Vor gut sieben Jahren begeisterte Guerrilla Games die Spieler mit einem Action-Adventure der besonderen Art. Nun erscheint das erste Abenteuer von Kriegerin Aloy inklusive der grossen Story-Erweiterung "The Frozen Wilds" als Remastered-Fassung für PS5 und PC. Unser Test verrät, ob sich die Anschaffung lohnt.

Als "Horizon Zero Dawn" im Jahr 2017 erstmals für PlayStation 4 erschien, war allein schon die visuelle Kulisse des Open-World-Abenteuers ziemlich beeindruckend. Für die Remastered-Fassung des Studios Nixxes Software, das in den vergangenen Jahren unter anderem für die PC-Umsetzungen von "Ratchet & Clank: Rift Apart", "Ghost of Tsushima" und "Horizon Forbidden West" verantwortlich war, überlässt das Team aus den Niederlanden nichts dem Zufall. In "Horizon Zero Dawn Remastered" gibt es nicht nur natives 4K und bessere Effekte, sondern neben vielen weiteren Neuerungen auch frische Animationen, Dialoge und mit der bereits vollständig integrierten Story-Erweiterung "The Frozen Wilds" gut zehn und mehr zusätzliche Spielstunden. Wenn ihr mehr über Story, Spielwelt und Gameplay erfahren wollt, konsultiert unseren damaligen PS4-Test zum Hauptspiel "Horizon Zero Dawn" und unsere separate Review zur Story-Erweiterung "Frozen Wilds".
Neuer Glanz in 4K
Richtig gut sah "Horizon Zero Dawn" schon zur Erstveröffentlichung auf der PS4 im Jahr 2017 aus. Natives 4K war auf der vorherigen Sony-Konsole allerdings noch nicht möglich. Die PS5 hingegen stemmt die 2160p - in der PC-Fassung geht das selbstredend nur, wenn ihr die entsprechende Hardware verbaut habt. In der Neuauflage ist entsprechend alles erheblich schärfer als im Original. Details wie Gräser oder von Umgebungstexturen sind nun selbst aus grösserer Entfernung noch bestens zu erkennen.

Die höhere Auflösung ist aber bei Weitem nicht das Einzige, was sich verändert. So hat Nixxes das gesamte Beleuchtungssystem überarbeitet, wodurch das Spiel sowohl am Tag als auch in der Nacht realistischer aussieht. Dass sich in den Dörfern nun mehr NPCs gleichzeitig tummeln oder die Entwickler neue Animationen etwa in den Dialogen einbauen, mag zwar im direkten Vergleich auffallen. Dass die Remastered-Fassung dadurch allerdings in grossem Stil profitiert, würden wir jetzt nicht unterschreiben. Auch da mag ein Sprung vorhanden sein. Der dürfte sich jedoch selbst Kennern des Originals bestenfalls in Teilen erschliessen.

Die Neuauflage profitiert dafür in einigen anderen Bereichen. So fallen die Ladezeiten nach einem Tod oder bei der Schnellreise trotz der stark verbesserten Grafik merklich kürzer aus. Das Spiel bringt zudem offiziellen Support für die ab dem 7. November verfügbare, leistungsstärkere PS5 Pro mit. Ob das wirklich noch einen zusätzlichen Unterschied macht, können wir mit unserer "normalen" PS5 nicht bewerten. Der rein technische grafische Sprung von PS4 auf PS5 ist aber bereits sehr deutlich und führt unbestreitbar zu einem wenigstens etwas besseren Spielerlebnis.
Griffigere Steuerung

Ein weiterer Bereich, in dem die Remastered-Version auf PS5 profitiert, ist die Steuerung. Grundsätzlich funktioniert das System zwar noch genau so wie auf der Sony-Konsole der letzten Generation. Da die Entwickler allerdings Gebrauch vom deutlich besseren haptischen Feedback des DualSense-Controllers machen, fühlt sich "Horizon Zero Dawn" besser an. Aber nicht nur deshalb. Wir haben auch abseits der relativ dezenten Verwendung etwa der adaptiven Trigger und der erheblich besseren Vibrationsfunktionen des DualSense allgemein den Eindruck, dass sich das Spiel besser steuern lässt. Vorkommen kann es zwar schon, dass man auch mal einen Pfeil komplett danebenballert - ist ja schliesslich oft ziemlich viel los auf dem Bildschirm, wenn teils vier, fünf und mehr Gegner auf einmal zugegen sind. Wir haben jedoch das Gefühl, dass gezielte Treffer auf den Kopf von menschlichen Widersachern oder auch die Schwachstellen der überwiegend mechanischen Feinde häufiger ins Schwarze treffen. Und das liegt eher nicht daran, dass das weiterhin eher gering ausgeprägte Auto-Aiming jetzt stärker geworden wäre.