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GRID - Special

Die Feinde, die ich rief

Artikel Video Nico

Vergangene Woche haben wir bereits unseren Test zu "GRID" veröffentlicht. Im heutigen Special setzen wir uns erneut ins virtuelle Cockpit und beleuchten die künstliche Intelligenz eingehender. Schliesslich nimmt sie bei jedem Renntitel einen wichtigen Teil ein und entscheidend mitunter auch zwischen gutem und schlechtem Spiel.

Ungeplant

Wir düsen die kurvenreiche Bergstrecke im japanischen Mizo hinauf, gehen in den Kurven vorsichtig vom Gaspedal und versuchen zu perfekten Drifts anzusetzen. Wir spüren: Uns gelingt förmlich alles. Bald werden wir den Führenden von Platz 1 verdrängt haben. Wir planen bereits, auf der nächsten Geraden den Windschatten zu nutzen, um den Kontrahenten zu überholen.

Doch dann passiert es: Der Führende begeht einen Fahrfehler! Sein Wagen steht plötzlich quer auf der Rennstrecke. Im Schock reagieren wir zu spät und befinden uns wenig später bereits selbst im Stillstand. Gleichzeitig ziehen die Konkurrenten in ohrenbetäubendem Lärm an uns vorbei. Einer gefolgt von dem anderen.

Es sind Momente, die uns gewiss auch zum Fluchen bringen. Jedoch wird uns damit bewusst, welch hervorragender Arcade-Racer "GRID" ist. Sicherlich ist es ungemein frustrierend, aufgrund eines gegnerischen Fahrfehlers ein perfektes Rennen in den Sand zu setzen. Auf der anderen Seite spiegelt das Spiel damit aber die Realität wider: Gewiss ist uns nichts. Jene Unvorhersehbarkeit der gegnerischen KI ist es, die jedes Rennen komplett neu gestalten kann.

Die Pioniere

Screenshot

Dass Codemasters ein ausgezeichneter Videospiel-Entwickler ist, sollte kein Geheimnis mehr sein. Mit Serien wie "DiRT" oder "F1" hat das Studio schon mehrmals tolle Qualität geboten. Ein wichtiger Pfeiler des Erfolgs ist die Innovation. Vor über zehn Jahren hat das Unternehmen erstmals das Rückspiel-Feature in ein Rennspiel eingebaut. Ihr wisst schon: Die Funktion, die wir uns auch oft im wirklichen Leben wünschen, etwa wenn wir uns vor unserem Date blamiert haben. Dank Codemasters können wir seit einem Jahrzehnt unsere digitalen Fahrfehler rückgängig machen. Heute ist dieses bahnbrechende Feature bereits Standard in der Rennspiel-Industrie. Wer weiss, ob wir an dieser Stelle in zehn Jahren über das Nemesis-System diskutieren werden? Dies ist es, das "GRID" ungemein bereichert.

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