Halo: Campaign Evolved - Test / Review

Gelungene Neuauflage oder dreiste Geldmacherei?

Test Video Sönke Siemens getestet auf PlayStation 5

Das bisher schönste Halo

Wie ihr anhand des hier präsentierten Materials sehen könnt, braucht sich "Halo: Campaign Evolved" grafisch auf keinen Fall zu verstecken. Im Gegenteil: Der visuelle Sprung im Vergleich zu vorherigen Versionen des ersten Teils ist dank Unreal Engine 5 massiv und begeistert mit wesentlich detaillierteren Einheiten, Fahrzeugen, Waffen, Umgebungen und Effekten.

Screenshot
Grafisch läuft Halo: Campaign Evolved auf Unreal Engine 5 und sieht dabei richtig atmosphärisch aus

Sei es nun der sanfte Wellengang an den malerischen Sandstränden des Halo-Rings, der düstere Sumpf vor Beginn des Bibliothekslevels oder die tollen Lichteffekte auf der abgestürzten Pillar of Autumn: Das Remake kann sich sehen lassen und lief in der von uns getesteten PS5-Fassung auch sehr konstant mit 60 fps. PS5-Pro-Nutzer freuen sich ausserdem über PSSR-Support.

Wichtig: Bevor ihr "Halo: Campaign Evolved" auf der Sony-Konsole spielen dürft, müsst ihr euch mit einem Microsoft-Konto anmelden und es mit eurem PSN-Account verknüpfen. Das ist etwas umständlich, war aber auch schon bei Microsofts "Forza Horizon 5" für PS5 der Fall.

Fazit

Vor allem im Koop-Modus und auf einem der höheren Schwierigkeitsgrade entpuppen sich die Kampagne sowie die drei solide gemachten Bonusmissionen als launige Herausforderung für Genrefans. Das Gunplay ist gewohnt stark, Gameplay-Neuerungen wie die neun zusätzlichen Waffen fügen sich sinnvoll ein, und die teils verdammt gut versteckten Schädel erweisen sich als spannende Modifikatoren, um weitere Kampagnen-Durchläufe mit Freunden zu starten. Die Feind-KI hingegen hat sich in unseren Augen nach knapp zweieinhalb Dekaden zu wenig weiterentwickelt, und auch mehr zerstörbare Objekte innerhalb der Umgebungen hätten für neue Wow-Momente gesorgt. Ärgerlich zudem, dass der Splitscreen-Modus weiterhin nur auf Konsolen funktioniert, nicht aber in der PC-Version des Spiels.

Screenshot
An Bord eines Banshees durch die Levels zu sausen, macht auch im Remake viel Spass

Die audiovisuelle Frischzellenkur hingegen ist - mal abgesehen von einigen zu abrupten Übergängen vom Gameplay zu Zwischensequenzen - ziemlich gelungen. Trotzdem: Nach spätestens zwei Kampagnen-Durchgängen wünscht man sich als Fan der ersten Stunde den Mehrspielermodus zurück.

Macht summa summarum ein gutes, aber nicht perfektes Remake, das wir insbesondere Koop-Enthusiasten und all jenen nahelegen, die ein Stück Shooter-Geschichte mit zeitgemässer Präsentation nachholen möchten.

Kommentare

Halo: Campaign Evolved Artikel