Genshin - Snezhnaya Patch 7.0 - Vorschau / Preview

Eisige Winde im hohen Norden

Vorschau Video Janina Woods

Nach sechs Jahren ist es endlich so weit: Die Nation Snezhnaya erscheint im Rahmen des Patches 7.0 in "Genshin Impact". Als das Land, aus dem angeblich alles Böse stammt und das seit 2020 als Finale angekündigt war, ist Snezhnaya mit sehr hohen Erwartungen belegt. Wir haben uns die neuen Landschaften, Städte und Charaktere aus Version 7.0 vorab angesehen, um herauszufinden, ob sich das Warten gelohnt hat.

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Vorab: Die beschriebenen Inhalte stammen vom Media-Preview-Server und können in der Release-Version von den genannten Details abweichen. Die Story des neuen Patches ist ebenfalls in dieser Preview nicht enthalten, weshalb die Vorschau sie nicht berücksichtigt.

Die neue Welt

Es wird kalt. Die Tundra im Gebiet Nod-Krai war nur ein Vorgeschmack auf die echte Kälte und Erbarmungslosigkeit des hohen Nordens. Von Anfang an wird klargemacht, dass dies die Nation des Cryo-Elements ist: Schneestürme, Eisberge und Gletscherhöhlen heissen den Spieler willkommen. Wie in der Region Dragonspine kann der Spieler sich nur eine kurze Zeit in der Kälte aufhalten, auch wenn diese Mechanik überarbeitet worden ist und sich nun besser anfühlt. Die Bewohner von Snezhnaya wirken dieser Kälte durch eigens gebaute Wärmequellen entgegen, die isolierte Inseln des Rückzugs im Land des Eises bilden. Zwischen diesen Inseln kann man sich zu Fuss den Elementen stellen oder einfach den Zug nehmen. Letzterer lässt automatisch an Szenen aus "Snowpiercer" oder Murder-Mysteries wie "Mord im Orient-Express" denken. All diese Geschichten spielen, wie auch Snezhnaya, mit dem Gedanken der Isolation von der Aussenwelt und dem Einfluss dessen auf die eingeschlossenen Menschen. Jede Insel steht symbolisch für die Geschichte von Snezhnaya selbst, der Nation, die sich von den anderen durch ihre Entscheidungen abgekapselt hat.

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Durch die verschiedenen Inseln und das kalte Land dazwischen wirkt Snezhnaya anders, aber vor allem ungemütlicher als die anderen Nationen. Von wenigen Quest- und Minizonen abgesehen, konnte man bisher immer in Ruhe und Frieden jede Landschaft erkunden. In Snezhnaya kann man sich nur in den Hubs wirklich ausruhen. Jeder Ausflug in die Kälte hat eine Deadline, auch wenn sie verlängert werden kann. Bleibt man dennoch zu lange draussen, erfriert man. Zwar ist nicht jede Region von Snezhnaya so aufgebaut, doch vor allem in den Startgebieten fühlt es sich so an, als würde das Land an sich den Spieler ablehnen. Durch verschiedene Eiskonstrukte kann man dem entgegenwirken und das Land an sich sogar zu einem gewissen Grad formen. Dadurch fühlt sich die Reise wie ein Vorstoss in unbekanntes Terrain an und nicht wie ein Spaziergang durch den Wald. Wie sich diese Mechaniken in den Gebieten späterer Patches entwickeln, bleibt spannend.

Charaktere

Mit der Balletttänzerin Odette und dem Jäger Alyosha läuten zwei neue Charaktere die Zeit der Stellar-Reactions ein. Wie auch in Natlan und Nod-Krai haben die Snezhnaya-Helden eine eigene Mechanik, die neue Elementarreaktionen bildet. Diese Reaktionen sind noch immer das Kern-Gameplay von "Genshin Impact". Dadurch, dass sie diese auch auf ältere Charaktere ausweiten, sind neue Gruppenkombinationen möglich, und lange nicht gebrauchte Charaktere wie zum Beispiel Yae Miko oder Qiqi erhalten einen zweiten Wind. Odette und Alyosha zeigen als erste Kontaktpunkte des Spielers zwei verschiedene Seiten von Snezhnaya auf: Während Odette die erbarmungslose Kälte ist, in der man ein bisschen Wärme sucht, ist Alyosha ein vertrauenswürdiger Kampfgefährte, der im Notfall auch rücksichtslose Kälte zeigen kann.

Third-Person-Shooter

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Die grösste Gameplay-Änderung ist der Third-Person-Shooter-Modus. Obschon frühere Events dem Spieler öfter ein Gewehr in die Hand gegeben haben, war es bisher nicht möglich, es im Sinne eines klassischen Shooters zu benutzen. Mit dem "Shadow Realm" führt der Patch 7.0 eine Umgebung ein, die komplett auf Shooter-Gameplay ausgelegt ist. Sie ist allerdings separat zu der normalen Welt in Teyvat. Die Dailys mit dem Gewehr zu bestreiten, ist also weiterhin nicht möglich. Zusätzlich zur neuen Waffe bekommt der Spielcharakter auch ein neues Kostüm und die Möglichkeit, das Aussehen der Waffe zu verändern. Doch auch mit diesen Änderungen wird "Genshin Impact" kein Shooter. Das Gameplay ist sehr simpel und kann mit Hilfsfunktionen noch mehr vereinfacht werden. Wer also keinen Shooter spielen will, dem wird vieles abgenommen.

Grafik und Audio

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Grafisch bleibt "Genshin Impact" immer noch "Genshin Impact". Man merkt dem Game das Erscheinungsjahr 2020 an. Viele andere Spiele haben den Comic-Stil kopiert und detaillierter gemacht. Auch die Charaktere sind in anderen Titeln dynamischer animiert und gestaltet. Es ist allerdings nicht schlecht, dass "Genshin Impact" sich selbst treu bleibt. Natürlich bieten die neuen Gebiete eindrucksvollere Set-Pieces, Effekte und Designs, sie würden aber in den alten Gebieten auch nicht fehl am Platz wirken. So passen ältere Charaktere umgekehrt immer noch in die neue Welt und ermöglichen Quests an verschiedensten Orten und mit diversen Casts, ohne die Illusion so zu zerstören. In einem Gebiet, in dem die Story von sechs Jahren endlich zu Ende geht und viele verschiedene Charaktere aus allen Nationen erwartet werden, ist diese simple grafische Harmonie wünschenswert. Auf der Audioseite ist alles beim Alten: Die orchestralen Musikstücke sind herausragend und die Soundeffekte passend. Die Sprecher machen weiterhin einen sehr guten Job. (Das Game wurde mit englischer Sprachausgabe getestet.) Alles in allem kann mehr vom gleichen Standard erwartet werden.

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Für die Autorin dieser Zeilen, die "Genshin Impact" seit sechs Jahren treu geblieben ist, war die Möglichkeit, die Welt in der Preview in Ruhe anzusehen, auch eine Chance, Snezhnaya zu entdecken. Vor allem die kleinen, intimen Szenen von Wärme in der Mitte des eisigen Landes konnten beeindrucken. Der Kontrast zwischen bitterer Kälte und warmem, einladendem Licht ist atmosphärisch und wunderschön anzusehen. Trotz Sommerhitze zum Erscheinungszeitpunkt wirkt Snezhnaya so kalt, wie es sein soll. Die Gebiete, die nicht von ewigem Eis bedeckt sind, bieten eine solide Abwechslung und zeigen, wie das Land aussehen könnte. Snezhnaya fühlte sich schon in den ersten Stunden sehr anders als die anderen Nationen an: grösser, unbarmherziger und trotzdem noch schöner.

Fazit

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Es ist abzusehen, dass Snezhnaya einen würdigen Abschluss der Story von "Genshin Impact" bildet. Das gesamte Ensemble versammelt sich im hohen Norden, um die Geheimnisse, die uns seit sechs Jahren begleiten, aufzuklären. Wer bisher mit "Genshin Impact" nichts anfangen konnte, wird auch mit Patch 7.0 nicht glücklich. Alle anderen bekommen mehr von dem, was sie lieben: Neue Welten, Storys, Charaktere - und natürlich viele Möglichkeiten, Geld im Gacha-System auszugeben.

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