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For Honor: Marching Fire - Test / Review

Nicht in meiner Festung!

Test Video Joel getestet auf Xbox One

Im Februar des letzten Jahres erschien Ubisofts "For Honor". Trotz anfänglich guter Bewertung hatte der Mix aus Prügelspiel und MOBA wegen Balanceprobleme Schwierigkeiten seine Spieler langfristig zu fesseln. Über ein Jahr später kommt mit "Marching Fire" die erste grosse Erweiterung. Wir haben uns angeschaut, was es damit auf sich hat und ob es sich lohnt, das Langschwert wieder aus dem Keller zu holen.

Während dem ersten Jahr wurden nach und nach neue Kämpferklassen über den Season Pass eingeführt. Dieses Jahr hat Ubisoft die Strategie geändert und bringt das grosse Update als Gesamtpaket heraus. Einige Neuerungen sind dabei kostenpflichtig, während andere allen Spielern zur Verfügung stehen. Egal welche Version von "For Honor" ihr besitzt, ihr erhaltet Zugriff auf den neuen Modus "Schlacht", sowie diverse optische Verbesserungen. Wer jedoch CHF 30.- auf den Tisch legt, kann sich mit der neuen Wu Lin Fraktion in die Schlacht stürzen, sowie sich alleine oder zu zweit im neuen Arcade-Modus gegen die KI messen. Die Kämpfer des Season Pass sind jedoch weiterhin nur durch den Pass oder eine Menge In-Game Währung verfügbar.

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Wer schon länger nicht mehr "For Honor" gespielt hat, wird feststellen, dass das komplette Tutorial überarbeitet wurde und jetzt alle Spielmechaniken in kleinen Missionen vorgestellt werden. Das Charakter-Training erlaubt zudem gezielt einen Kämpfer und seine Eigenarten zu trainieren. Nett ist dabei, dass wir auch Kämpfer ausprobieren können, die wir nicht besitzen.

Nicht in meiner Festung!

Mit dem Release von "Marching Fire" stehen allen Spielern der Modus "Schlacht" zur Verfügung. Dieser verbindet Elemente vom Singleplayer mit den klassischen 4 gegen 4 Matches des Multiplayers. Spieler werden in zwei Teams eingeteilt, die entweder eine Festung einnehmen oder diese verteidigen müssen. Dank vieler KI-Soldaten und einem unbarmherzig vorrückenden Rammbock, wirken die Matches deutlich epischer. Die Verteidiger sind dabei auch nicht nur auf ihre Waffen angewiesen, sondern müssen Fallen und andere Verteidigungsstellungen nutzen, um die feindliche Armee aufzuhalten. Ziel der Angreifer ist es nämlich ins Zentrum der Festung vorzudringen und den Kommandanten zu eliminieren. Dazu stehen ihnen aber nur eine begrenzte Anzahl an Leben zur Verfügung, die sie durch das Erreichen von Zwischenzielen aufstocken können.

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Die epischen Schlachten machen nicht nur Spass, sondern sind auch etwas taktischer als die bisherigen 4 gegen 4 Matches. Trotzdem schwächelt "For Honor" nach wie vor, wenn es um den Kampf mit mehreren Gegnern geht, die Karten sind zudem stellenweise so gross, dass es schwer sein kann, überhaupt seine Kontrahenten zu finden. Auch wenn der neue Spielmodus kein Meisterwerk der Innovation ist und stark vom MOBA-Genre inspiriert ist, so ist es doch eine gelungene Abwechslung und zweifelsohne der beste Weg "For Honor" mit 8 Spielern zu spielen. Der grosse Haken daran ist, dass in der getesteten Xbox-Fassung des Spiels nur noch sehr wenig Spieler überhaupt den neuen Modus spielten, was zu Wartezeiten um die 10 Minuten pro Match führte. Selbst wenn dann Spieler gefunden sind, stammen diese aus aller Welt, was zu Verbindungsproblemen führen kann.

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