Luigi's Mansion 2 HD - Test / Review

Hervorragende Neuauflage

Test Video Benjamin Braun getestet auf Nintendo Switch

Mit "Luigi's Mansion 3" spendierte Nintendo der Gruselreihe vor einigen Jahren einen starken Nachfolger auf Switch. Nun erscheint der zweite Serienteil als HD-Remaster für die Hybridkonsole und glänzt wie gehabt mit aufwendig inszenierter Geister-Action sowie kreativem Spieldesign.

Wenn Marios jüngerer Zwillingsbruder in der Europäischen Union leben würde, hätte er ein ernsthaftes Problem. Denn dort ist die maximale Leistung von Staubsaugern seit einigen Jahren fest vorgeschrieben, wodurch mitunter selbst dickere Staubkörner nicht ganz so leicht in Tank oder Beutel landen. In "Luigi's Mansion 2 HD" kann der Klempner mit der grünen Mütze zum Glück auf eine hohe Saugpower zugreifen, um Geister einzufangen oder sich mit seinem Gerät sogar einen ganzen Wandteppich einzuverleiben. Die Switch-Neuauflage des erstmals 2013 für 3DS erschienenen Geisterjäger-Abenteuers punktet dabei nicht nur mit einer ansprechend verbesserten Grafik, sondern hat auch spielerisch mit ihrem vielfältig-kreativen Gameplay heute noch das Zeug zum Pflichtkauf.

Geisterjagd mit Taschenlampe und Staubsauger

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Wie der Name bereits verdeutlicht, ist "Luigi's Mansion 2 HD" eine inhaltlich weitestgehend identische Neuauflage der 3DS-Originals. Bevor wir etwas genauer auf die guten technischen Verbesserungen auf Switch eingehen, möchten wir euch allerdings zunächst mehr darüber verraten, was euch im Spiel überhaupt erwartet. Immerhin dürfte bei Weitem nicht jeder von euch die inzwischen gut elf Jahre alte Handheld-Fassung gespielt haben. In "Luigi's Mansion 2 HD" steuert ihr Marios Bruder meist aus einer Seitenperspektive durch verschiedene von Geistern heimgesuchte 3D-Schauplätze wie eine klassische Gruselvilla oder eine Mine. Eure "Bewaffnung" besteht unter anderem aus einem Staubsauger, mit dem ihr die zahlreichen Geistertypen einsaugen und somit besiegen könnt. Bevor ihr das "Schreckweg 09/15" getaufte Staubsaugermodell für diesen Zweck allerdings nutzen könnt, müsst ihr die Geister zunächst in eine Art Schockstarre versetzen. Das geht mit dem Stroboblitz von Luigis Taschenlampe, die in den oft relativ karg beleuchteten Umgebungen sonst vor allem generell bei der Orientierung hilft.

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Einfach so lassen sich die meisten Geister damit allerdings nicht erschrecken. Manche Gespenster tragen zunächst schützende Sonnenbrillen, die ihr mit dem Sauger entfernen müsst. Andere Exemplare haben einen Eimer auf dem Kopf oder reflektieren den Stroboblitz mit einem Spiegel. Dort müsst ihr dann den richtigen Moment abpassen, um den Blitz zu zünden. Es gibt darüber hinaus später unter anderem Mumien, die ihr mit dem Blitz lediglich anlocken könnt. Dabei stürmen sie auf euch. Gelingt es euch, sie gegen eine Wand rennen zu lassen, könnt ihr sie mithilfe des Staubsaugers "auswickeln", sodass der Geist darunter zum Vorschein kommt. In die richtige Richtung muss der Blitz obendrein gehen, was aufgrund der zwar letztlich ganz guten, aber dennoch etwas gewöhnungsbedürftigen Steuerung eine gewisse Umstellung zu manch anderen 3D-Actionspielen bedeutet. Da die Geister beim Einsaugversuch im Regelfall versuchen, zu flüchten, müsst ihr per Stick gegenhalten. Gelingt es euch dabei, ein oder mehrere Segmente der sogenannten "Zugleiste" aufzuladen, könnt ihr den Geistern wesentlich mehr Schaden zufügen und sie entsprechend schneller einsaugen. Komplex ist das System bis hierhin nicht unbedingt. Es bietet aber allein schon mit den verschiedenen Geistertypen und sehr speziell fordernden Bossen im Kampf jede Menge Abwechslung. Gerade die Kombination der Action mit Rätsel und Geschicklichkeitseinlagen sorgt ebenfalls für eine grosse spielerische Abwechslung.

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