Wie gross wird der "Atlantic City"-DLC sein?
Jonathan Rush: Das Team ist sehr stolz auf das, was es geschaffen hat. Ende des Jahres wird der erste Teil von "Atlantic City" mit vielen neuen Orten, Kreaturen, Belohnungen und Missionen veröffentlicht. Es wird sogar ein funktionierendes Casino geben. Und es ist eine Expeditionszone. Es ist riesig. Ein zweiter Teil von "Atlantic City" wird Anfang nächsten Jahres erscheinen - mit noch mehr Spielbereichen, noch mehr Kreaturen, noch mehr Belohnungen und traditionellen Inhalten.

Ich wünschte, ich könnte etwas zeigen oder mehr darüber erzählen. Das ist echt der coolste Inhalt, der jemals für "Fallout 76" veröffentlicht wurde. "Atlantic City" ist wirklich mehr als nur eine Expedition. Es ist ein riesiges Update, und ich denke, dass sowohl die Expeditions-Fans als auch die Liebhaber traditioneller Inhalte und alle dazwischen es wirklich geniessen werden.
"Fallout 76" ist jetzt auch über PlayStation Plus und den Xbox Game Pass erhältlich, sodass es für eine noch grössere Spielergemeinde zugänglich ist. Warum denkst du, dass jetzt der perfekte Zeitpunkt für Spieler ist, um zu "Fallout 76" zurückzukehren oder damit anzufangen?
Jonathan Rush: Es ist immer der perfekte Zeitpunkt (lacht). Das Spiel wird mit jedem Patch besser und besser. Wir fügen ständig neue Inhalte für alle Spielerstufen hinzu. Wir polieren die bestehenden Inhalte weiter auf. Es gibt keinen schlechten Zeitpunkt, um in "Fallout 76" einzusteigen.

Und im Vergleich zu "Fallout 76" im Jahr 2018? Fühlt es sich für dich mittlerweile nicht wie ein völlig neues Spiel an?
Jonathan Rush: In gewisser Weise schon. Wir haben jetzt mehr kreative Möglichkeiten, die Welt auszudrücken. Wir haben NPCs. Das verändert die Atmosphäre des Spiels völlig. Und es gibt uns einfach mehr Werkzeuge, um die Geschichte von Appalachia zu erzählen.
Was unterscheidet "Fallout 76" deiner Meinung nach von anderen Online-Multiplayer-Spielen?
Jonathan Rush: Ich denke, die Community ist das, was es am meisten von anderen Spielen unterscheidet. Wir haben die engagierteste, aktivste und freundlichste Community aller Spiele, die ich je gesehen habe. "Fallout" hatte auch schon immer einen einzigartigen Grafikstil. Der saubere Retrolook der 1950er-Jahre steht im Kontrast zum schmutzigen Nachkriegs-Wasteland. Es ist also definitiv eine Ästhetik, die uns von anderen Games unterscheidet, die wir lieben.

Nach dem holprigen Start von "Fallout 76" habt ihr mittlerweile 16 grosse Updates veröffentlicht, um Probleme zu beheben und das Spiel zu verbessern. Hättest du nach all den negativen Kritiken und der anfänglichen Unzufriedenheit erwartet, dass "Fallout 76" noch so erfolgreich werden würde?
Jonathan Rush: Ich glaube, niemand hier hat jemals den Erfolg oder das Potenzial von "Fallout 76" infrage gestellt. Als "Fallout 4" herauskam, war ich ein Fanboy, der es etwa 400 Stunden gespielt hat. Ich unterhielt mich mit meinen Freunden, während wir es spielten, und dabei dachte ich: Mann, ich würde euch so gerne zeigen, was ich baue, oder ich würde euch so gerne diese coole neue Waffe vorführen, die ich gefunden habe. Und so träumten wir indirekt davon, mit anderen Spielern in einer "Fallout"-Welt zu spielen. Als ich dann hörte, dass es "Fallout 76" geben würde und dass wir genau das machen würden, war das einfach extrem aufregend. Ich wusste von Anfang an, dass "Fallout 76" ein Erfolg werden würde.
Hattest du nie Zweifel?
Jonathan Rush: Niemals. Keinen einzigen.