Hot Wheels: Infinite Rush - Test / Review

Spassiger Spielzeug-Raser mit Sand im Open-World-Getriebe

Test olaf.bleich getestet auf PlayStation 5

Mit "Hot Wheels Infinite Rush" wagt Milestone den Sprung in halb offene Spielwelten und erweitert die bekannte Arcade-Raserei um mehr Freiheit, Sammelspass und Kreativoptionen. Doch funktioniert das neue Konzept wirklich? Oder verliert der Fun-Racer dabei einen Teil seiner bisherigen Stärke?

Rennspiel-Enthusiasten kennen das im italienischen Mailand beheimatete Studio Milestone vor allem für Simcade-Racer wie "MotoGP" oder "RIDE". Doch in den vergangenen Jahren machten sich die PS-Profis auch zunehmend einen Namen mit puren Arcade-Titeln wie etwa "Screamer" oder der 2021 gestarteten "Hot Wheels"-Reihe.

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Die Spielzeug-Flitzer trafen bei der Community ganz offensichtlich einen Nerv - irgendwo zwischen Kinderzimmer-Nostalgie und purem Spielspass. Das für PC, PlayStation 5, Xbox Series S/X und Nintendo Switch 2 erscheinende "Hot Wheels Infinite Rush" geht allerdings einen Schritt weiter und liefert neben einer ganzen Fülle an Kreativ- und Sammeloptionen erstmals auch halb offene Inselwelten als Spielwiesen. Das verändert spürbar das Gameplay, bringt aber nicht nur Vorteile mit sich.

Vier Inseln erwarten euch

Eine Geschichte bietet "Hot Wheels Infinite Rush" nicht. Im Grunde geht es hier in erster Linie um die Freude am Fahren und am Sammeln der freischaltbaren Spielzeugautos. Ach ja, und ihr wollt natürlich Champion werden und müsst euch zu diesem Zweck auf jeder der vier Inseln durch eine ganze Reihe von Rennen arbeiten.

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Und damit sind wir auch schon bei der wichtigsten Änderung gegenüber dem Vorgänger. War Milestones erstes "Hot Wheels" noch eine lineare Spielerfahrung, geht es in "Infinite Rush" auf den vier Miniwelten Gearville, Wheelswood, Tentacle Bay und Drifty Temples zur Sache. Orange markierte Events kennzeichnen dabei Hauptrennen, während Nebenaufgaben auf der Karte blau markiert sind. Hinzu kommen die gelb dargestellten Händler, bei denen ihr zuvor verdiente Goldmünzen in neue Karossen, Sounds und Effekte investieren könnt. Geheime Händler cruisen überdies durch die Strassen und möchten mit einer zusätzlichen Währung bezahlt werden.

Zwischen den Inseln wechselt ihr mithilfe des örtlichen Flughafens - und eines anschliessenden Ladebildschirms. Eine direkte Verbindung zwischen den Lokalitäten existiert leider nicht.

Spassiger Arcade-Baukasten

Das neue "Hot Wheels" spielt sich gewohnt unkompliziert. Die Fahrzeuge reagieren sehr direkt auf Lenkbewegungen, und dank des aufladbaren Boosts entsteht ein sehr gutes Geschwindigkeitsgefühl. Die Szenarien der Inseln strotzen zwar nicht unbedingt vor Kreativität, bringen aber dank der Einbindung der Spielzeug-Sets einen hohen Wiedererkennungswert mit. Sehr schön: Crashes bremsen euch nicht hart aus, sondern verlangsamen euer Fahrzeug nur leicht. Wenn hier also Anfänger zu Werke gehen, hält sich der Frust in Grenzen.

"Infinite Rush" kategorisiert seine über 150 Fahrzeuge in die Klassen Flexi, Drifter, Raser und Titan. Das bedeutet: Mit Driftern schlittern wir besonders gekonnt um Kurven, Titanen kommen gut mit unwegsamem Gelände zurecht, Raser sind besonders schnell, und Flexi sind ein Mittelding aus all diesen Fahrzeugtypen.

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Das Spiel koppelt Haupt-Events zumeist fest an bestimmte Klassen oder gibt die zur Verfügung stehenden Wagen sogar vor. Ihr werdet also auch auf Drift-Events treffen, die ihr etwa mit einem Raser angehen müsst. Und an dieser Stelle kommen die Verbesserungsoptionen zum Einsatz. So verpasst ihr euren Boliden bis zu vier Zusatzmodule und wertet damit deren Eigenschaften auf. Ihr spendiert euren Fahrzeugen etwa einen zusätzlichen Boost oder verbessert ihre Eigenschaften beim Driften.

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Im Grunde ist das auch schon die grösste Stärke von "Hot Wheels Infinite Rush". Es gibt eine Menge freischaltbarer Fahrzeuge, zahlreiche Kreativ- und Anpassungsoptionen sowie eine Vielzahl an Events und Veranstaltungen. Wer möchte, kann im Track-Builder eigene Kurse zusammenstecken oder im Lackierungs- und Sticker-Editor neue Bauteile zum Verschönern der Autos aktivieren. Dadurch entsteht ein ungemein stimmiges Gesamtbild eines Spielzeug-Racers, der auf der einen Seite auf der Strecke Spass macht, aber auch mit Kreativoptionen punktet. Dazu gibt es Multiplayer-Optionen und passenderweise auch einen lokalen Vier-Spieler-Modus, wodurch die Couch zur Rennstrecke wird. "Infinite Rush" ist daher ausgezeichnet als Familienspiel geeignet, bei dem man bastelt, sammelt und um die Wette fährt.

Und an dieser Stelle kommt es auf euren persönlichen Geschmack an: Kauft ihr "Hot Wheels", weil euch der Baukasten besonders zusagt, dann seid ihr hier an der absolut richtigen Adresse. Erwartet ihr von dem Spiel aber gehobene Open-World-Fahrkunst, könnte das für Probleme sorgen.

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