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Far Cry 4: Einen Tag gespielt

Wie ich mir Elefanten und Nashörner zu Freundes-Feinden machte

Vorschau Benjamin Kratsch

„Far Cry 4“ in der grossen Vorschau: wir haben den Shooter-Blockbuster von Ubisoft Montreal einen kompletten Tag lang gespielt, zahlreiche Missionen abgeschlossen, spannende Charaktere kennengelernt, mit Nashörnern Trucks umgeworfen und auch im Koop mal taktisch, mal chaotisch ganz schön aufgeräumt. „Far Cry 4“ Mega-Preview.

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Kyrat, 14 Uhr. Die Sonne lacht, die Vögel piepsen, es ist ein guter Tag in den unendlichen Weiten von Ubisofts Montreals Shooter-Blockbuster „Far Cry 4“. Vielleicht mal abgesehen von diesen Jeeps, die hier ständig mit einem Affenzahn durchs Paradies brausen und dabei Schlamm aufwühlen. Und dem Gewehrfeuer, das vor allem aus Lagern der kyratischen Armee erklingt, die meine neuen Freunde von der Rebellenarmee des goldenen Pfades mal wieder angreifen. Ich selbst habe gerade genug vom Überfahren, in die Luft jagen, Erschiessen, Abmetzeln, dem ganzen Blut und Morden. Ich möchte ich einfach nur mal für ein paar Minuten die neue Flora und Fauna geniessen, die scharfen Texturen, die tollen HDR-Blendeffekte und die lebendige Wildnis. Ich fahre also mit meinem Jeep auf eine Hügelkette zu und dann passiert es. Ein Tiger-Junges rennt auf die Strasse, ich kann nicht mehr ausweichen, rolle drüber. Na ja, ist ja nur ein virtuelles Polygon-Tier, denke ich mir. Hast ja vorher schliesslich auch Hundertschaften virtueller Polygon-Figuren abgeschossen. Die Tiger-Familie nebenan sieht das natürlich anders, Papa Tiger springt auf meine Motorhaube und drückt die Frontscheibe ein. Ich gebe Gas, zücke meine 9 Millimeter aus dem Halfter, drücke ein paar Mal ab, erledige ihn. Der Rest seiner Sippe ist nicht so schnell wie mein Offroader, ergo fühle ich mich sicher.

Wenn Nashörner auf Jeeps treffen, bleibt nur Altmetall

ScreenshotAllerdings hält die Tierwelt von „Far Cry 4“ deutlich stärker zusammen als noch in „Far Cry 3“. Ein paar Nashörner müssen die Szenerie beobachtet haben, fühlen sich bedroht und rammen von der Seite mit der ganzen Gewalt ihres Tonnen-schweren Körpers gegen den Jeep. Der hebt ab, ich verliere die Kontrolle. Das Gefährt überschlägt sich mehrere Mal, das Bild auf dem Fernseher tanzt den Limbo. Ich steige aus, will gerade den Lötkolben zücken um meinen Offroader zu reparieren, da nimmt mich Familie Nashorn wieder ins Visier. Ich klettere aufs Dach des umgestürzten Jeeps, lade mein M4-Sturmgewehr durch, schiesse, treffe, doch es müsste wohl ein ganzes Magazin sein, um so ein Nashorn zu stoppen. Das Biest jedenfalls knallt wieder frontal gegen das Auto, schleudert mich zig Meter weiter in eine Baumkrone. Nun, das war es wohl mit der erholsamen Spazierfahrt, jetzt ist die Kacke wieder am Dampfen. Tot bin ich allerdings nicht, sondern nur verwundet. Cool: je nach Verletzung ist die Animation zur Behandlung eurer Wunden sehr individuell. Fange ich mir eine Kugel ein, muss ich mir die mit einem angespitzten Stab rauspulen. In diesem Fall habe ich Holzsplitter im Bauch, ergo muss sich Protagonist Ajay Ghale die fiesen Dinger rausreissen und sich einen Verband umlegen. Doch das ist nur ein kleiner Teil der ganzen Wahrheit, denn wie die Überschrift schon vermuten lässt, wurden Elefanten und Nashörner letztlich doch noch zu Kollegen und verdammt effizienten Waffen gegen die kyratische Armee.

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