Final Fantasy VII Rebirth (Switch 2) - Test / Review

Endlich konnten wir uns auch auf der Switch 2 an die Fersen des Megaschurken Sephiroth heften!

Test Video Steffen Haubner getestet auf Nintendo Switch 2

Es hat eine Weile gedauert, doch nun kommen endlich auch Switch-2- und Xbox-Gamer in den Genuss von "Final Fantasy VII Rebirth". Wir haben die Switch-2-Version getestet und mit der PS5-Fassung verglichen. Wie gross sind die zu erwartenden Abstriche?

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Sieht harmlos aus, kann aber mächtig austeilen: Clouds Mitstreiterin Aerith (Screen: Square Enix)

Es kommt nicht allzu oft vor, dass man einen Test zu einem Spiel schreiben darf, das längst Legendenstatus hat - und zwar sowohl in seiner Urfassung als auch bezogen auf deren ein rundes Vierteljahrhundert später erschienenen Neuinterpretationen. "Rebirth" ist nun der direkte Nachfolger von "Final Fantasy VII Remake" aus dem Jahr 2020. Das gesamte Projekt teilt das originale PS-One-Spiel aus dem Jahr 1997 in drei eigenständige, jedes für sich riesige Games auf. Der dritte Teil wird für das Frühjahr 2027 erwartet, wenn das ursprüngliche Spiel, das nicht wenigen als das beste "Final Fantasy" überhaupt gilt, genau drei Dekaden alt sein wird. Als absoluter Kritikerliebling erreichte "Rebirth" auf Metacritic einen Metascore von 92/100 Punkten, Kollege Sönke vergab 90 %.

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Der Weitblick ist auch auf der Switch 2 enorm - die Wellenbewegungen wurden allerdings sichtbar heruntergefahren (Screen: GAMES.CH)

Es bleibt episch

Da ihr im oben verlinkten Text bereits alles findet, was man über das Spiel wissen sollte, beschränken wir uns an dieser Stelle auf die Besonderheiten der Switch-2-Fassung. Die gute Nachricht: Sie ist komplett, das heisst, ihr müsst auf keinerlei Inhalte oder Features verzichten, die auch die PS5-Version bietet. Ihr begleitet den Söldner Cloud Strife, der Midgar verlassen hat und sich mit seinen Getreuen in dem Städtchen Kalm inmitten des Graslandes aufhält. Cloud erzählt zunächst seine Version der Geschichte von der Zerstörung seiner Heimat. Diese in interaktiven Rückblenden inszenierten Sequenzen gehören auch auf der Nintendo-Konsole zu den Sternstunden der Erzählkunst in Videospielen. Von Kalm aus bricht die Gruppe nun auf, um den tot geglaubten Elitesoldaten Sephiroth aufzuspüren, der den Untergang des Planeten plant. Fortan reisen wir mit ihnen von Region zu Region und folgen dabei einer Spur, die aus mysteriösen zombiehaften Männern in schwarzen Roben besteht, die wie ferngesteuert zu einem zentralen Punkt wandern. Creepy! Unterwegs wächst die Truppe sukzessiv zusammen und gewinnt neue Verbündete wie die Ninja Yuffie, den Katzenroboter Cait Sith und den mürrischen Piloten Cid.

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Immer auf die 12! Der freie Wechsel zwischen den Mitstreitern bleibt ein Highlight dieses Final-Fantasy-Teils. (Screen: Square Enix)

Steile Lernkurve, massiver Download

Der freie Wechsel zwischen den erfrischend individuell kämpfenden Mitstreitern bleibt ein Highlight dieses "Final Fantasy"-Teils. Ebenfalls wie in allen anderen Versionen ist die Lernkurve steil. Neueinsteiger können der Geschichte gut folgen, doch wir haben es mit einem Game-Schwergewicht zu tun, in dem zahlreiche Spielmechaniken kunstvoll miteinander verschmelzen. Das heisst, dass wir uns einarbeiten müssen und im Rahmen der Haupt-Story schnell mal auf unüberwindlich scheinende Gegner stossen. Dann bleibt einem nichts anderes übrig, als sich schmachvoll zurückzuziehen und an den Charakter-Skills, der Gruppenstufe, der Ausrüstung und natürlich der eigenen Beherrschung der Steuerung zu feilen. Letztere wurde ausgezeichnet an die Joy-Cons angepasst. Statt des PS5-Touchpads drückt ihr nun eben die Minus-Taste, die Belegung der Schultertasten bleibt dagegen gleich. Bemerkenswert ist, dass die Steuerung sowohl im TV- als auch im Handheld-Modus wunderbar funktioniert, was ja an sich schon mal eine Leistung vonseiten der Entwickler ist. Da das Spiel aber mehr als 130 GB gross ist, dürfte der eine oder andere zunächst einen grossen Kehraus auf seinem Switch-Speicher machen oder sich eine microSD-Karte anschaffen müssen.

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Das Spiel von Licht und Schatten ist auf der Switch 2 reduziert, kann sich aber durchaus sehen lassen (Screen: GAMES.CH)

An dieser Stelle müssen wir etwas technisch werden, um zu verdeutlichen, was auf der Nintendo-Konsole im Einzelnen passiert. Im TV-Modus gibt es den "Quality Mode" mit 30 fps. Aufgrund der Architektur der Switch 2 kommt hier NVIDIA DLSS zum Einsatz, genauer gesagt ein auf die Switch-Hardware massgeschneidertes DLSS 3.1. Der Chip beruht auf der Ampere-Architektur der RTX-3000er-Karten, wurde aber zusätzlich mit einem "Optical Flow Accelerator (OFA)" ausgestattet, den NVIDIA eigentlich erst mit der RTX 4000 eingeführt hat. Dadurch beherrscht die Switch 2 das klassische temporale KI-Upscaling von DLSS 3.1, um das Bild von "Final Fantasy VII Rebirth" sauber und ohne allzu viel Flimmern auf euren Fernseher zu bringen. Die interne Render-Auflösung liegt dynamisch zwischen 720p und 900p, wird aber per DLSS-Rekonstruktion auf ein 1440p-Ausgabesignal hochskaliert. Gehört ihr eher zu den Performance-Enthusiasten, könnt ihr auf 60 fps schalten. Damit sinkt die interne Render-Auflösung spürbar - in hektischen Kämpfen, von denen es in "Final Fantasy VII Rebirth" jede Menge gibt, auch mal unter 720p-Niveau. In solchen Situationen kommt es stellenweise vor, dass die 30 fps im "Quality Mode" auf mittlere bis hohe 20er-Werte heruntergehen. Im Handheld-Betrieb läuft das Game aus Energiespargründen standardmässig mit 30 fps. Die Auflösung passt sich dynamisch an und schwankt je nach Belastung zwischen nativem 720p und 1080p.

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