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Little Nightmares - Vorschau

Grusel-Puzzler mit Indie-Charme

Vorschau Ulrich Wimmeroth

Eine mysteriöse Unterwasserstation, ein kleines Mädchen im gelben Regencape und ein ganzer Raum voller Schuhe: Wie man mit schaurigen Details, cleverem Sounddesign und dem gelungenen Einsatz von Licht und Schatten eine verstörende Atmosphäre erzeugt, präsentierten uns die Schwedischen Entwickler von Tarsier auf der gamescom.

Sowohl über die Hintergründe der schaurigen Odyssee unsere Spielfigur, noch über das Ziel der Reise wird aufgeklärt. Was wir wissen ist lediglich, dass sich unsere sehr junge Protagonistin, die ihr Gesicht unter einem leuchtend gelben Regencape versteckt, in einer Unterwasserstation mit dem unfreundlichen Namen The Maw, der Schlund, befindet. Diese taucht, so die Informationsfetzen, die uns die Entwickler vor dem Probespiel gönnen, einmal im Jahr auf und erwartet eine Menge hungrige Gäste. Hungrig worauf? Womöglich auf unsere kleine Heldin, die auf den Namen Six hört? Aber lassen wir das Spekulieren und begeben uns in ihren ganz persönlichen Albtraum.

Purer Minimalismus

Screenshot

Zu Beginn der, leider viel zu kurzen, Demo, befinden wir uns in einem Schlafzimmer. Die Schränke, Betten, Türen, alles ist im Vergleich zu Six riesig. Wie es eben ein kleines Kind in der Welt der Erwachsenen empfindet. Nur der seltsame Gnom, der mit einer Papiertüte auf dem Kopf kurz in unser Sichtfeld kommt, ist noch kleiner. Diesen Wesen begegnen wir häufiger. Ob es sich dabei um Ausgeburten unserer Angst, hilfreiche Wesen oder Gegner handelt, das wird sich wohl erst im vollständigen Spiel herausstellen. Es gibt keine Benutzeroberfläche, offenkundig auch kein Inventory, in dem wir Gegenstände verstauen könnten. Ein knapper Hinweis erklärt, das wir auf Knopfdruck Objekte greifen und bewegen können. Also lösen wir das erste Puzzle, in dem wir einen Koffer packen, diesen bis zur Tür schieben, darauf klettern um die Klinke zu erreichen und dann den ersten Raum verlassen können. Das ist wohl unsere Aufgabe: Räume durchqueren, den Weg zum rettenden Ausgang finden, in dem wir Rätsel lösen, an Regalen hinauf klettern, an Seilen schwingen, an Gegnern vorbei schleichen können. Das ist intuitiv gelöst, ohne uns stetig spieltechnisch an die Hand zu nehmen. Ausprobieren ist angesagt. Alles genau untersuchen, bis wir den rettenden Ausgang finden und so wieder ein kleines Stück weiter kommen.

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