Kusan: City of Wolves - Test / Review

Hotline Miami trifft Cyberpunk!

Test Video olaf.bleich getestet auf PlayStation 5

"Kusan: City of Wolves" verbindet rasante Twin-Stick-Action mit einer düsteren Sci-Fi-Welt, tierischen Antihelden und jeder Menge Pixelblut. Im Test zeigt sich: Wer schnelle Reflexe, Taktik und eine hohe Frusttoleranz mitbringt, kommt voll auf seine Kosten.

Twin-Stick-Shooter gehören zu jenen Genres, deren Grundprinzip ebenso simpel wie wirkungsvoll ist: Mit einem Stick bewegt ihr eure Figur, mit dem anderen gebt ihr die Schussrichtung vor. Was zunächst unkompliziert klingt, entwickelt sich schnell zu einem hektischen Zusammenspiel aus Bewegung, Zielgenauigkeit und permanenter Übersicht. Gerade in engen Arenen oder gegen grössere Gegnergruppen entscheidet oft nur ein kurzer Moment darüber, ob ihr den Raum kontrolliert oder im Kugelhagel untergeht.

"Kusan: City of Wolves" greift dieses bewährte Spielprinzip auf, verbindet es jedoch mit kurzen, nahezu rätselartig aufgebauten Kampfabschnitten. Statt wahllos um euch zu schiessen, müsst ihr Gegnerpositionen erfassen, Laufwege planen und eure begrenzten Möglichkeiten möglichst effizient einsetzen. Dadurch entsteht ein Actionspiel, das weniger von Dauerfeuer als von Präzision, Timing und der Bereitschaft lebt, einen Abschnitt so lange zu wiederholen, bis jeder Handgriff sitzt.

Düstere Zukunftsvision

"Kusan: City of Wolves" erinnert auf den ersten Blick an das Vorzeige-Spiel "Hotline Miami": Top-down-Shooter, Pixelgrafik und jede Menge Gewalt. Allerdings entführt euch das Game in eine an "Cyberpunk" erinnernde Science-Fiction-Szenerie - mit tierischen Protagonisten. Hauptcharakter Jin beispielsweise ist ein kybernetisch aufgewerteter Panther mit einer goldenen Roboterkralle.

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Der Ex-Soldat und Auftragskiller macht zu Beginn Bekanntschaft mit einem Mädchen, das über unkontrollierbare Psi-Kräfte verfügt. Sie befindet sich im Zentrum einer Verschwörung, die ganz Kusan zu erschüttern droht. Zugleich muss sich Jin seiner eigenen Vergangenheit stellen und mit einem Kommandanten abrechnen, dem er einst blind vertraute.

Eine grosse Stärke von "Kusan: City of Wolves" ist sicherlich die Präsentation. Das Spielgeschehen selbst verfolgt ihr aus einer für Twin-Stick-Shooter typischen Vogelperspektive im Pixel-Look, gewürzt mit jeder Menge Blut.

Untermalt wird das Geschehen von harten Elektro-Beats, die das Ganze wie eine schroffe Sci-Fi-Satire erscheinen lassen. Verantwortlich für den Soundtrack ist der südkoreanische Hip-Hop-Produzent Loptimist, der die Action mit wuchtigen 808-Bässen und treibenden Loops begleitet.

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Noch besser gefallen uns jedoch die Zwischensequenzen, denn die präsentiert das Spiel in hübschen und atmosphärischen Comic-Strips. Zugegeben: Der Mix unterschiedlicher Stile klingt wild, funktioniert aber ausgezeichnet. "Kusan: City of Wolves" präsentiert sich als intensives Action-Erlebnis, das seinen Indie-Charme bewahrt hat.

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