Gears of War: E-Day - Test / Review

Ein starkes Prequel mit mächtig Kettensägen-Power

Test Video olaf.bleich getestet auf Xbox Series X/S

Wie alles begann: "Gears of War: E-Day" erzählt die Vorgeschichte der berühmten Action-Saga. Also werft schon mal die Kettensäge eures Lancer-Sturmgewehrs an: Die Locust warten! Wir haben uns durch die Kampagne gekämpft und verraten euch, ob "E-Day" an die besten Zeiten der Reihe anknüpfen kann.

"Gears of War: E-Day" ist kein direkter Nachfolger des 2019 veröffentlichten "Gears 5", sondern spielt ganze 14 Jahre vor dem ersten "Gears". Schauplatz ist erneut der Planet Sera. Wie es der Titel "E-Day" schon erahnen lässt, rückt das Spiel den sogenannten "Emergence Day" in den Mittelpunkt. Was das ist? Der Tag, an dem die Locust aus dem Inneren der Erde herausbrachen und den Planeten überfielen. Die Kampagne von "Gears of War: E-Day" geht ihr entweder allein, im lokalen Zwei-Spieler-Splitscreen oder mit bis zu vier Teilnehmern im Online-Koop an. Und wir verraten euch, ob die rund 15 Stunden Spielzeit ein gutes Investment sind.

Bravo-Squad, sammeln!

Obschon wir die "Gears"-Veteranen Dominic Santiago und Marcus Fenix in den ersten Minuten noch entspannt in der Bar um die Ecke erleben, bricht doch sehr schnell die Hölle über der Metropole Kalona herein. Im Verlauf formiert ihr schliesslich das Bravo-Squad, zu dem neben Marcus und Dom auch noch Mags Carter und Lucas Reyes stossen.

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Die Geschichte hinter "E-Day" ist eigentlich schnell erklärt: überleben, die Ursachen für die Invasion der Locust finden und ihr irgendwie Herr werden. Zugleich entspinnen sich viele, teils emotionale Nebenschauplätze: Dominic Santiago lebt etwa in ständiger Angst um seine Familie, während Marcus Fenix mit dem Tod von Doms Bruder Carlos und dessen letzten Worten nicht zurechtkommt. Reyes dagegen ist der Rookie im Team, der teils unbeholfen, teils sympathisch für den einen oder anderen "Comic-Relief" sorgt.

Zugleich strotzt "E-Day" vor jeder Menge Onelinern, die stark an Actionfilme der 1980er erinnern. Nachdem Marcus etwa einen Locust mit der Lancer-Kettensäge zerteilt hat, meint er nur allzu gern: "Das war befriedigend!" Und ja, da hat der Gute schon recht.

Willkommen in Kalona

Wie schon "Gears 5" gönnt euch auch das aktuelle Abenteuer gewisse Freiheiten. Zwar ist "E-Day" ebenfalls kein klassisches Open-World-Spiel, präsentiert mit Kalona aber eine dynamische Hauptstadt, in der ihr Nebenaufgaben löst oder Sammel- und Ausrüstungsgegenstände sucht.

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Beispielsweise dürft ihr zu Beginn des zweiten und dritten Akts durch die Strassen der Metropole streifen. Hier zeigt sich eine Stärke in der Präsentation: Kalona entwickelt sich weiter. Ihr werdet also im Verlauf der Kampagne Zeuge der Zerstörung durch die Locust. Wo einst hübsche Gassen waren, zieht sich dann womöglich ein gewaltiger Krater durch die Landschaft. Diese Veränderung in der Umgebung unterstreicht noch mal das Setting und auch die vorherrschende Bedrohung.

Die Nebenmissionen selbst sind zumeist kurz, aber knackig: Mal befreien wir einen Zivilisten, der sich auf ein Häuserdach geflüchtet hat. Mal starten wir mit anderen Gears einen Hinterhalt auf patrouillierende Locust. Die Szenen sind solide präsentiert, auch wenn NPCs im Vergleich zu den übrigen Figuren grafisch deutlich abfallen und insgesamt eher steif statt natürlich wirken.

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Obgleich "Gears of War: E-Day" nur in Kalona spielt, gestalten sich die Schauplätze selbst sehr abwechslungsreich. Beispielsweise verlasst ihr über Umwege auch die City und erforscht später die waldreichen Regionen ausserhalb der Stadt oder macht gar die lokalen U-Bahn-Tunnel unsicher.

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