Deadpool & Wolverine - Filmkritik / Review

Let's fucking go!

Artikel Video Sven Raabe

Geschlagene sechs Jahre mussten Fans auf einen neuen Film mit dem Marvel-Antihelden Wade Wilson warten. Nun ist er mit "Deadpool & Wolverine" endlich da! Wie der Titel bereits andeutet, muss unser Söldner mit der grossen Klappe diesmal nicht allein versuchen, den Tag zu retten, sondern erhält Unterstützung von dem X-Man schlechthin.

Wir durften uns den neuen MCU-Actionfilm bereits vorab in der englischsprachigen Originalversion anschauen und verraten euch in unserer Filmkritik, ob sich die lange Wartezeit gelohnt hat. Und Achtung: Nach unserem Fazit haben wir noch eine kleine Überraschung für euch, also lest anschliessend bitte unbedingt weiter.

Ich habe keine Ahnung, wie ich sie alleine retten soll!

Nach den Ereignissen in "Deadpool 2" ist Wade Wilson in eine Sinnkrise gestürzt. Er möchte endlich wieder jemand Bedeutendes sein und für eine grössere Sache einstehen. Als er sich gerade seinem Schicksal fügen will, geht jedoch alles drunter und drüber.

Screenshot

Plötzlich steht die TVA ("Time Variance Authority") vor seiner Tür und will ihn in ihrem Hauptquartier für eine wichtige Mission rekrutieren! So kann er die Chance erhalten, zu einem Helden unter Helden zu werden. Er könnte in der Heiligen Zeitlinie, dem Hauptuniversum des Marvel Cinematic Universe, leben und Grosses erreichen.

Es gibt jedoch einen Haken, denn Wades Universum ist dem Untergang geweiht. Um seine Welt zu retten, verbündet sich unser gesprächiger Antiheld mit dem Wolverine eines anderen Universums. Doch von hier an läuft natürlich alles schief, und so werden unsere "Deadpool & Wolverine"-Protagonisten gestutzt und in der Leere entsorgt - also an jenem Ort, den Marvel-Fans bereits aus der ersten Staffel der "Loki"-Serie kennen.

Ein Marvel-Dream-Team?

Von diesem Punkt an sehen wir, wie sich Wade und Logan widerwillig zusammenraufen müssen, wenn sie eine Chance erhalten wollen, ihre beiden Leben wieder auf die Reihe zu bekommen. Es ist der Ausgangspunkt für eine an sich ordentliche Story, die in weiten Teilen recht vorhersehbar verläuft, dank der beiden Hauptdarsteller jedoch viel Spass macht.

Screenshot

Reynolds Deadpool und Jackmans Wolverine haben dabei übrigens etwas, das sich der andere wünscht. Logan war Teil eines Teams. Allerdings hat er letztendlich seine ganze Welt im Stich gelassen, sich der Gewalt hingegeben, und sucht nun nach einer Chance, seine Scham zu überwinden. Wade hingegen möchte Teil eines Teams und ein Held sein - also genau das, was der Wolverine seines Universums war und er eben nicht.

Die Dynamik der beiden charismatischen Hauptdarsteller ist es auch, die den Film so ungemein unterhaltsam macht. Während Deadpool (mal wieder) nichts und niemanden ernst nimmt, seien es heikle Situationen oder gefährliche Feinde, blickt Wolverine die meiste Zeit über so grimmig drein, als wolle er Wade für jedes weitere dumme Wort zerfetzen.

Ein Zusammenspiel, das bereits in der Comic-Vorlage überaus gut funktioniert hat und das Regisseur Shawn Levy ("Real Steel") gemeinsam mit seinen stark aufspielenden und charismatischen Hauptdarstellern hervorragend in den neuen MCU-Actionfilm integriert. Für uns ist die Dynamik einer der Hauptgründe, warum der Film so viel Spass macht.

Kommentare

Kino Artikel