Killing Floor 3 - Test / Review

Die Metzger sind zurück

Test Video Fabrice Henz getestet auf Xbox Series X/S

Ein solide gemachter Horden-Modus kann ein gutes Spiel zu einem exzellenten machen. Allein oder mit Freunden gegen stetig wachsende Gegnerwellen zu überleben, hat einfach etwas. "Killing Floor 3" von Tripwire Interactive ist ein Horde-Modus in Reinkultur. Bis zu sechs Spieler können gemeinsam gegen untote Monstrositäten kämpfen, Kohle verdienen sowie temporäre oder beständige Verbesserungen freischalten. Nachdem das Game um ein paar Monate verschoben wurde, haben wir uns jetzt in die Xbox-Series-Version gestürzt, um ein paar Köpfe zum Platzen zu bringen.

Blut für den Blutgott

Im Jahr 2091 steht es um die Menschheit nicht allzu gut. Die böse Horzine Corporation hat eine Armee aus zombifizierten Monstern namens Zeds auf die Menschen losgelassen, und nur die Spezialisten von Nightfall stellen sich ihnen noch entgegen. "Killing Floor 3" bietet im weitesten Sinne eine Story und Hintergrundinformationen, die die Welt weiter ausbauen. Man bekommt im Verlauf die Aufgabe, auf den vorhandenen Maps Orte und Gegenstände zu finden, die einen mit Dialogen und Audio-Logs belohnen. Problematisch ist dabei nur, dass dies oft in der Hitze des Gefechts stattfindet. Es ist quasi unmöglich, wirklich aufzupassen, um was es genau geht, was die Pläne von Horzine sind und wie man sie vielleicht aufhalten kann, während man von einem Dutzend Zombies angeknabbert wird und um einen herum alles explodiert.

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Im Kern ist "Killing Floor 3" ein kooperativer Ego-Shooter, in dem man mit bis zu fünf weiteren Spielern mehrere Wellen an Monstern erledigen muss, bevor man zum Abschluss einer Karte gegen einen von einer Hand voll Bossen kämpft. Zum Release stehen acht weitläufige Karten und drei Schwierigkeitsgrade zur Auswahl, auf denen man sich austoben kann. Statt Menüs setzt das Spiel auf das Stronghold, eine interaktive Basis, in der man zwischen den Matches herumläuft. Leider bietet diese Basis nichts, was ein Menü nicht schneller und effektiver machen würde. Perks, Waffen-Upgrades und das nächste Match können über verteilte Terminals ausgewählt werden, was schlussendlich nur umständlich und nervig ist. Statt von Terminal zu Terminal zu laufen, drückt man lieber einen Button, über den man dann sowieso alles auswählen kann.

Zeig mir das Geld

Zur Auswahl stehen sechs verschiedene Spezialisten, die alle ihre eigenen Werte und einen ultimativen Angriff aufweisen. Aber keine Angst: Jeder Spezialist kann jede Waffe verwenden, die zur Verfügung steht. Ausserdem verfügt jeder Charakter über einen Skilltree, den man im Verlauf freischalten und verbessern kann. Doch schon jetzt haben die Entwickler bekannt gegeben, dass in Zukunft die verschiedenen Perks unabhängig von der Charakterwahl eingesetzt werden können, wodurch es sich wieder mehr an seinem Vorgänger orientieren wird. Ansonsten sind die Perks in der Regel relativ langweilig, wenn auch praktisch gehalten. Man kann etwa wählen, ob man mehr Munition in der Reserve hat oder ob die eigene Rüstung mehr Schaden aushält. Andere Upgrades lassen einen mehr Granaten in den Kampf mitnehmen oder mit seinen ultimativen Skills noch mehr Schaden austeilen bzw. heilen. Die Auswahl ist relativ eingeschränkt, und nur die wenigsten Perks nehmen effektiv Einfluss auf das Gameplay, sind auf den höheren Schwierigkeitsgraden allerdings dennoch bitter nötig.

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Auch das Gunplay hat definitiv noch Luft nach oben. Viele Waffen, besonders die schwächeren Exemplare, fühlen sich relativ schwach an. Ja, man kann mit ihnen einem Zombie die Rübe wegblasen, aber das Gefühl von Rückstoss und Schwere eines Maschinengewehrs erinnert eher an eine Softair-Pistole. Trotzdem macht das Spiel auf jeden Fall Spass. Egal ob man allein oder mit Freunden bzw. Fremden gegen die Zeds antritt: Es ist durchweg unterhaltsam, seinen Finger auf dem Abzug zu behalten und die Widersacher zu erledigen. Dank eines abwechslungsreichen Kabinetts an Monstern kann man nicht einfach nur im Kreis laufen und rückwärts schiessend Köpfe zum Explodieren bringen. Man muss ausweichen, seine Explosivwaffen im richtigen Moment einsetzen und ein gewisses Verständnis für den Aufbau eines Levels mitbringen. Auf der normalen Schwierigkeit ist das zwar weniger der Fall, doch auf Schwer oder höher wird man gefordert.

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