Heldenreise im Pixelreich - Special

Bericht zur Ausstellung im Aarauer Stadtmuseum

Artikel Katja Wernicke

Wir als (Video-)Spieleliebhaber beschäftigen uns fast täglich damit: den Helden in ihren ganz eigenen Welten. Doch auch wenn eine spannende Story die Hintergründe aufdeckt und den Weg eines normalen Charakters hin zu einem Held begleitet, stellt man sicherlich eher wenig die Frage, was einen Helden eigentlich ausmacht und ob es sie in der heutigen Zeit sowie im echten Leben noch braucht.

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Schweizer Game-Events

Die aktuell im Aarauer Stadtmuseum stattfindende Ausstellung "geliebt, gelobt gehypt: Eine Ausstellung über Held:innen, Vorbilder und Idole" greift genau diese Frage auf und bietet mittels einer faszinierenden Reise durch die Welt der Helden einen Einblick in die Thematik. Begleitet von einer innovativen KI-Technologie (als erstes Schweizer Museum wird diese Superkraft in der Art eingesetzt), die den Besuch zu einem interaktiven Erlebnis macht, wird nicht nur versucht herauszufinden, was einen Helden eigentlich auszeichnet, sondern auch, was überhaupt ein Held ist.

Als begeisterter Videospieler waren wir besonders gespannt darauf, wie das Thema Heldentum in dieser Ausstellung präsentiert wird.

Interaktion mit der KI: Die digitale Seite des Abenteuers

Die Ausstellung, deren Entwicklung circa zwei Jahre in Anspruch genommen hat, ist vor allem durch den (für die Autorin dieser Zeilen) neuen Ansatz der KI-Integration in Form einer interaktiven Begleitung einen Besuch wert. Alles beginnt damit, dass am Anfang der Ausstellung ein digitaler Pass (Held:innen-Ausweis) erstellt wird - inklusive Vorliebe der Sprache - und in einem ersten Gespräch mit der künstlichen Intelligenz (ja, man spricht mit ihr!) die Grundlagen für den Ausstellungsrundgang geschaffen werden.

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Dazu gehört es dann auch, dass eine Diskussionsgrundlage entsteht: Welche Eigenschaften muss ein Held haben? Welche Problematiken auf der Welt beschäftigen einen gerade selber? Welche Lösungsvorschläge hat man? Und vieles mehr ...

Von Anfang an fühlte es sich an, als wäre man selber der Protagonist in seinem eigenen Abenteuer - mit der KI als treuem Begleiter. Ihre Fähigkeit, auf unsere Fragen zu antworten und zusätzliche Informationen zu liefern, verlieh der Ausstellung eine dynamische Dimension. Besonders beeindruckend war ihre Fähigkeit, in Schweizerdeutsch zu kommunizieren (Entwicklung in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Nordwestschweiz), was eine persönliche Note und Authentizität verlieh. Überraschenderweise hat die Kommunikation auch gut geklappt. Ja, hin und wieder mussten Aussagen wiederholt werden, aber alles in allem hat es wunderbar funktioniert.

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