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F1 2020 - Test / Review

Das grösste F1 aller Zeiten, aber auch das beste?

Test Video olaf.bleich getestet auf PlayStation 4

So umfangreich wie niemals zuvor und noch besser spielbar: Pünktlich zum grossen Preis von Österreich liefert "F1 2020" auf der Strecke ab und wartet mit lange gewünschten Optionen wie der Rückkehr des Splitscreen-Mehrspielermodus auf. Wir verraten im Test, wieso der neue Teil die Rennserie weiterhin erfolgreich in der Spur hält.

Auch in Zeiten der Coronakrise dürfen die jährlichen Updates bekannter Spiele-Franchises nicht fehlen. "FIFA 21" steht ebenso in den Startlöchern wie "NBA 2K21". Doch den Anfang macht traditionell Codemasters' Rennsimulation "F1". Mit dem am 10. Juli 2020 für PC, Xbox One und PlayStation erscheinenden "F1 2020" betreibt der Entwicklern vor allem Fanservice. Nach den erfolgreichen Vorgängern baut man auf Basis des Community-Feedbacks viele Spielelemente ein, die schon lange gewünscht wurden. Aber bringt das auch den Erfolg?

Mein Team, meine Verantwortung

Die wichtigste Neuerung für Solospieler stellt zweifellos der Mein-Team-Modus dar. Im Gegensatz zur Karriere kümmert ihr euch hier nicht nur um die Belange eures Fahrers, sondern managt den gesamten Rennstall. Die Geschichte dahinter schreibt sich von selbst: Erstmals seit über 40 Jahren gibt es wieder einen Fahrer, der zugleich Teamchef seines eigenen Teams ist. Und genau das schafft zunächst auch ordentlich Motivation.

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Zu Beginn legt ihr im Editor den Namen eures F1-Unternehmens fest und bestimmt etwa Logo, Teamfarben oder auch das Aussehen eurer Fahrzeuge. Dadurch entsteht sofort eine Verbindung zu der eigenen Truppe und ein Jetzt-erst-recht-Gefühl gegenüber der scheinbar übermächtigen Konkurrenz. Nachdem die ersten Formalitäten geklärt sind, geht ihr auf die Suche nach Sponsoren, heuert einen zweiten Fahrer für das Team an und wählt einen Triebwerkshersteller. Bereits hier müsst ihr auf das Geld achten und dürft euer Budget nicht überziehen.

Im Anschluss gelangt ihr nach einem ersten Interview in die Zentrale eures Rennstalls, wo zunächst prunkvoll der eigene Wagen vorgestellt wird. Danach aber beginnt der Alltag, und der besteht vor allem aus Zeitmanagement und natürlich den Rennwochenenden. In einem übersichtlichen, aber auch nicht sonderlich komplexen System füllt ihr euren Terminkalender und legt beispielsweise Team-Events oder bestimmte Technikschwerpunkte fest. Das Spiel zeigt die Auswirkungen dieser Aktivitäten in der Übersicht sofort an. Der "Schwerpunkt Triebwerk" etwa beschert euch zwar Ressourcenpunkte zur Forschung und einen Boost für die Antriebsabteilung, jedoch büssen dafür die Bereiche Aerodynamik, Chassis und Strapazierfähigkeit an Moral ein. Über den Saison-Verlauf kümmert ihr euch ausserdem um den Zustand eurer Technik und müsst etwa Motoren- oder Reifenzustand im Auge behalten. So gibt es eigentlich immer was zu tun.

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Die Planung und vor allem die Weiterentwicklung des eigenen Rennstalls machen Spass, allerdings ist die Präsentation recht bieder. Auch Aspekte wie Rivalitäten oder auch die eingestreuten Einladungsveranstaltungen bringen zwar Abwechslung, hätten aber schöner und spektakulärer inszeniert werden können. Dazu passt leider auch der virtuelle Berater, der immer wieder per Standbild und Sprachausgabe hinzugeschaltet wird.

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