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EVE Online: G-Fleet 2019 - Special

Auf der EVE Invasion World Tour in Berlin

Artikel Video Achim Fehrenbach

"EVE Online" gehört zu den faszinierendsten MMOGs überhaupt. Die Spieler kämpfen um Rohstoffe, schmieden Allianzen, produzieren High-Tech, treiben Handel und erkunden das All. Aber nach 16 Jahren muss sich EVE auch erneuern, um spannend zu bleiben. Wir waren beim Community-EVEnt in Berlin dabei.

Im Publikum herrscht gespannte Stille. Vorn auf der Bühne steht der Autor Andrew Groen und erzählt eine Geschichte aus den Urzeiten von "EVE Online" - eine Geschichte von Verrat, Propaganda und Krieg. Die Hauptfiguren waren Jade Constantine von der Venal Alliance und Ragnar von Taggart Transdimensional, einer marktradikalen Corporation. Jade und Ragnar kämpften um die Vorherrschaft im Norden - und sorgten damit für den ersten grösseren Konflikt in EVE. In seinem Vortrag schildert Groen, wie diese Ereignisse die Geschichte von EVE bis heute beeinflusst haben. Sein Buch "Empires of EVE" zeichnet die Geschichte des riesigen Online-Universums hochspannend nach.

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Organisatoren der G-Fleet 2019: Tairon Usaro und Irma Amatin

Groens Vortrag war eines der Highlights der G-Fleet 2019, die am Wochenende in Berlin stattfand. G-Fleet ist die insgesamt sechste Station der EVE Invasion World Tour, einer Reihe von Conventions, die das isländische Studio CCP zusammen mit der Community veranstaltet. Die bisherigen Stationen waren Amsterdam, St. Petersburg, Sydney, Toronto, Kemiönsaari (Finnland) und eben Berlin. Die beiden letzten EVEnts finden Ende Oktober in Las Vegas und Ende November in London statt. Zur nunmehr fünften G-Fleet kamen rund 300 Spieler und Entwickler, sie fand im Game Science Center und der daran angrenzenden Forum Factory statt. Die Teilnehmer kamen aus Deutschland und der Schweiz, aber auch aus England, Russland und anderen Ländern. Auf dem Programm standen Entwickler-Panels und Partys, ein Film-Screening und jede Menge Community-Life. "Die Mischung aus Input in Form von Vorträgen, Action bei PvP-Turnieren, Ingame-Roams und Socializing bei Bier, Quafe und gutem Essen macht das besondere Flair der G-Fleet aus", so Organisator Tairon Usaro.

Am heissesten wurde über den "Blackout" diskutiert: Der neue Storybogen hatte bei seinem Start im Juli für einen Aufschrei in der Community gesorgt, manche Spieler wollten deswegen sogar ihr Abo kündigen. Hinter dem "Blackout" steckt der Versuch von CCP, den Nullsec-Raum wieder gefährlicher und spannender zu machen. "Nullsec" steht für "null security", ist also der Bereich des EVE-Universums, in dem absolute Gesetzlosigkeit herrscht - beziehungsweise herrschen sollte, denn in letzter Zeit war es dort immer sicherer geworden. Grund ist der lokale Chat, der eine Liste aller Spieler im Sternensystem bietet. Das ermöglicht Teilnehmern, alle Feinde und neutrale Schiffe in ihrer Nähe zu tracken. Mit dem "Blackout" hat CCP den lokalen Chat vorübergehend deaktiviert. Manche Spieler fürchteten daraufhin totale Chaos.

CCP kündigt den kommenden Blackout an

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