mit Bossgegnern, die überall in der Spielwelt auf euch warten, vor allem bei grösseren Bauwerken.

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Während ihr euch vorbereitet, rückt die Nacht immer näher. Ein Feuerkreis zieht sich langsam immer enger zusammen. Am Ende ist nur noch eine überschaubare Arena übrig, in der ein oder mehrere Zwischenbosse erscheinen. Habt ihr sie erledigt, geht das Spiel am nächsten Tag von vorn los. An Tag 3 wartet schliesslich der Nachtfürst auf euch.

Um euch etwas entgegenzukommen, sind die Spielfiguren in "Elden Ring Nightreign" nicht nur deutlich schneller als im Hauptspiel, sondern auch viel agiler. Ihr könnt unter anderem an bestimmten Stellen "klettern", was sehr albern aussieht und nicht wirklich Spass macht. Immerhin entfällt der Fallschaden. In Kombination mit dem permanenten Zeitdruck ergibt sich neben dem deutlich höheren Spieltempo ein ganz eigenes Spielgefühl.

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