Final Fantasy VII Remake Intergrade - Test / Review

Epischer Start der Trilogie für Neulinge

Test Fabrice Henz getestet auf Xbox Series X/S

Als "Final Fantasy VII Remake" vor knapp sechs Jahren endlich erschienen ist, durften Fans des Originals weltweit aufatmen, weil es zum grössten Teil absolut überzeugen konnte. In unserem ausführlichen Test von "Final Fantasy VII Remake" konnte es satte 88 % in der Gesamtwertung einheimsen und erhielt eine Empfehlung der Redaktion! Endlich wird der erste Teil der Trilogie jetzt für Nintendo Switch 2 und Xbox Series als "Final Fantasy VII Remake Intergrade" nachgereicht, das neben dem später veröffentlichten DLC rund um Yuffie weitere, kleinere Verbesserungen bietet, die wir uns auf der Xbox Series X noch mal angeschaut haben.

Legendäre Charaktere

Wer "Final Fantasy VII" noch nicht kennt, darf sich auch mit dieser neu aufgelegten Version in jedem Fall auf einen genialen Cast an Figuren freuen, die einem im Verlauf der etwa 30-stündigen Hauptgeschichte ans Herz wachsen werden. "Final Fantasy VII Remake" dreht sich um Cloud, einen ehemaligen Elitesoldaten, der sich der Gruppe Avalanche anschliesst, um den Planeten vor der Gier der Shinra Corporation zu retten. Die Beziehung zwischen Cloud, seiner alten Kindheitsfreundin Tifa, der Blumenverkäuferin Aerith sowie dem Rest der Haupt- und Nebendarsteller ist einer der stärksten Teile des Spiels. Zusammen mit den exzellenten Zwischensequenzen, dem fantastischen Soundtrack und einer tollen Sprachausgabe wird eine spannende und emotionale Geschichte erzählt.

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An dieser Stelle ist es wichtig zu erwähnen, dass "Final Fantasy VII Remake Intergrade" logischerweise nicht die komplette Geschichte des Originals nacherzählt. Während der zweite Teil der Trilogie, "Final Fantasy VII Rebirth", für PlayStation und PC bereits erhältlich ist, wird er erst in Zukunft für Switch und Xbox erscheinen. Doch obwohl es nur etwa ein Drittel der Story erzählt, werden die Geschichte und die Welt von Midgar deutlich erweitert. Es gibt Charaktere und Missionen, die komplett neu sind, während die Hauptgeschichte auch nicht 100 % dem Original entspricht.

Yuffie: Ninja und Meisterdiebin

In eine ähnliche Sparte fällt der DLC, der ursprünglich unter dem Namen "Intermission" erschienen ist. Dieser dreht sich um Yuffie, ein Partymitglied aus "Final Fantasy VII", das man eigentlich erst viel später im Verlauf der Geschichte antrifft. Letztere dreht sich ganz um Yuffie und was sie erlebt hat, bevor man sie später für die Party rekrutieren kann. Das ist eine Handlung, die weder im Original noch in irgendeinem Spin-off erzählt wurde. Sie ist also komplett neu für diese Version des legendären Rollenspiels. Zusammen mit dem ebenfalls neuen Charakter Sonon will sie die ultimative Materia von Shinra stehlen. Die Haupt-Story des DLCs fügt dem Gesamterlebnis noch mal gut fünf bis zehn weitere Spielstunden hinzu, was das Gesamtpaket von "Final Fantasy VII Remake Intergrade" noch interessanter macht.

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Das Kampfsystem weiss weiterhin zu begeistern. Im Gegensatz zum Original sind die Gefechte im Remake deutlich interaktiver. Ihr steuert eure Charaktere in Echtzeit in den dreidimensionalen Arenen, führt Standardangriffe per Tastendruck aus, könnt aber auch die Zeit deutlich verlangsamen, um Magie zu nutzen, spezielle Skills einzusetzen oder Items zu gebrauchen. Wem das zu schnell geht, der kann alternativ das sogenannte klassische Kampfsystem nutzen, in dem normale Angriffe oder Ausweichrollen automatisch verwendet werden, um sich mehr auf Spezialattacken, Buffs oder Heilung zu konzentrieren.

Neuheiten inklusive

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Ganz neu für "Intergrade" sind die Optionen, die Square mit der sogenannten Streamlined Progression offeriert. Sie sollen das Game für Anfänger leichter machen, die Zugänglichkeit erhöhen und bei wiederholten Spieldurchgängen das ganze Erlebnis deutlich einfacher gestalten. Die gebotenen Optionen sind dabei breit und bieten verschiedene Möglichkeiten, um den Einstieg zu erleichtern. Beispielsweise können die Gesundheitspunkte aller Charaktere permanent auf das Maximum erhöht werden (Attacken, die einen mit einem Schlag erledigen, sind jedoch weiterhin tödlich, also ist Vorsicht geboten). Wer lieber in die Offensive geht, kann mit unendlichen MP Zauber ohne Unterbrechungen um sich werfen, was gepaart mit einer stets gefüllten ATB-Leiste für extrem schnelle und einseitige Kämpfe sorgt. Im Übrigen ist es möglich, die gewonnene Menge an Erfahrung permanent zu erhöhen (ein Vorteil, den man sonst erst nach einmaligem Durchspielen erhält) und unendlich Geld im Portemonnaie zu haben oder fast alle Gegenstände im Inventar zu besitzen. All diese Optionen kann man jederzeit an- und ausschalten, ganz nach eigenem Geschmack. Wer die Kämpfe in reiner Form geniessen will, aber dennoch einen Vorteil wünscht, füllt sein Inventar auf, während Spieler, die hauptsächlich an der Geschichte interessiert sind, jeden Kampf zum Klacks machen können.

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Diese zugänglichere Progression ist natürlich nicht nur in den Versionen für Switch 2 und Xbox Series verfügbar, sondern wird am Tag der Veröffentlichung, dem 22. Januar 2026, ebenfalls per Update für bereits erhältliche Fassungen hinzugefügt. Zusätzliche Optionen, besonders solche, die das Spiel für ein breiteres Publikum zugänglich machen, sind immer erwünscht. Hoffentlich können dank ihnen noch mehr Spieler in den Genuss von "Final Fantasy VII Remake" kommen.

Fazit

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"Final Fantasy VII Remake Intergrade" ist weiterhin eine mehr als gelungene Neuauflage eines der Klassiker der Videospielgeschichte. Ob man die neue Geschichte mag oder nicht, ist Geschmackssache, doch am Gesamtpaket gibt es nur wenig auszusetzen. Besonders die mit der Streamlined Progression eingeführten zusätzlichen Optionen sind jedoch eine wahre Freude, und hoffentlich erreicht der Start dieser Trilogie auf den beiden neuen Plattformen noch weitere Spieler, die bisher nicht in den Genuss des Titels gekommen sind.

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