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Knack 2 - Test

Knack is back

Test Video Beat Küttel getestet auf PlayStation 4

Es gibt Spiele, bei denen ist ein Sequel reine Formsache. Bei “Knack”, welches zum PS4-Launch erschien, war dies allerdings nicht der Fall. Die Kritiken waren vielerorts derart vernichtend, dass man befürchten musste, dass der erste Teil der Reihe auch gleich der letzte sein würde. Wir waren da allerdings anderer Meinung um vergaben mit einer Gesamtwertung von 72% fast 20 Punkte mehr als die internationale Presse im Durchschnitt. Umso gespannter waren wir deshalb auf die versprochenen Verbesserungen, etwa das erweiterte Move-Repertoire oder drop-in-drop-out-Koop für den Story-Modus. Lohnt sich die Anschaffung von “Knack 2” für Fans des Erstlings und vielleicht sogar für Skeptiker, die mit Teil 1 nicht viel anfangen konnten? Wir verraten es euch.

Nein, eine Videospiel-Revolution war das erste “Knack” sicher nicht. Dafür war das Gameplay zu simpel, der Level-Aufbau zu wenig originell und die eigentlich interessante Möglichkeit des Grössengewinns (oder Verlusts) von Knack wurde zu wenig mutig umgesetzt. Doch nun soll sich alles ändern, und statt eines hastig zum Launch fertiggestellten Titels verspricht Sony bei “Knack 2” ein deutlich glatter poliertes Spiel, welches nicht so rasch in Vergessenheit geraten soll wie der Erstling. Ist das gelungen? Fangen wir doch am Besten bei der Story und beim Gameplay an.

Knackpunkt Gameplay

Zwar wurde von vielen Kritikern des ersten “Knack” die flache Story als Schwachpunkt bemängelt, aber mal ganz ehrlich, auch Super Mario oder Rayman sind ohne Oscar-verdächtige, zu tränen rührende Storys bisher ganz gut gefahren. Nichtsdestotrotz hat sich das Team rund um PlayStation-4-Mastermind und Game-Director Mark Cerny (welcher schon über 30 Jahre im Business ist) bemüht, eine spannende, interessant erzählte Geschichte auf die Beine zu stellen. “Knack 2” spielt nach den Ereignissen aus Teil 1, in welchem ja auch die Erschaffung des Protagonisten Knack ein wichtiger Story-Punkt war, da er ja alles andere als ein Standard-Held ist. Für alle Neulinge: Bei Knack handelt es sich um ein im Labor erschaffenes Wesen. Wer dabei jetzt aber Frankenstein’s Monster denkt, liegt doch ziemlich daneben. Vielmehr ist Knack eigentlich ein kleiner, fast schon süss aussehender Geselle, der aber gewisse Partikel und andere Kleinteile anziehen kann, und so nach und nach zu stattlicher, ja sogar riesiger Grösse heranwächst.

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Auch zu Beginn von “Knack 2” ist dieser Grössenzuwachs bitter nötig, denn die Heimatstadt unseres Protagonisten wird von an Transformer erinnernden Mechs terrorisiert. Also ist es gleich zu Beginn eure Aufgabe, hier ein wenig aufzuräumen, wobei ihr auf kleinere und grössere Gegner trefft, manche davon kann Knack nur mittels geschicktem Einsatz der Levelstruktur, etwa dank einer Abrissbirne, ausser Gefecht setzen. Auch die ersten, simplen Moves werden euch hier vermittelt, doch bleibt es vorerst bei einfach Schlägen, Kicks (sowie Kombos) und einem Ausweich- sowie Blockmanöver. Doch das reicht zu Beginn auch, denn es wollen auch noch andere Spielelemente vorgestellt werden. So etwa die gelben Kristalle, die es in den Levels häufig anzutreffen gibt, und die beim zerschmettern Knacks Schutzschild (wieder) aufladen, oder Geheimgänge, die euch zu begehrenswerten Goodies führen, etwa blaue Energie oder Teile für Upgrades, doch dazu später mehr. Sehr schnell werdet ihr auch mit der Funktion Bekanntschaft machen, die Knack per Druck der R1-Taste schrumpfen oder auf seine (derzeitige) Maximalgrösse wachsen lässt. Das ist nicht nur an einigen Orten absolut nötig, um voran zu kommen, sondern hilft euch auch, in versteckte Gebiete vorzudringen, und kann auch nützlich sein, um gefährliche Stellen als Mini-Knack zu passieren, ohne von tödlichen Feinden bemerkt zu werden. Danach einfach wieder R1 drücken, und schon hat Knack seine alte Grösse und Schlagstärke zurück. Auf diese Weise schlagt ihr euch durch den ersten Level, der mit dem Anblick eines Mega-Gegners endet, und bis hierhin fühlt sich das Spiel “richtig” an. Es macht durchaus Spass, bietet gleichzeitig aber auch das bekannte “Knack”-Feeling, was Optik oder Steuerung anbelangt. Doch wie ist es überhaupt zu dieser Invasion und der Verwüstung von Knack’s Heimat gekommen? Dazu wird für Kapitel 2 einige Monate zurückgeblickt, wo alles mit einem harmlos anmutenden Ausflug von Knack, seinem besten Freund Lukas sowie dessen Onkel beginnt…

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