Jujutsu Kaisen: Cursed Clash - Test / Review

Ein verfluchtes Unterfangen?

Test Video Sven Raabe getestet auf PlayStation 5

Kein Flow in der Arena

Doch wie heisst es so schön: Was zählt, ist in der Arena! Insgesamt dürfen wir in "Jujutsu Kaisen: Cursed Clash" aus 16 Charakteren wählen, die Fans aus der ersten Staffel der Anime-Serie und aus dem Anime-Kinofilm kennen dürften. Jede Figur spielt sich dabei angenehm eigen, weshalb wir unseren Spass damit hatten, ihre Fähigkeiten zu erforschen.

Hier sollte jeder Spieler auch seinen eigenen Liebling finden. Schade ist nur, dass der eine oder andere Charakter fehlt, der recht prominent in der ersten Staffel vorkam. Vermisst haben wir beispielsweise Schwertkämpferin Kasumi Miwa und Pistolenschützin Mai Zenin.

Des Weiteren ist der Umstand interessant, dass normale Angriffe keinen Schaden bei Gegnern anrichten. Stattdessen sind sie dazu gedacht, eure Spezialenergie aufzuladen, um so eure mit Fluchenergie verstärkten Attacken entfesseln zu können. Gerade eure Fluchkrafttechniken und die Erweckter-Technik, der Ultimate Move einer Figur, sind dabei wirklich fantastisch gelungen. Hier kommt richtig Anime-Flair auf!

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Ausserdem geht es hier nicht um klassische Knock-outs, sondern darum, mit eurer Spielfigur, mal allein und mal im Team mit einem oder zwei KI-Mitstreitern, denen ihr einfache Befehle erteilen könnt, die Punkte des gegnerischen Teams zu reduzieren.

Es sind ziemlich spannende Designentscheidungen und Mechaniken, die gerade in den ersten Matches ein Umdenken und einiges an Einarbeitungszeit von euch erfordern, weshalb die Kämpfe recht interessant sind. Allerdings kristallisiert sich im Laufe der Zeit heraus, dass dem Spiel an vielen Stellen der nötige Feinschliff fehlt.

Einmal sind die Animationen der Charaktere während der Kämpfe recht ungelenk. Das ist insbesondere deshalb schade, da so die Dynamik und Wucht der Anime-Vorlage verloren gehen. Dass die vom Konzept her tollen 2-vs.-2-Gefechte so langatmig sind, liegt auch an den langen Knock-out-Phasen, die das Tempo zu sehr herausnehmen.

Es kommt nie ein optisch ähnlich beeindruckender Flow auf wie etwa im Kampf von Yuji und Todo gegen den mächtigen Fluch Hanami.

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Darüber hinaus sind die Arenen in der Regel viel zu weitläufig und verschachtelt, worunter die Übersicht während der Kämpfe leidet. Oft findet die Action ausserdem am Rand eines Areals und somit an Stellen statt, die von der Kamera teils suboptimal eingefangen werden. Wenn dann auch noch Textboxen erscheinen, geht die Übersicht komplett verloren.

Im Kern haben die Mechaniken von "Jujutsu Kaisen: Cursed Clash" durchaus Potenzial, allerdings wird es zu keinem Zeitpunkt vollends entfaltet und kann somit der für ein Fighting-Game geradezu prädestinierten Vorlage nie vollumfänglich gerecht werden.

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