Games.ch

Ludicious X - Vorschau / Preview

Was beim Zürich Game Festival geboten wird

Artikel Video Achim Fehrenbach

Am Mittwoch startet Ludicious X. Wegen Corona findet das Zürich Game Festival zum ersten Mal nur im Netz statt. Drei Tage lang gibt es nicht nur spannende Vorträge, sondern auch eine Online-Ausstellung mit mehr als 70 Spielen. Wir stellen die spannendsten Titel vor, die teils anspielbar sind.

Vor einem Jahr sassen sie noch im Zürcher Zeughaus, lauschten Vorträgen und probierten neue Spiele aus. Doch jetzt, ein Jahr später, müssen Gaming-Fans und Spielemacher das Ludicious-Festival aus der Ferne verfolgen. Wegen Corona sind so ziemlich alle wichtigen Branchen-Events in Europa abgesagt worden, zumindest für diesen Sommer. Das Zürich Game Festival ist da keine Ausnahme.

Die Veranstalter haben sich von der schwierigen Situation jedoch nicht entmutigen lassen: Anstatt Ludicious zu canceln, haben sie es kurzerhand ins Internet verlegt. Vom 1. bis 3. Juli 2020 bietet ludicious.ch zahlreiche Fachvorträge, Workshops, Business-Meetings und auch eine umfangreiche Ausstellung. Die Tickets kosten 45 CHF (Business) respektive 25 CHF (Konferenz). Die Online-Ausstellung ist gratis.

Natürlich ist es nicht leicht, den Zauber eines solchen Events auch im Internet zu entfachen. Game-Festivals wie das Ludicious leben ja gerade vom direkten Kontakt zwischen Entwicklern und Publikum, von der Freude am gemeinsamen Zocken und Diskutieren. Mit Ludicious X wolle man die schier unlösbare Aufgabe bewältigen, die Atmosphäre des Live-Festivals "in ein Online-Erlebnis mit Diskussionen, Lernmöglichkeiten und Austausch umzuwandeln", sagt Festivalleiter Tobias Kopka. Der Themenschwerpunkt des diesjährigen Events ist der Wandel, den die Spieleentwicklung gerade erlebt - und die Rolle, die Games als Kulturgut für uns spielen. Dazu hat Kopka knapp 70 Persönlichkeiten aus der Games-Branche eingeladen, die - selbstverständlich per Videoschalte - Vorträge aus unterschiedlichen Fachgebieten halten werden: Dabei geht es um inhaltliche Aspekte wie emotionales Game-Design, Diversität und Geschichte in Spielen, aber auch um technische Fragen (Grafik, Sound) und wirtschaftliche Themen (Indie-Finanzierung, Studioaufbau). Wer Entspannung sucht, kann sogar zwischendurch an einem Online-Yoga-Kurs teilnehmen.

Besonders spannend finden wir die Online-Ausstellung des Festivals, denn hier könnt ihr nicht nur viele neue Indie-Games kennenlernen, sondern sie teilweise auch ausprobieren - ob nun als Steam-Demo oder als Gratis-Download von Plattformen wie itch.io. Die Online-Ausstellung ist in viele verschiedene Sektionen untergliedert, was auf den ersten Blick etwas unübersichtlich wirkt. Da gibt es die Nominierungen für die Ludicious Awards, Special Selections, einen Swiss Showcase, eine Auswahl von Projekten der ETH Zürich, eine Auswahl der ZHdK, einen Showcase aus Nordrhein-Westfalen, einen aus Bayern und nicht zu vergessen die Nominierten der SGDA Swiss Game Awards, die ebenfalls während des Festivals verliehen werden. Die Online-Ausstellung ist letztlich doch ganz übersichtlich, weil sich die Exponate je nach (Teil-)Ausstellung filtern lassen. Für jedes Werk gibt es einen Trailer, eine Kurzbeschreibung und - falls das Spiel bereits verfügbar ist - auch einen Link zur Download-Seite.

Die Preisverleihung findet am Mittwoch zwischen 19 und 20 Uhr statt. Bei den Ludicious Awards gibt es zwei Wettbewerbskategorien: "Innovation in Games" und "Emerging Talent". In beiden sind sowohl Schweizer als auch internationale Spiele vertreten. Bei den SGDA Swiss Game Awards werden - der Name sagt es schon - nur einheimische Spieleerzeugnisse prämiert. Wir haben uns die Teilnehmer aller Wettbewerbe genauer angeschaut und stellen euch hier insgesamt zehn Titel vor: fünf aus der Schweiz und fünf aus anderen Ländern. Viel Spass!

Kommentare