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Hitman (2015) - Vorschau

Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert

Vorschau Benjamin Kratsch

Agent 47 legt sich gerade im Kino mit seinen beiden Desert Eagles mit einer ganzen Armee an. Das ist im 2015er-Reboot „Hitman“ keine gute Idee, denn nach nur ein paar Treffern geht der Glatzkopf zu Boden. Das kennt und liebt man, neu ist allerdings die offene Welt, die riesigen Gelände, die hundertfachen Möglichkeiten zum Ziel zu kommen, Gifte im Labor zu mischen, Fallen zu stellen und wie stark dabei die Umgebung mitspielt. „Hitman“ im Preview.

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Der Auftrag für Agent 47 ist klar: Viktor Novakov muss heute Nacht sterben. Nur zum Schein hält er eine glamouröse Modegala, in Wirklichkeit dient die schwer bewachte Villa der Demo zum 2015er „Hitman“ im Herzen von Paris als Treffpunkt für seine Organisation IAGO, die mit Geheimdienstinformationen handeln. Entsprechend hoch sind die Sicherheitsmassnahmen, entsprechend viele Eventualitäten muss ich einplanen. Bei einem Angriff auf der Terrasse, wo er Interviews hält, würden ihn seine Bodyguards entweder in den Helikopter im Garten bringen oder in eine der gepanzerten Limousinen evakuieren. Eine davon steht in der Garage, eine weitere vor dem Eingang. Hmm, ich könnte ja einen kleinen Sprengsatz hochgehen lassen, für die Evakuierung sorgen und ihn dann kurz vor dem Heli abpassen. Doch weit gefehlt, denn das exzellente Security-Team schwärmt in einer solchen Situation mit Kevlarwesten geschützt und MP5s sowie M4-Sturmgewehren bewaffnet aus und checkt die Lage.

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Wird das Areal für zu gefährlich eingestuft, landet ein Helikopter auf dem Dach oder sie nehmen das Schnellboot, was an der Nordseite des Anwesens vor Anker liegt. Die radikale Assassinen-Methodik kann also funktionieren, ist aber ziemlich schwierig. Wie wäre es denn stattdessen einen der Securitys aus der ersten Sicherheitszone direkt am Zaun abzupassen, ihm Keycard und Uniform zu stibitzen und sich so Zugang zu verschaffen? Keine schlechte Idee, allerdings hat die K.I. in „Hitman“ mächtig dazu gelernt. Um die Villa betreten zu dürfen, muss ich am persönlichen Bodyguard-Team des russischen Oligarchen vorbei. Die tasten mich gründlich ab, finden sie eine Waffe, schlagen sie Alarm und eröffnen direkt das Feuer. Waffen reinschmuggeln ist also sehr schwierig, es sei denn ich verstecke sie in einem Catering-Mobil und hole sie am Lieferanteneingang wieder ab. Doch mein Ziel ist eigentlich die Bar im ersten Stock, denn ihr erinnert euch sicherlich alle noch daran, wie James Bond höchstpersönlich in „Casino Royale“ ausgeknockt wurde.

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