Halo: Campaign Evolved - Test / Review

Gelungene Neuauflage oder dreiste Geldmacherei?

Test Video Sönke Siemens getestet auf PlayStation 5

Noch heute gilt das am 15. November 2001 als Starttitel für Microsofts erste Xbox veröffentlichte "Halo: Combat Evolved" als einer der wegweisendsten Ego-Shooter überhaupt. Nicht nur, weil es die Dual-Analog-Stick-Steuerung für Konsolen-Shooter perfektionierte, sondern auch, weil es Fahrzeuge nahtlos ins Gameplay integrierte, eine für damalige Verhältnisse ziemlich clevere Gegner-KI hatte, ein innovatives Gesundheitssystem einführte und eine komplett im Koop spielbare Kampagne bot.

Angesichts des bevorstehenden 25-jährigen Jubiläums der Marke Xbox im November bringt Microsoft nun eine "Halo"-Neuauflage an den Start, die dem damals von Bungie entwickelten Shooter-Klassiker neues Leben einhauchen will - nicht nur auf Xbox Series und PC, sondern erstmals auch auf PlayStation 5. Ob der Titel aus der Feder der Halo Studios den hohen Erwartungen gerecht werden kann, erfahrt ihr in unserem Test.

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In den drei Bonuslevels von Halo: Campaign Evolved bekommt ihr es mit den kernigen Brutes zu tun

Wie der Name "Halo: Campaign Evolved" bereits andeutet, liegt der Fokus dieses Remakes klar auf der Story-Kampagne. Der Versus-Multiplayer des Spiels fehlt hier komplett. Allerdings dürft ihr die Kampagne auf Konsole wie gehabt im Splitscreen-Modus zu zweit angehen. Im Gegensatz zu früher gibt es nun ausserdem einen Online-Koop-Modus für bis zu vier Spieler. Crossplay wird ebenfalls unterstützt, wodurch zum Beispiel auch Xbox- mit PlayStation-Nutzern ein Koop-Team bilden können.

Der Master Chief meldet sich zurück

Erzählerisch orientiert sich "Halo: Campaign Evolved" sehr eng am grossen Vorbild von 2001. Wie gehabt schlüpft ihr in die Rolle von Master Chief Petty Officer John-117, vielen besser bekannt als Master Chief. Zu Spielbeginn befindet sich der Spartan-II-Supersoldat an Bord eines Raumkreuzers des United Nations Space Command (UNSC), der gerade den Hyperraum verlässt und sich plötzlich in der Nähe einer mysteriösen Ringwelt wiederfindet.

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Die Kanone der fliegenden Wächtereinheiten könnt ihr nun - wie in Halo 2 - aufheben und selbst verwenden

Wenig später tauchen Raumschiffe einer der UNSC feindlich gesonnenen Alien-Rasse namens Covenant auf, entern die Pillar of Autumn und sorgen für Chaos. Kapitän Keyes befiehlt daraufhin, das Schiff aufzugeben und die Super-KI Cortana in die Obhut des Master Chiefs zu transferieren. Denn würden die Aliens Cortana in die Finger bekommen, bestünde die Gefahr, dass sie die Koordinaten der Erde ausfindig machen und auch diesen Planeten angreifen. Nach einer actiongeladenen Auftaktsequenz, die wie damals als kurzes Tutorial dient, müssen der Chief, Cortana und zahlreiche Marines auf der nahe gelegenen Ringwelt notlanden. Dort angekommen, gilt es dann herauszufinden, was es wirklich mit der Ringwelt - hier Halo genannt - auf sich hat. So weit, so bekannt.

Wer das Xbox-Original wie seine Westentasche kennt, dem werden allerdings schnell die in vielen Details angepassten Zwischensequenzen und Dialoge auffallen. Während man im Original zu Spielbeginn zum Beispiel lediglich einen Kameraflug um die Pillar of Autumn erlebt, ist hier im Intro erstmals das Verlassen des Hyperraums visualisiert, dicht gefolgt von einem coolen Flug entlang des Raumschiffs aus der Perspektive eines wendigen Gleiters. Auch die Dialoge wirken in einigen Punkten moderner und professioneller vertont, verändern dadurch jedoch auch teilweise die 2000er-Jahre-Tonalität des Originals.

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Der neue Look von Cortana weiss zu gefallen, wenngleich sie optisch etwas anders aussieht als im Xbox-Original

Die anfängliche Schimpftirade von Sergeant Johnson zum Beispiel kommt im Remake etwas kompakter herüber und klingt zugleich weniger rüpelhaft. Weil sich natürlich auch Animation und Grafik massiv verbessert haben, wirkt das Spiel so insgesamt deutlich cineastischer. Schade nur, dass es an einigen Stellen zu eher abrupten Übergängen zwischen Gameplay und Zwischensequenzen kommt.

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