Mit der "Skywalker Saga" legte Entwickler TT Games zuletzt einen der besten Teile der "LEGO"-Reihe vor. Nun geht die Serie mit Fledermaus-Mann Batman in die nächste Runde und kombiniert erfolgreich typische Serientugenden mit unzähligen Elementen aus Rocksteadys "Batman: Arkham"-Franchise.
Das letzte grosse "LEGO"-Abenteuer mit DC-Ikone Batman liegt mit dem Ende 2014 veröffentlichten "LEGO Batman 3: Beyond Gotham" bereits mehr als ein Jahrzehnt zurück. Nun feiert der dunkle Rächer im Fledermaus-Kostüm auf PC, PS5 und Xbox Series sowie etwas später auch auf Switch 2 seine Rückkehr. "LEGO Batman: Das Vermächtnis des Dunklen Ritters" bildet dabei etwas, wie es der jüngste "Star Wars"-Ableger "Die Skywalker Saga" für "Krieg der Sterne" war. Inspiriert von den verschiedenen Comic-Reihen, den Filmen von Tim Burton und Christopher Nolan sowie diversen TV-Adaptionen, erlebt ihr hier sozusagen die Batman-Werdung von Bruce Wayne in all ihren Facetten. Das neue "LEGO Batman" ist aber nicht einfach ein typischer Teil der Reihe mit dem Mann im Fledermaus-Kostüm, sondern einer, der die beliebten Serientugenden mit zahlreichen Elementen aus Rocksteadys famoser "Batman: Arkham"-Reihe verbindet. Ob mit Erfolg oder doch eher weniger, haben wir anhand der PS5-Version für euch herausgefunden.
Vom Milliarden-Erben zum dunklen Ritter
Das neue "LEGO Batman" versteht sich selbst als eine Art Best-of der Geschichte des Fledermaus-Manns, das die Comics sowie die Film- und TV-Adaptionen unter einen Hut bringt. Hier wird nicht einfach alles in LEGO-Stein-Form gegossen und wild durcheinandergewürfelt. Aber es gibt unzählige Referenzen und Anleihen aus quasi sämtlichen Medien, die jedem Batman-Fan Spass machen müssen. Allzu sehr ins Detail gehen werden wir dabei aus Spoiler-Gründen natürlich nicht. Doch wer sich an die Sequenz aus Tim Burtons erstem Batman-Film erinnert, die von der New Yorker "Macy's Thanksgiving Day Parade" inspiriert wurde, oder auch an das amphibische Fahrzeug des Pinguins in Entenform, wird mehr als nur ein kleines Déjà-vu haben.

Das findet sich auch in vielen optionalen Details wieder, etwa mit Blick auf die verschiedenen Kostüme oder auch die Batmobile, die den "Black Tumbler" aus den Filmen mit Christian Bale genauso umfasst wie die Karre, die in den 1960er-Jahren vom "dynamischen Duo" Adam West (Batman) und Burt Ward (Robin) gefahren wurde. Pate beim Auftakt stand besonders stark die Trilogie von Chris Nolan, denn das umfangreiche Tutorial spielt im Kloster von Ra's al Ghul, in dem ihr auch gleich auf dessen Tochter Talia trefft. Während ihr sie im Solomodus, den wir ausnahmslos gespielt haben, noch nicht selbst steuern könnt, dürft und müsst ihr im weiteren Verlauf regelmässig auf die Sidekicks wechseln. Denn Polizei-Commissioner Jim Gordon, Catwoman und weitere Begleiter verfügen wie üblich über spezielle Tools und Fähigkeiten, die etwa beim Lösen von Rätseln unerlässlich sind. Wir kommen später noch genauer auf dieses Thema zu sprechen.
Berühmte Verbündete und Widersacher
Als eine Art Best-of kann man das Game auch mit Blick auf Batmans Helfer und Gegenspieler bezeichnen. Denn hier taucht auf beiden Seiten praktisch alles auf, was Rang und Namen hat. Der Joker und Oswald Cobblepot, besser bekannt als der Pinguin, aufseiten der Feinde, unter anderem Robin und Batgirl auf der Seite der Mitstreiter - die sowohl im Solo- als auch im Koop-Modus natürlich auch alle direkt spielbar sind. Hinzu kommen wichtige Figuren, die irgendwann die Seite wechseln, also etwa Staatsanwalt Harvey Dent, der später zu Two-Face wird. Dabei kommt es selbstverständlich auch zu direkten Konfrontationen - teils in Form regulärer Bossfights, in denen ihr die Fäuste fliegen lasst, teils wie beispielsweise im Fall von Red Hood über spektakulär inszenierte interaktive Zwischensequenzen mit Quick-Time-Events.

Spielerisch ist die grösste Inspirationsquelle aber ganz klar die "Batman: Arkham"-Reihe. Das wird insbesondere in den Kämpfen deutlich, die sehr stark an das sogenannte Free-Flow-System angelehnt sind. Ihr schlagt hier also nicht nur zu, sondern müsst auch feindliche Attacken auf Knopfdruck kontern, Fernkampfangriffen per Sprung im richtigen Moment ausweichen oder Überkopfsprünge ausführen, um etwa Schild tragenden Gegnern in den ungeschützten Rücken fallen zu können.
