Am Rande der Ewigkeiten - Magic: The Gathering - Special

Der Weltraum: Die finale Grenze - nun auch in Magic: The Gathering

Artikel Flo Merz

Die Zeit von "Final Fantasy" ist abgelaufen, stattdessen geben wir uns freudestrahlend der neuesten hauseigenen "Magic"-Erweiterung "Am Rande der Ewigkeiten" hin. Anstatt klassisch auf einer Ebene auf Monster, Schurken und Zauberer zu treffen, geht es nun ins weite Weltall - der letzten Grenze. Sorry, "Star Trek"!

Screenshot

Wobei der Bezug zu "Star Trek" gar nicht mal so weit hergeholt ist. Im Gegensatz zu früheren "Magic: The Gathering"-Erweiterungen dreht sich in "Am Rande der Ewigkeiten" alles um den Weltraum mitsamt all seinen Gefahren, Wundern, Kreaturen und vor allem Planeten. Zum ersten Mal treten Raumschiffe auf, wofür Wizards of the Coast sogar das Regelwerk verändert hat - und einiges mehr. Wir haben uns für euch in die Unendlichkeit des Weltraums gewagt und verraten, auf welche Neuerungen, Karten und Besonderheiten ihr euch freuen dürft. Energize!

Der Warp und seine Möglichkeiten

Im Zentrum steht ganz klar die neue Fähigkeit Warp. Sie ähnelt in ihrer Funktionsweise den Omen-Karten aus "Tarkir: Dragonstorm" oder den Adventure-Karten, die erstmals mit der "Baldur's Gate"-Set-Erweiterung in "Magic: The Gathering" eingeführt wurden. Kreaturen lassen sich entsprechend ihren Warp-Kosten vergünstigt aufs Spielfeld bringen, müssen allerdings zu Beginn des nächsten Endsteps ins Exil befördert werden. Doch wie schon andere Karten in diesem Kartensegment lässt sie sich später für die regulären Kosten aus der "Verbannung" erneut wirken. Uns erinnert diese Fähigkeit zudem an Dash, wie sie von "Ragavan, Nimble Pilferer" verwendet wird - nur dass die Karte ins Exil wandert und nicht auf die Hand zurückkehrt.

Screenshot

Generell dreht sich in "Am Rande der Ewigkeiten" sehr viel um das Exil. Zahlreiche Karten - insbesondere jene mit der Warp-Fähigkeit - wollen ins Exil verfrachtet werden, damit andere Karten deren Abilitys ausnutzen können beziehungsweise von exilierten Karten profitieren. Unter anderem sorgt die legendäre Verzauberung "Sothera, the Supervoid" dafür, dass beim Verlust einer eigenen Kreatur die Gegenspielenden jeweils eine Kreatur, die sie kontrollieren, ins Exil schicken. Sobald dies nicht mehr möglich ist, verlässt Sothera das Spielfeld, und der Besitzer darf eine der mit dieser Karte exilierten Kreaturen samt zwei +1/+1-Marken zurück aufs Spielfeld bringen.

Screenshot

Länder werden zu Planeten

Länder wiederum sind passend zur Weltraumszenerie in ganze Planeten umgewandelt worden und kommen mit eigenen Fähigkeiten daher, namentlich "Station". Hier lassen sich Kreaturen tappen, um entsprechend ihrer Stärke Charge-Counter auf den Planeten zu legen. Sobald im vorliegenden Fall von "Uthros, Titanic Godcore" zwölf oder mehr Marken auf der Karte liegen, lässt sich eine zusätzliche Fähigkeit aktivieren. Im Fall von Uthros bedeutet das: Für ein blaues Mana so viel blaues Mana erzeugen, wie Artefakte von der kontrollierenden Person kontrolliert werden. Mono-Blue-Urza-Spieler dürften da bereits mit den Fingern zucken. Natürlich unterscheiden sich diese Station-Fähigkeiten von Planet zu Planet, weshalb sich unterschiedliche Planeten für verschiedene Strategien eignen.

Screenshot

Eine der wichtigsten Neuerungen betrifft die Vehikel-Karten. Wie eingangs erwähnt, hat Wizards of the Coast hierfür eine Regeländerung durchgeführt, weshalb ab sofort auch legendäre Fahrzeuge als Commander verwendet werden dürfen - auch jene, die nicht explizit den Hinweis "Darf als Commander verwendet werden" im Kartentext tragen, also etwa "Shorikai, Genesis Engine". Die in "Am Rande der Ewigkeiten" enthaltenen Raumschiffe funktionieren allerdings etwas anders als herkömmliche Vehikel. "The Seriema" zum Beispiel ist so lange keine Artefaktkreatur, bis sie mindestens sieben Charge-Counter hat. Diese lassen sich - wie bei den zuvor erwähnten Planeten - durch das Tappen eigener Kreaturen erzeugen und auf die Karte legen.

Screenshot

Eine Sache, die wir bei "Am Rande der Ewigkeiten" hervorheben müssen und wollen, dürfte insbesondere alle Landfall-Spieler freuen. Mit "Lander" taucht ein neuer Token in "Magic: The Gathering" auf, der vor allem für diejenigen interessant sein dürfte, die mit solidem Ramp glänzen möchten oder ihre Deck-Strategie auf Ramp oder Landfall ausgerichtet haben. "Lander" ist ein Spielstein, der sich für zwei beliebige Mana opfern lässt, woraufhin die kontrollierende Person das eigene Deck nach einer Basislandkarte durchsuchen und sie getappt ins Spiel bringen darf. Faktisch ist "Lander" eine halbe Version von "Myriad Landscape" oder eine teurere Variante von "Evolving Wilds".

Aus alt mach neu

Apropos Variante: Mit jeder Set-Erweiterung erscheinen erneut neue Versionen bekannter und zuvor veröffentlichter Karten. Auch "Am Rande der Ewigkeiten" bildet da keine Ausnahme. So dürfen sich Fans von "Magic: The Gathering" auf neue Varianten beliebter, aber mitunter kostspieliger Karten wie "Gemstone Caverns" oder "Mana Confluence" freuen. "Gemstone Caverns" wurde zuletzt im "Herr der Ringe"-Set als Skin-Karte veröffentlicht, während der letzte Release von "Mana Confluence" deutlich weiter zurückliegt. Die Karte erschien als Teil des Secret-Lair-Drops "Pride Across the Universe" und war zuvor in der Erweiterung "Zendikar Expeditions" enthalten. "High Market" wiederum war zuletzt Teil eines Precons zu "Final Fantasy", was den Preis deutlich nach unten gedrückt hat. Doch egal auf welche Karte ihr euch freut oder welche ihr erwerben möchtet: Jeder Reprint erfreut nicht nur das Spielerherz, denn auch der Geldbeutel wird es danken.

Screenshot

"Am Rande der Ewigkeiten" startet am 25. Juli mit dem Prerelease, während das Set weltweit am 1. August in den Handel kommen soll. Natürlich dürfen sich auch "MTG Arena"-Spieler auf die Integration des Sets freuen - sie erfolgt bereits zwei Tage vor dem Tabletop-Release am 29. Juli.

Screenshot

Kommentare

Magic: The Gathering Artikel