Lies of P: Complete Edition - Test / Review

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Als "Lies of P" im September 2023 erschien, konnte es gleich viele Fans für sich gewinnen. Bis heute ist es für einige das beste Soulslike-Erlebnis, das nicht von FromSoftware veröffentlicht wurde. Ab dieser Woche können endlich auch Switch-2-Besitzer in den Genuss des Spiels kommen. Passend dazu haben wir uns erneut in die puppengefüllte Welt von "Lies of P: Complete Edition" gestürzt und sind weiterhin grösstenteils sehr begeistert.

Noch zugänglicher als je zuvor

Die "Lies of P: Complete Edition" besteht aus allen bisher veröffentlichten Inhalten. Dazu gehören natürlich das ausgezeichnete Hauptspiel, der ebenfalls sehr gut gelungene DLC "Overture" sowie jede Menge zusätzliche Kostüme und Individualisierungsmöglichkeiten für den Helden. Für alle, die die Geschichte noch gar nicht kennen, hier eine kurze Zusammenfassung: Der Held in "Lies of P" ist P, eine unglaublich menschenähnliche Puppe, die von Gepetto geschaffen wurde und im Gegensatz zu allen anderen Puppen nicht an deren Gesetze gebunden ist, wodurch sie beispielsweise lügen kann. Die Story dreht sich um die Stadt Krat, in der viele weniger moderne Puppen das Leben der Menschen in allen Situationen erleichtern. Ein plötzlicher Krankheitsausbruch rafft nicht nur zahlreiche der menschlichen Bewohner dahin, sondern sorgt auch dafür, dass die Puppen durchdrehen und sich gegen ihre Schöpfer wenden. Nur P ist davon nicht betroffen und versucht so viele Menschen zu retten, wie er kann. Der DLC schickt einen zurück in die Vergangenheit und in den Zoo von Krat. Dort muss P nicht nur gegen furchtbar mutierte Tiere kämpfen, sondern erfährt auch mehr über die Hintergründe, wieso Krat zu dem Ort geworden ist, durch den man sich kämpfen muss. "Overture" kann ab einem relativ späten Punkt in der Geschichte gestartet werden, ist aber von der Schwierigkeit her das Endgame und setzt zumindest zum grössten Teil voraus, dass man schon weiss, wie das Abenteuer von P ausgeht.

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Eine weitere grosse Neuerung, die mit "Overture" eingeführt wurde, sind drei auswählbare Schwierigkeitsgrade, die man zu jeder Zeit wechseln kann. Der Schwierigkeitsgrad, mit dem das Spiel herauskam, ist der schwerste, der zur Auswahl steht. Ein leichter und normaler sind hinzugekommen und verändern beispielsweise, wie viel Schaden man austeilt oder einstecken kann und wie aggressiv sich die Gegner verhalten. Wer auf dem leichtesten Schwierigkeitsgrad spielt, hat eine durchaus angenehmere Zeit und muss sich nicht allzu sehr mit den vielen Details von "Lies of P" auseinandersetzen. Wirklich leicht ist das Game aber trotzdem nicht. Wer nicht aufpasst, kann weiterhin von einem oder mehreren ganz gewöhnlichen Feinden überwältigt werden, wodurch die Gesundheit in wenigen Sekunden komplett weg ist. Wer das originale Erlebnis haben will, sollte mindestens auf "Normal", wenn nicht sogar "Schwer" spielen. Doch je mehr Optionen ein Spiel hat, desto besser!

Technische Limitationen

Wer einen vollständigen Test zu "Lies of P" will, findet unser Review hier. Doch kurz gesagt ist der Titel auch heute noch ein exzellentes Action-Rollenspiel und definitiv ein Juwel im Genre der Soulslikes. Einerseits sind Story und Setting frisch, unverbraucht und fügen sich auch sehr gut in das gebotene Gameplay ein. Letzteres kann auch fast drei Jahre später zum grössten Teil vollends überzeugen, bietet es doch ein fantastisches Kampfsystem und eine enorme Freiheit, mit welcher Waffe (die man sich selbst zusammenbauen kann) und welchen zusätzlichen Werkzeugen man in den Kampf ziehen will. Die Welt ist toll und sinnvoll gestaltet, und "Overture" erweitert das Gesamterlebnis mit fantastischen neuen Waffen wie einem Bogen für den Fernkampf und einigen der besten Bosskämpfe überhaupt des gesamten Games.

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Technisch kann die Switch-2-Version im gedockten Modus ebenfalls überzeugen. Zur Auswahl stehen der Fokus auf Performance oder Qualität und eine ausgeglichene Variante. Selbst mit dem Fokus auf Qualität spielt sich das Game flüssig, obschon man es natürlich nicht wirklich mit den Versionen für PC, PS5 Pro oder Xbox Series X vergleichen kann. Im Handheld-Modus kann "Lies of P: Complete Edition" zumindest aktuell noch nicht ganz überzeugen. Zum Zeitpunkt unseres Tests stand nur der Fokus auf Performance oder Qualität zur Auswahl. Die Entwickler versprechen jedoch einen Day-1-Patch, der einen zusätzlichen Performance-Modus hinzufügen soll. Damit sollen auch unterwegs flüssige 60 Bilder pro Sekunde möglich sein. Der aktuelle Performance-Fokus schwächelt nämlich, besonders bei Bosskämpfen oder intensiven Gefechten gegen mehrere Widersacher und mit vielen Effekten auf dem Bildschirm. Es fängt schnell an zu ruckeln, was für Bildschirmtode sorgen kann. Hoffentlich bietet der neue Performance-Modus das, was uns die Entwickler versprechen!

Fazit

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Wer bisher wegen fehlender Hardware noch nicht in den Genuss von "Lies of P" gekommen ist, sollte sich die "Lies of P: Complete Edition" auf der Switch 2 unbedingt holen. Das Spiel an sich vermag weiterhin zu überzeugen, und der DLC, zusätzliche Kostüme sowie der wählbare Schwierigkeitsgrad bieten ein vollumfassendes Erlebnis. Technisch kann der Titel im Dock schon jetzt überzeugen, während das Game im Handheld-Modus noch ein wenig mehr Arbeit vertragen könnte. Der versprochene Performance-Fokus für 60 fps, der zur Veröffentlichung bereitstehen soll, dürfte dieses Problem jedoch lösen.

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