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Game & Watch: Super Mario Bros. - Test / Review

Kleines Gerät, grosse Klassiker

Hardware: Test Video Beat Küttel

Spiele und Uhr-Funktionalität

Das erste Spiel, das hier enthalten ist, dürften wohl alle Gamer kennen und die allermeisten auch schon gespielt haben. Die Rede ist natürlich vom Klassiker "Super Mario Bros." aus dem Jahr 1985. Das Werk, das der Gaming-Industrie nach dem Crash kurz zuvor wieder Leben einhauchte und ganz nebenbei neue Standards hinsichtlich Leveldesign, Power-ups, Ingame-Musik und vieler anderer Bereiche etablierte, die bis heute nachhallen. Wer zwar Mario kennt, dieses Hüpfspiel-Urgestein aber noch nie gezockt hat, der sei gewarnt: Zu NES-Zeiten war das durchschnittliche Spiel noch um einiges härter als die meisten heutigen Mario-Abenteuer. Wer also ohne Hilfe der inzwischen legendären Warp-Pipe-Abkürzungen alle 32 Levels bezwingen will, hat einige Herausforderungen vor sich. Von Abgründen, einfachen Gumbas und Koopas bin hin zu Lakitu und den allseits verhassten Hammerbrüdern wird hier bereits einiges geboten. Doch wer in Welt 8-4 siegreich das Ende erreicht, darf sich selber auf die Schulter klopfen und fortan auch einen zweiten, schwereren Durchlauf starten. Anders als im NES-Original bleibt dieser Hard-Mode übrigens erhalten und geht nicht wie damals beim "Ausschalten" verloren. Eine Art manuelles Speichersystem fehlt hingegen leider. Anders als etwa im NES mini oder bei Nintendo Switch Online könnt ihr hier also nicht einfach vor einer besonders kniffligen Sprungpassage einen Speicherpunkt erstellen und dann stets von Neuem dort fortsetzen. Doch zum Glück haben die Programmierer ja im "Game & Watch: Super Mario Bros." viele Easter-Eggs versteckt. Dazu gehört auch, dass ihr durch längeres Drücken des A-Knopfes im Titelbildschirm mit unendlich vielen Leben in die beiden Mario-Abenteuer starten könnt. So zockt es sich deutlich entspannter, ohne stets ein Game Over im Nacken zu haben.

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Das gilt natürlich besonders für den anderen Haupttitel, den ihr hier spielen könnt. Bei "Super Mario Bros. 2" handelt es sich um den japanischen zweiten Teil, der hierzulande meist mit dem Untertitel "The Lost Levels" bekannt ist. Das Spiel wurde damals als zu schwer für den westlichen Markt eingeschätzt, und Nordamerika und Europa erhielten entsprechend einen ganz anderen zweiten Mario-Teil. Erst 1993 im Rahmen von "Super Mario All-Stars" durften Fans im Westen offiziell zum ersten Mal versuchen, diese Nuss zu knacken. Und tatsächlich: Das japanische "Super Mario Bros. 2" hat es in sich. Eigentlich eine Art Standalone-Expansion zum ersten Teil, bringt es neben richtig fiesen Gegner- und Fallen-Setups einige neue Spiel-Elemente mit. So etwa den Giftpilz, Windböen, rote, aggressivere Piranha-Pflanzen und noch einiges mehr. Gleich vom ersten Level an gibt es hier wenig Erbarmen. Es wäre zwar etwas übertrieben, den Titel als das "Dark Souls" der Mario-Games zu bezeichnen, aber eine Runde Aufwärmen im normalen "Super Mario Bros." empfiehlt sich auf jeden Fall.

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Natürlich muss bei einem Produkt mit dem Namen "Game & Watch" auch ein Spiel aus der entsprechenden Reihe mit dabei sein. Und leider ist es wirklich nur ein Spiel - da wäre doch sicher mehr drin gewesen, oder? Immerhin ist es mit "Ball" aber der allererste Game-&-Watch-Titel überhaupt und somit allein schon aus historischen Gründen interessant. Natürlich darf man sich keinen Illusionen hingeben. Aufgrund der damals sehr beschränkten Möglichkeiten fällt das Gameplay natürlich unglaublich simpel aus. Aber genau das ist der Reiz der Game-&-Watch-Spiele. Jeder kann sie verstehen, aber sie fordern einem mit steigender Geschwindigkeit einiges ab und liessen damals regelrechte Highscore-Kämpfe ausbrechen. In "Ball" geht es - ihr ahnt es schon - darum, Bälle zu jonglieren. Diese fliegen durch die Luft, und ihr müsst die Arme von Mario (oder wahlweise Luigi, den ihr mit einem kleinen Trick auch auswählen könnt) nach links und rechts bewegen, um so die Bälle nicht auf den Boden fallen zu lassen. Gut, dass Mario und Luigi hier mit von der Partie sind. Das war 1980 natürlich noch nicht so, aber dennoch erlaubt euch "Ball" einen Blick in Nintendos frühe Gaming-Ausflüge und ist als Pausenfüller zwischendurch bestens geeignet.

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