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Hitman 2 - Test / Review

Das Morden ist des Hitmans Lust

Test Video Benjamin Braun getestet auf Xbox One X

Glazköpfiges Chamäleon

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In so gut wie jeder der sechs Hauptmissionen gilt es zwei bis drei Zielpersonen auszuschalten. Zumeist sind deren Identität und Position von Beginn an bekannt. Nutzt ihr die unbegrenzt verfügbare Instinkt-Sicht, werden wie Gegner und interaktive Objekte in der näheren Umgebung hervorgehoben, die Zielpersonen sind rot markiert aus jeder Entfernung sichtbar. Ihr könnt natürlich nicht einfach hinlaufen und kurzen Prozess mit ihnen machen. Denn überall lauert Wachpersonal, das euch nicht passieren lässt und womöglich gleich das Feuer eröffnet, wenn ihr euch nicht entsprechend tarnt. Deshalb besorgt ihr euch wie gewohnt die Klamotten von Security-Leuten, verkleidet euch als Kellner einer Party oder auch als Gärtner, um euch ohne Aufmerksamkeit zu erregen das jeweilige Areal betreten zu können. Auch die Kleidung einiger einzigartiger NPCs könnt ihr nutzen und euch zum Beispiel in Mumbai als Schneider Zugang zu einer der drei Zielpersonen zu verschaffen.

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Eine Verkleidung gewährt euch allerdings keine Narrenfreiheit. Als Soldat verkleidet seht ihr in Kolumbien für die meisten wie jeder andere Soldat aus. Es gibt jedoch wie im Vorgänger immer auch NPCs, die hochrangiger und entsprechend besser informiert sind. Kommt ihr ihnen zu nahe, werden sie schnell skeptisch und lassen eure Tarnung auffliegen. Diesen Personen sollte ihr also tunlichst aus dem Weg gehen. Ein weisser Punkt über ihrem Kopf verrät euch dankenswerterweise bereits aus grösserer Entfernung, wer euch erkennen würde und wer keine Notiz von euch nehmen wird. Das gilt aber auch für Letztere nur, wenn ihr euch unauffällig verhaltet. Wer irgendwo herumschleicht oder als Maskottchen beim Autorennen verkleidet mit der gezogenen Waffe herumläuft, erregt selbstredend bei jedem Aufmerksamkeit. Auch andere Aktionen wie das Betätigen eines Feueralarms sind verdächtig, weshalb ihr Sorge dafür tragen müsst, dass euch dabei niemand beobachtet. Während ihr dieses System in praktisch identischer Form aus dem Vorgänger bereits kennt, kommt mit den Überwachungskameras ein neues System hinzu. So lange euch niemand dabei entdeckt, könnt ihr die gefahrlos mit einem schallgedämpften Schuss einfach zerstören – so allein seid ihr allerdings selten. Vermeiden müsst ihr allerdings nicht, dass ihr gefilmt werdet. Denn nur, wenn die Kamera etwa aufzeichnet, wie ihr einen leblosen Körper über den Boden schleift, kommt es zu einem Alarm. Ansonsten leidet lediglich eure Bewertung am Ende der Mission darunter, wenn ihr gefilmt wurdet – erreicht ihr den Videoüberwachungsraum, könnt ihr derartige Beweise jedoch vernichten.

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