Gross genug für Chocobos
Valisthea ist keine offene Welt, sondern in verschiedene Abschnitte unterteilt. Yoshi-P erklärt, dass man sich für kleinere, dafür umso detailliertere Regionen entschieden habe. Sie sollen aber immer noch umfangreich genug sein, dass sich Clive und Begleiter auch mal auf einen Chocobo als Reittier schwingen, um schneller vorwärtszukommen.

Eine grössere Veränderung erfahren die aus früheren Spielen bekannten Beschwörungen wie Phoenix, Shiva, Titan oder Garuda - Namen, an die sich auch "Final Fantasy XIV"-Veteranen erinnern dürften. Diese sind nun als Eikons bekannt und werden überraschenderweise nicht mehr beschworen. Stattdessen verwandeln sich ihre Besitzer, auch Dominants genannt, direkt in sie, was sie zu übermächtigen Waffen im Kampf um die Mutterkristalle macht. Durch die politischen Verhältnisse in Valisthea (inklusive einer Art Kaltem Krieg unter den Fraktionen) kommen die Eikons allerdings nur in Ausnahmefällen zum Einsatz.
Eikons im Einsatz
Mit Ryota Suzuki konnten die Entwickler den Kampfdesigner von "Devil May Cry V" für die Kämpfe in "Final Fantasy XVI" verpflichten, was man dem Spiel auch anmerkt. Die Gefechte sind zwar nicht ganz so komplex wie im Capcom-Actionkracher, im Vergleich zu bisherigen "Final Fantasy"-Ausgaben wirkt die Steuerung während der Anspielsession aber viel direkter und temporeicher.

Neben einer Standard-Nahkampfattacke und einem magischen Angriff aus der Ferne, die sich auch zu mächtigen Kombos verknüpfen lassen, dürft ihr mit Clive ausweichen oder mit perfektem Timing feindliche Attacken parieren. Die stärksten Fähigkeiten stammen aber von den Eikons, die ihr im Laufe des Spiels sukzessiv freischaltet. Dabei lassen sich pro Eikon drei Skills auf den Controller legen. Während je einer davon jederzeit einsetzbar ist, etwa ein Sprung zum Gegner hin, besitzen die anderen unterschiedliche Abklingzeiten. In den Kämpfen zeigt eine Anzeige, welche Fähigkeiten von welchen Eikons gerade zum Einsatz bereit sind. Die Fertigkeiten lassen sich dabei mit der Zeit weiter hochrüsten, sodass sie im Verlauf des Abenteuers immer stärker werden.
Kampfsystem für flinke Finger
Um effektiv zu kämpfen, müsst ihr zwischen den verschiedenen Eikons und deren Fähigkeiten hin und her wechseln, was mit den zusätzlich oft in grösseren Gruppen auftauchenden Gegnern ein besseres Controller-Handling erfordert als in früheren Spielen, um das Meiste aus Clives Potenzial herauszuholen. Das Kampfsystem fühlt sich aber flüssig an, und mit etwas Eingewöhnungszeit flutschen die gewünschten Attacken problemlos und mit viel grafischem Spektakel.
Stärkere Feinde und Bosse besitzen neben dem Lebens- auch einen Willensbalken. Gelingt es euch, ihn zur Hälfte herunterzuprügeln, wird der Widersacher kurz betäubt. Bei komplettem Auslöschen der gelben Anzeige steht der Kontrahent für kurze Zeit wehrlos da, und mit jeder eurer Attacken steigt in dieser Zeit der pro Angriff ausgeteilte Schaden. Hier lohnt es sich, statt mit schweren einzelnen Schwerthieben eher mit Angriffen wie einem Hagel an Fausthieben zu operieren, die gleich mehrere Male beim Gegner einschlagen, um so den Schadensmultiplikator hinaufzuschrauben.