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Lost Sphear - Test

Japanisches Rollenspiel alter Schule?

Test Video Giuseppe Spinella getestet auf PlayStation 4

Im Mondlicht verschwunden

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Wie in typischen Rollenspielen aus den 90ern ziehen wir mit unserer kleinen Truppe von Dorf zu Stadt und von Wald zu Höhle und weiteren Gegenden. Wir erforschen die Welt und entdecken, dass zahlreiche Orte "lost" sind. Durch das Sammeln von Erinnerungen stellen wir diese Orte wieder her und können diese im Anschluss auch betreten. Mit Hilfe von Erinnerungen errichten wir auch sogenannte Artefakte. Diese sind riesige Monumente, welche die Umgebung verschönern. Doch ihre Hauptfunktion liegt darin, unsere Party mit passiven Fähigkeiten oder Boni zu versehen. So können wir beispielsweise den erteilten Schaden erhöhen oder die Wahrscheinlichkeit von Volltreffern im Kampf steigern. Diese Effekte gelten aber auch für unsere Gegner. Je nach Kampftaktik sollten unterschiedliche Effekte aktiviert werden.

Selbst die Dungeons enthalten Brücken, Schätze oder gar Gegner, die "lost" sind. Auch hier stellen wir sie dank gesammelten Erinnerungen wieder her. Oft müssen wir dafür die Gegner im jeweiligen Dungeon niedermetzeln oder nach bestimmten Gegenständen suchen.

Kämpfe im Moment

Die Monster im Dungeon sind stets sichtbar. Bei einer Annäherung startet die Auseinandersetzung. Hat der Kampf angefangen, steuern wir eine Truppe aus bis zu vier Kämpfern. Das Kampfsystem ist rundenbasiert und baut auf dem von "I Am Setsuna" auf. Sobald sich unsere ATB-Leiste aufgefüllt hat, sind wir an der Reihe. Wir können normal angreifen oder spezielle Fähigkeiten verwenden. Die Positionierung ist im Kampf zentral, da jede Attacke eine bestimmte Fläche abdeckt. Durch kluges Positionieren sind wir in der Lage, mehrere Feinde gleichzeitig zu treffen. Zudem ist es oft sinnvoll, wenn wir unsere Mitstreiter so im Raum verteilen, dass sie nicht alle gleichzeitig getroffen werden.

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Wenn die ATB-Leiste eines Charakters voll ist und dieser nicht angreift, füllt sich langsam die SP-Leiste auf. Ist diese voll, können wir unsere Attacken dank gut getimtem Tastendruck mit weiteren Effekten wie mehr Schaden oder Zustandsveränderungen versehen. Diese "Momentum"-Effekte sorgen dafür, dass die Kämpfe dynamischer werden, weil ständig Reflexe von uns verlangt werden.

Schon bald ergattern robotische Rüstungen, die sogenannten Vulcosuits. Diese peppen alles nochmal auf. Solange wir VP-Punkte besitzen, können unsere Mitstreiter in ihren Vulcosuits kämpfen. Jede Aktion mit der Vulcosuit verbaucht aber VP – so wird der Einsatz der mächtigen Vulcosuits limitiert. Beim Anlegen der Vulcosuit schiessen unsere Statuswerte nämlich in die Höhe. Zudem verfügt jeder Vulcosuit über einzigartige und mächtige Befehle, beispielsweise auch die Link-Attacken aus "Chrono Trigger" oder "I am Setsuna". Das Kampfsystem ist insgesamt deutlich besser als in "I Am Setsuna" und macht eine Menge Spass. Die Änderungen am Spiritnite-System haben alles überschaubarer und einfacher gestaltet. Bloss das Balancing bei den Bossen ist etwas frustrierend. Auch wenn ihr normale Feinde ohne Mühe besiegt, kann es sein, dass ihr beim Boss überfordert seid. Die Kluft zwischen normalen Feinden und Boss-Gegnern hätte etwas kleiner sein sollen.

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