Bereits vor etwas mehr als drei Jahren erschien mit "Fantasian" ein neues JRPG der Videospiel-Legende und des "Final Fantasy"-Schöpfers Hironobu Sakaguchi, das uns in eine komplett neue Welt entführt hat - zumindest auf Apple-Geräten.
Nun wagt das Singleplayer-Rollenspiel den Sprung auf aktuelle PlayStation- und Xbox-Konsolen, die Nintendo Switch und auch auf PC. Wir haben uns auf der PS5 ins Abenteuer gestürzt und verraten euch in unserem Test, ob das Wagnis geglückt ist.
Amnesie, Mysterien und Roboter
In "Fantasian Neo Dimension" schlüpfen wir in die Rolle von Leo, der in einer seltsamen Maschinenwelt zu sich kommt und nur wenig später in den ersten Kampf verwickelt wird. Ihm zur Seite stehen zwei Roboter, die bereits einiges mit unserem tapferen Jüngling erlebt haben. Allerdings kann sich dieser darauf noch keinen Reim machen.
Wie sich später herausstellt, leidet unser junger Held an Amnesie, was natürlich zum einen oder anderen unglücklichen Missverständnis führt. Während Leo versucht, gemeinsam mit seinen Freundinnen Kina und Cheryl seiner Vergangenheit auf den Grund zu gehen, erhebt sich in den Schatten eine finstere und gefährliche Macht.

Die Story von "Fantasian Neo Dimension", die euch voraussichtlich zwischen 20 und 25 Stunden beschäftigen dürfte, hat uns insgesamt ziemlich gut gefallen. Zu verdanken ist dies sowohl den sympathischen Hauptcharakteren als auch dem Mysterium rund um Leo.
Deshalb konnten wir auch über den etwas gemächlichen Einstieg, die mitunter nicht allzu packende Inszenierung der Geschichte und die eine oder andere etwas zu vorhersehbare Wendung hinwegsehen. Die höchsten Höhen einiger älterer Sakaguchi-Werke erreicht das Spiel zwar nicht, doch es hat uns stets zum Weiterspielen animiert.
Altbekannte Zufallskämpfe
Während wir im Rahmen der Story neue Welten erkunden, bleibt sich Hironobu Sakaguchi beim Kampfsystem treu. Euch erwarten also auch in "Fantasian Neo Dimension" Zufallskämpfe, die klassisch rundenbasiert ablaufen. Wenig verwunderlich, immerhin liess sich der Schöpfer des Spiels unter anderem von "Final Fantasy VI" inspirieren.

Um diesem bewährten Spielelement einen frischen Twist zu verleihen, hat sich das Entwicklerteam Mistwalker ein paar Dinge einfallen lassen. Einmal haben Leo und seine Freunde, die sich ihm im Laufe des Abenteuers anschliessen, ganz eigene Fähigkeiten, die sich später sukzessiv über die Groth-Map, eine Art Fertigkeitenbaum, noch verbessern lassen.
Während unser an Gedächtnisverlust leidender Protagonist primär ein Nahkämpfer ist, betätigt sich seine Begleiterin Kina vornehmlich als Heilerin. Das Roboterduo Prickle & Clicker hat sich dafür auf Barrieren spezialisiert, und der finstere Krieger Tan opfert gar einen Teil seiner eigenen Lebensenergie für besonders mächtige Spezialangriffe.