Google Fitbit Air (& Google Health) - Test

Kein Display? Kein Problem!

Hardware: Test Beat Küttel

Es ist inzwischen eine gefühlte Ewigkeit her, seit Wearables wie Smartwatches und Fitness-Armbänder so richtig durchgestartet sind. Gerade seit die Geräte immer mehr Funktionen bieten und so immer genauer unsere Vitalfunktionen tracken können, möchten oder können viele Menschen kaum mehr darauf verzichten. Doch so ein Bildschirm am Handgelenk lenkt einen noch häufiger ab als ein Smartphone. Genau um dieses Problem zu adressieren, schickt Google mit dem Fitbit Air einen neuen, Display-losen Bewerber zu einem erschwinglichen Preis ins Rennen. Wir haben das neue Aktivitätstracking-Armband sowie die benötigte und ebenfalls neue Google-Health-App über eine Woche lang getestet und verraten euch, ob und für wen sich eine Anschaffung lohnt.

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Fitbit, seit 2021 zu Google gehörend, war ein Vorreiter und wichtiger Player im Fitness-Wearable-Markt. Aber natürlich überstrahlt seit einigen Jahren Apple mit seiner Apple Watch so ziemlich alles, wenn es um Wearables, Gesundheitstracking am Handgelenk und ähnliche Themen geht. Entsprechend werden wir ein besonderes Augenmerk darauf richten, warum man sich stattdessen für das neue Fitbit Air entscheiden könnte. Doch schön der Reihe nach.

Fitbit-Air-Unboxing

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Das Unboxing fällt eher unspektakulär aus. Neben dem eigentlichen Band, das in den Farben Obsidian, Lavender, Berry und Fog erhältlich ist, und dem Fitbit Air befindet sich ein proprietäres Ladekabel im Lieferumfang, das am einen Ende genau an das Fitbit Air passt und an der anderen Seite wie gewohnt über USB-C angeschlossen wird. Ebenfalls wie gewohnt ist leider kein Netzstecker im Lieferumfang enthalten. Sehr praktisch ist hingegen die Möglichkeit, das Fitbit Air, also die elektronische Komponente, an der sich auch alle Sensoren befinden, mühelos vom Band zu lösen. Wenn ihr also mehrere Bänder kaufen und je nach Stimmung wechseln wollt, ist dies problemlos möglich. Da sonst nichts Nennenswertes mehr in der Verpackung zu finden ist, geht es gleich ans Einrichten. Dabei kommt die komplett neue Google-Health-App zum Einsatz, welche die bisherige Fitbit-App ablöst. Indem man die App startet, kann man in den Pairing-Modus gelangen, wo dann das Fitbit Air ausgewählt und verbunden werden kann. Auch die für bisherige Apple-Watch-Jünger wichtige Möglichkeit, Daten aus Apple Health (oder diversen anderen Health- und Fitness-Apps) zu importieren oder zu synchronisieren, besteht und wird einem bei der ersten Einrichtung aktiv angezeigt. So weit so gut. Zeit, sich die Google-Health-App mal etwas genauer anzusehen.

Google-Health-App: Das Herzstück

Gerade wenn ein Gerät kein eigenes Display hat, um dem Nutzer Informationen zu vermitteln, ist eine sauber designte, übersichtliche und einfach zu bedienende App unabdingbar. Da die App ganz neu ist, benötigt man durchaus ein wenig Eingewöhnungszeit, doch grundsätzlich ist alles übersichtlich und logisch gegliedert. Zu den einzelnen Sektionen und Messwerten lassen sich bei Bedarf weitere Infos aufrufen. So wird die Benutzeroberfläche nicht zu sehr zugemüllt. Wer aber verstehen möchte, was genau gemessen wird und wozu, bekommt hier eine Erklärung.

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Unterteilt ist das Ganze in vier Haupt-Tabs: "Heute", "Fitness", "Schlaf" und "Gesundheit". Sie sind alle ziemlich selbsterklärend, aber wir schauen sie uns natürlich dennoch an. Der Heute-Tab ist ziemlich aufgeräumt und zeigt vor allem die für Bewegungstracker zum Standard gewordenen Daten wie Schritte, Distanz oder aufgezeichnete Aktivitäten (wie einen Spaziergang oder ein Training), die man zuletzt absolviert hat.

Im Fitness-Tab ist schon etwas mehr los. Neben einer Trainingsmediathek mit Video-Anleitung für Kategorien wie Krafttraining, Cardio oder auch Yoga findet ihr zudem diverse Diagramme und Daten zum Thema, etwa wichtige wie eure Ruheherzfrequenz oder etwas weniger entscheidende wie die Anzahl Stockwerke, die ihr heute erklommen habt. Natürlich könnt ihr euch auch hier immer wieder "reinklicken", um zu einzelnen Themen mehr zu erfahren oder beispielsweise eine Wochen- oder Monatsübersicht zu erhalten.

Der Schlaf-Tab bietet neben den grundlegenden Angaben wie Schlafdauer auch eine genaue Übersicht über die einzelnen Schlafphasen wie REM-Schlaf, Tiefschlaf usw., und ihr erhaltet dadurch obendrein eine Einschätzung zu eurer Schlafqualität und Schlafeffizienz im Allgemeinen. Wie lange ihr bis zum Tiefschlaf gebraucht habt und wie lange ihr während der Nacht allenfalls unruhig wart, wird hier ebenfalls getrackt. Wollt ihr einen Wecker stellen, um euch von dem Google Fitbit Air mittels Vibration wecken zu lassen (auf Wunsch sogar so, dass ihr nicht aus dem Tiefschlaf gerissen werdet), könnt ihr auch das hier tun.

Last but not least: der Gesundheit-Tab. Hier werden einerseits relevante Werte gemessen und angezeigt, darunter auch hier wieder im Zusammenhang mit eurem Herzen oder eurer Hauttemperatur. Doch vieles, was in diesem Tab passiert, hängt davon ab, was ihr manuell hinzufügt bzw. regelmässig eintragt. Neben dem Alter und dem Gewicht könnt ihr hier zum Beispiel Allergien, Impfungen und viele andere medizinisch relevante Daten erfassen. Ob ihr das möchtet, ist natürlich euch überlassen. In Sachen Ernährung ist hier ebenfalls vieles möglich, aber natürlich erneut nur, wenn ihr aktiv mithelft. Grundsätzlich könnt ihr hier aber per Google Health die allgemeine Kalorienaufnahme, jedoch auch einzeln Kohlenhydrate, Fett oder Eiweiss tracken. Und damit wären wir fast beim nächsten Abschnitt. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass die App gut und übersichtlich gestaltet ist und trotz ihres jungen Alters ohne Probleme das macht, was sie soll.

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