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Luigi's Mansion 3 - Mehrspieler-Paket 1 (DLC) - Test

Mehr Multiplayer = mehr Spielspass?

Test Video Beat Küttel getestet auf Nintendo Switch

"Luigi's Mansion 3" war einer der ganz grossen Hits im letzten Herbst. Pünktlich zu Halloween machte sich Marios Bruder damals auf, seine Freunde aus einem Spukhotel zu befreien. Neben einer extrem unterhaltsamen Hauptkampagne, die eine Unmenge an Abwechslung und tollen Ideen bereithielt und auch zu zweit gespielt werden konnte, gab es separate Multiplayer-Inhalte. Diese machten zwar durchaus Spass, doch bemängelten Mehrspielerfreunde den Umfang der gebotenen Inhalte. Genau dafür hatte Nintendo aber vorgesorgt, und es wurden früh zwei Multiplayer-DLCs angekündigt, die für neue Inhalte und anhaltenden Spielspass sorgen sollten. Der erste Teil davon ist nun deutlich früher als ursprünglich angekündigt erschienen und natürlich bei uns auf dem Prüfstand gelandet. Lohnt es sich, erneut den Schreckweg-Staubsauger aus dem Schrank zu holen? Oder präsentiert Nintendo hier nur alten Wein in neuen Schläuchen? In unserem Test erfahrt ihr es.

Um es gleich vorwegzuschicken: Wie der Name schon klar zum Ausdruck bringt, hat das Mehrspielerpaket praktisch keinen Nutzen für reine Solospieler. Der einzige kleine Inhalt, der auch im Storymodus verwendet werden kann, ist die neue Taschenlampe "Typ P". Wenn ihr damit eine Wand anleuchtet, strahlt euch das Gesicht des Polterpinschers entgegen. Gameplay-Vorteile bringt das aber nicht mit sich. Alle anderen Inhalte drehen sich um die Spielmodi "Wirrwarrturm" und "Polterpark".

Luigi's Mansion Party?

Wenn man sich die bisherigen und natürlich vor allem die neuen Multiplayer-Inhalte von "Luigi's Mansion 3" ansieht, beschleicht einen ein leichtes "Mario Party"-Feeling. Zwar ohne den Brettspiel-Part, aber die chaotisch-spassigen Mehrspieler-Inhalte erinnern durchaus ein wenig an Nintendos Partykracher. Doch welchen neuen Content gibt es denn nun?

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Da wären zum einen drei neue Wirrwarrturm-Outfits. Im entsprechenden Modus könnt ihr neu als Mumie, Ritter oder Groovigi antreten. Letzterer sieht einem gewissen Elvis Presley nicht ganz unähnlich. Zusammen mit diesen neuen Kostümen trefft ihr im Wirrwarrturm-Modus dann auch auf entsprechend gestaltete Etagen und Geister. Grundsätzlich sind diese an Abschnitte aus dem Hauptspiel angelehnt, aber eben zum ersten Mal in diesem Modus verfügbar. Wie gewohnt ist es auch hier wieder mit bis zu acht Spielern (lokal sowie online) das Ziel, Geister zu finden, einzusaugen und Punkte zu sammeln.

Die zum Ritter passende Umgebung ist das Spukschloss, wo ihr also durch mittelalterlich angehauchte Gemäuer schreitet. Der Mumie liegt natürlich das Pyramiden-Thema aus dem Hauptspiel zugrunde, und last but not least toben sich Groovigi und Konsorten in Räumlichkeiten aus, die einen wirklich coolen Disco- und Neon-Vibe haben. Revolutioniert sich dadurch das Wirrwarrturm-Gameplay? Nein, aber es ist schön zu sehen, dass hier optisch einiges an Abwechslung geboten wird.

Spielerisch interessanter und abwechslungsreicher sind die Levels, die dem Polterpark hinzugefügt wurden. Dabei handelt es sich im Grundsatz um glorifizierte Minispiele. Der eingangs erwähnte Vergleich mit "Mario Party" hinkt dabei allerdings schon ein wenig, denn den Minigames hier merkt man an, dass sie deutlich mehr Feinschliff erhalten haben. Entsprechend haben die Spiele durchaus das Potenzial, zu richtigen Partykrachern zu werden. Da wäre zum einen das neue "Schreckwegball", eine Adaption von Völkerball (oder neudeutsch "Dodgeball"). Entsprechend spielen zwei Teams auf einem Spielfeld gegeneinander und müssen versuchen, herumfliegende Bälle aufzusaugen und damit gegnerische Spieler abzuschiessen, bis diese keine Herzen mehr haben.

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In eine ganz andere Richtung geht die nächste Disziplin: "Fluss-Münzjagd". Hier seid ihr auf einem kurzen Flussabschnitt auf schwimmenden Gummitieren unterwegs und müsst versuchen, von eurem Gefährt aus so viele herumschwimmende Münzen wie möglich einzusammeln. Das Leben schwer machen euch dabei allerdings Baumstämme, die den Fluss hinuntertreiben, und natürlich kommen euch auch eure Gegenspieler bei jeder Gelegenheit gern in die Quere. Zu guter Letzt dürft ihr euch noch in die "Grusel-Geisterjagd" stürzen. In dieser müsst ihr wieder schneller Geister einfangen als die Konkurrenz, allerdings werden verschiedene Bereiche zwischendurch unter Strom gesetzt - hier müsst ihr gewaltig aufpassen. Es ist also einiges los, allerdings gilt es zu beachten, dass der Polterpark-Modus nur einen lokalen Multiplayer-Modus bietet, ihr die eben genannten Levels also nicht übers Internet spielen könnt.

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