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Five Nights at Freddy's VR: Help Wanted - Test / Review

Horror zum Anfassen

Test Video Beat Küttel getestet auf PlayStation 4

Die “Five Nights at Freddy’s”-Reihe darf man wohl ohne zu zögern als Kult-Geheimtipp bezeichnen. Kult, weil diese eigentlichen kleinen und unscheinbaren Spiele eine loyale Gefolgschaft gefunden haben, und Geheimtipp, weil es dennoch sehr viele Leute gibt, die von “FNAF” vielleicht allenfalls schon gehört, aber nie selber einen Ableger gespielt haben. Für Besitzer eines VR-Headset bietet sich nun die Möglichkeit, diese Lücke zu schliessen. “Five Nights at Freddy’s VR: Help Wanted” bündelt gleich mehrere bereits erschienene Titel und lässt euch diese erstmals in VR erleben. Wie kommt der Horror in der virtuellen Realität rüber? Bietet das Game überhaupt genug Inhalt für den Preis? Diesen und anderen Fragen sind wir in unserem Review der PS4-Version (das Spiel ist aber auch für PC-VR-Headsets erhältlich) auf den Grund gegangen.

Bei den “Five Nights at Freddy’s” geht es zumindest in den Hauptteilen meist so ziemlich um das gleiche. Als Setting dient “Freddy Fazbear’s Pizza”, ein Lokal, welches sich selber als familienfreundlich anpreist. Nur geht dort nicht alles mit rechten Dingen zu. Besonders nachts und in den Hinterzimmern möchte man lieber nicht alleine sein in diesem Restaurant. Doch genau das seid ihr, und diesmal in VR und somit noch mehr mitten im Geschehen als je zuvor.

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Gameplay-technisch werden euch im Grunde jeweils Minigames, beziehungsweise räumlich begrenzte Aufgaben aufgetragen, ihr seid nämlich jeweils stationär an einem Ort. Ihr erkundet also nicht dunkle Korridore, sondern seid viel mehr an jeweils einem Ort, düster ist es dort aber umso mehr. Die Aufgaben bestehen mal darin, eine bestimmte Zeit lang zu überleben, oder bestimmte Anweisungen auszuführen, ohne dabei Fehler zu machen. Denn wenn ihr es nicht schafft, die Euch gestellte Challenge zu meistern, erwartet euch einer der Jump-Scares, welche zu der Serie einfach dazu gehören. Und wer weiss schon, was euch auch zwischendurch noch so an Schreckmomenten erwartet, die Spannung ist auf jeden Fall hoch, wenn ihr euch den Aufgaben widmet.

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In “Five Nights at Freddy’s VR: Help Wanted” sind unter anderem die Inhalte der ersten drei Hauptteile enthalten, neu aufpoliert für VR, und als eigene Modi sowie weitere Inhalte. Und die Frage, ob der Wechsel zu VR die Atmosphäre und das Mittendrin-Gefühl verstärkt, kann mit einem eindeutigen “ja” beantwortet werden. Ihr seid komplett umgeben von Freddys morbiden Restaurant-Hinterräumen, es ist dunkel und ihr seid von der Aussenwelt abgeschnitten. Zudem ist es sehr empfehlenswert, das Spiel mit zwei Move-Controllern zu spielen, da ihr dann noch mehr ins Spiel abtaucht. Reparatur-Arbeiten an den berüchtigten und gruseligen “FNAF”-Animatronics vornehmen oder den Security-Raum steuern fühlt sich mit “echten” Bewegungen, die ihr ausführt eben gleich nochmal viel besser an als mit dem DualShock-Controller. Es reisst einen dann doch ein wenig aus der Illusion, wenn man mittels DualShock ein Auge aus einem Fazbear-Animatronic entfernt und an einem vorgegebenen Platz ablegt, mit Move-Controller fühlt sich das alles besser und natürlicher an. Man darf von dem Spiel einfach kein episches Abenteuer erwarten, aber Fans wissen das bereits. Hier kriegt man es eher mit einzelnen Szenarien zu tun, die aber wirklich gut gemacht sind, und gerade in VR so richtig schön gruselig rüberkommen. Damit es nicht ganz zur Minispiel-Sammlung verkommt, gibt es aber rund um “FNAF” einiges an Story, versteckte Geheimnisse und sonstige mysteriöse Vorkommnisse, welche Fans lieben, und die auch Newcomer durchaus in ihren Bann zu ziehen vermögen.

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