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The Elder Scrolls V: Skyrim

Ausführlich gespielt: Die ersten Stunden eines Epos

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Schnürt den Waffenrock und schärft das Schwert. Denn Bethesda lud ein in ihre Hamburger Festung um "The Elder Scrolls V: Skyrim“ ausführlich anzuspielen. Die Freude war gross, doch das Spiel währte nicht lange. Nach nur drei Stunden mussten wir gehen und müssen den Launch am 11. November nun heftigst ersehnen.

Man könnte meinen, wir hätten schon alles gesehen, was es zu Beginn von "Skyrim“ zu entdecken gibt. Denn weil Bethesda den Beginn geheim halten will, dürfen wir erst 45 Minuten nach der ersten Begegnung mit den Einwohnern von "Skyrim“ ins Spiel einsteigen. Intro und Tutorial bleiben uns daher verborgen, stattdessen geht es direkt mit der
Charaktererstellung los. Hier hat man die Qual der Wahl. Insgesamt zehn Rassen stehen einem zur Verfügung, darunter vier menschliche (Nord, Rothwardronen, Kaiserliche und Bretonen), drei Elfen-Rassen (Waldelfen, Dunkelelfen und Hochelfen) sowie Orks, die katzenähnlichen Khajiit und die reptilförmigen Argonier. Jede davon hat eigene Fähigkeiten und Vor- sowie Nachteile. Wir haben uns für einen Redguard entschieden, die wegen ihrer Spezialfertigkeit Adrenalinschub grandiose Kämpfer sind. Screenshot

Ist die eigene Rasse gewählt,  wird das Aussehen des Reckens verändert. Klingt unspannend, die unglaubliche Anzahl an kleinen Verstellmöglichkeiten erleichtert einem die Charakterfindung aber irgendwie nicht wirklich. Schön: Anders als in vielen vergleichbaren Spielen, in denen man Gesicht und Körper durch alberne Eingaben förmlich entstellen kann, ändert man in "Skyrim“ immer nur Nuancen, die das Gesamtbild zwar spürbar beeinflussen, aber nicht ins Lächerliche ziehen. Wir entscheiden uns für einen männlichen Redguard, verpassen ihm ein muskulöses Antlitz und dann kann sie beginnen, unsere Reise in die Gefilde von "Skyrim“.

Die ersten Schritte in den Bergen Skyrims

Wir nehmen einen tiefen Atemzug und lassen unsere Brust unter dem schweren Leder-Kürass mit eiskalter Luft anschwellen. Es riecht nach Tannennadeln, frischem Schnee und dem distinkten Aroma von Blut. Der wolkenverhangene Himmel bricht in der Ferne auf und lässt die schneebedeckte Spitze vom Thron der Welt, dem grössten Berg in ganz Skyrim, glitzern. Zu unseren Füssen liegt einer der Banditen, die uns auf dem Weg nach Riverwood, einem kleinen Fischerdorf am Fusse eines noch kleineren Berges, angegriffen haben. Wir knien nieder und durchsuchen den Leichnam, doch ausser einer Handvoll Septim und einem Stück gebratenem Wolf finden wir nichts Brauchbares. Dies sind die Szenen aus der Quake-Con-Demo, die ihr bereits kennen könntet, doch hier fühlen sie sich ganz anders an. Diese ganze weite Welt von Skyrim steht uns theoretisch offen, schon bei den ersten Schritten in der kalten, verschneiten Welt verlaufen wir uns und verlieren die Orientierung. Glücklicherweise liefert ein Kompass im oberen Teil des HUDs zu jeder Zeit Informationen darüber, wo Städte und Ortschaften zu finden sind, oder wo es zur nächsten Markierung, die man auf der Map setzen kann, lang geht.Screenshot

Die ersten Aufgaben warten in Riverwood

Die erste Ortschaft namens Riverwood liegt unterhalb eines Berg. Das Dorf besteht lediglich aus einigen Holzhütten, einem Sägewerk und einer Schmiede. Auf einer Terrasse rechts neben mir unterhalten sich zwei Dorfbewohner über ihren Tag – Daedra sie Dank jedoch nicht über Schlammkrabben. Links neben mir geht ein Schmied seinem Tagwerk nach und wir fühlen uns von der wärmenden Glut des Schmiedeofens magisch angezogen. Wir sehen uns in der Schmiede um, unterhalten uns mit dem Schied über Neuigkeiten aus dem Dorf, während der weiterhin an einem Schwert herumschleift. Die alte Lady am Dorfeingang erzählt etwas von nach Skyrim zurückkehrenden Drachen, keiner glaubt ihr. Später wird sich herausstellen, dass gerade diese Information Teil der Mainquest ist. Es ist die Prophezeiung von der Ankunft der Feuer speienden Bestien in Skyrim. Eine Prophezeiung der "Elder Scrolls“, einer Gemeinschaft von..nein, die Hauptstory wollen wir dann doch lieber nicht zu sehr spoliern und wenden uns stattdessen den liebevollen Nebenquests zu, die in Riverwood auf uns warten. In Gasthäusern gibt es immer viel zu hören, dort schnappen wir uns auch den Auftrag einen Banditen-Anführer umzulegen, der die örtlichen Händler bedroht. Gesagt, getan!

An anderer Stelle treffen wir den über alle Massen verliebten Sven, einen Nord-Mensch. Er hat ein kleines Problem, denn seine Angehimmelte scheint auch an einem Elfen Gefallen gefunden zu haben. Schnell heckt er einen Plan aus und schreibt einen sehr, sehr unanständigen Brief im Namen des Elfs, wir sollen ihn der gemeinsamen Liebe überbringen. Nun, weil wir aber ein gemeiner Redguard sind, suchen wir davor noch den Elfen auf und erzählen ihm von dem Betrug, damit der Pfeil- und Bogenunterricht bei ihm etwas günstiger wird. Im Gegenzug schreibt er nun einen eigenen Brief und signiert ihn mit Svens Namen. Beide Briefe im Gepäck können wir nun selbst entscheiden, welchen Brief wir der Dame überreichen. Am Ende aber betrügen wir doch beide Herren und erzählen ihr die bittere Wahrheit. Tja, Jungs, Pech gehabt. Nun kommt wohl keiner von euch zum Zug!

 

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