The Elder Scrolls Online: Gold Road - Test / Review

Der Grundstein für eine goldene Zukunft ist gelegt

Test Video Martin Steiner getestet auf PC

Mit "Gold Road" erscheint im inzwischen zehnten Jahr von “The Elder Scrolls Online" ein weiteres der jährlichen Kapitel zum beliebten Online-Rollenspiel. Es hat einen massiven Umfang und bringt eine raffinierte neue Mechanik mit sich, die aber noch in den Kinderschuhen steckt.

"Gold Road" setzt direkt dort an, wo das letzte Kapitel "Necrom" aufhörte. Die von der Welt vergessene Daedra-Fürstin des Schicksals namens Ithelia wird aus ihrem Gefängnis befreit, was eine Bedrohung für ganz Tamriel bedeutet. Doch das ist nicht das einzige Problem in der im Game neuen Region der Westauen. So ist im Südwesten über Nacht ein Urwald aus dem Boden gewachsen. Dort sorgt auch der neue Kult, der sich Rückbesinnung nennt, für Unruhe. Dieser rekrutiert sich aus Waldelfen, die sich eine Wiederauferstehung der Macht der uralten und längst ausgestorbenen Ayleïden wünscht.

Zum ersten Mal in der Geschichte von "The Elder Scrolls Online" ist mit "Gold Road" eine Erweiterung mit dem direkten Vorgänger so direkt verzahnt. Dies hat den Vorteil, dass sich so eine sehr umfangreiche Geschichte erzählen lässt, was die Entwickler auch ausnutzen. So ist die Haupt-Story dieses Mal umfangreicher ausgefallen als in früheren Kapiteln. Dies allerdings mit einem Haken: Nur wer auch die letztjährige Hauptquest und zudem die beiden entsprechenden Prologmissionen durchgespielt hat, kommt in den Genuss des umfangreichen Epilogs. Und erst dieser bringt die Geschichte zu einem befriedigenden Ende. Das läuft etwas dem Konzept des Spiels zuwider, das sonst viele Freiheiten bietet, welche Region in welcher Reihenfolge ihr spielen möchtet. Neu- oder Wiedereinsteigern unter euch sei deshalb dringend angeraten, zunächst "Necrom" durchzuspielen, damit ihr in den Genuss der vollen Story kommt.

Comebacks mit Forscher und Schnüffler

Die Geschichte selbst leidet etwas unter dem "Far Cry 4"-Syndrom. Hier wie dort wird der Hauptgegner oder die Hauptgegnerin früh im Spiel eingeführt, verschwindet dann aber über eine relativ lange Zeit, nur um dann am Schluss wieder zurückzukehren. Im Fall von Ithelia ist der Einstieg sogar ziemlich raffiniert, sodass ihr lange Zeit nicht wisst, ob sie tatsächlich die vermutete Schurkin ist oder ob mehr dahinter steckt. Wie die Geschichte dann ausgeht, wird hier natürlich nicht verraten - nur, dass die im letzten Jahr begonnene Story dieses Jahr tatsächlich ihr Ende findet. Die Geschichte an und für sich ist packend erzählt, dürfte aber mit ihrem Parallelwelten-Ansatz für viele etwas zu abgehoben zu sein.

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Die Nebenmissionen sind allerdings über alle Zweifel erhaben, wobei einige bekannte Figuren in "Gold Road" ein Comeback feiern. Der so inkompetente wie eingebildete Dunkelelfen-Forscher Narsis Dren lädt zum Erkunden einer Ayleïden-Ruine ein, Vampir Fennorian stolpert in eine verdächtige Wein-Versteigerung, und der coole Khajit-Schnüffler Mizzik Donnerstiefel hat einen sehr verzwickten Mordfall zu lösen. Hier lässt das Spiel dann auch seinen typischen Humor aufblitzen in einem Kapitel, das sonst äusserst ernsthaft daherkommt. Aber auch die restlichen Nebenmissionen sind grösstenteils toll geschrieben und motivieren oft zum Weiterspielen.

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