Magic: The Gathering - Special - Das ist Reality Fracture

Das Multiverse ist in Gefahr!

Artikel Flo Merz

Wizards of the Coast geht in den Endspurt. Mit "Reality Fracture" steht die vorletzte Set-Erweiterung des Jahres an - und die hat es ordentlich in sich! Auf links gedrehte Karten, Planeswalker, die in ihnen unüblichen Farben auf den Plan treten, oder Figuren, die plötzlich einer völlig anderen Gesinnung folgen: "Reality Fracture" stellt die bekannte Welt von "Magic: The Gathering" gehörig auf den Kopf. Im Mittelpunkt steht dabei ganz klar eine der bekanntesten Figuren aus der Geschichte des Spiels: Jace Beleren.

Für Wizards of the Coast ist "Reality Fracture" allerdings nicht einfach nur irgendeine Erweiterung. Tatsächlich stellt das Set den Abschluss einer Geschichte dar, die bereits vor über drei Jahren mit der Veröffentlichung von "Wilds of Eldraine" ihren Anfang nahm. Über zahlreiche Sets hinweg wurde die Handlung fortgeführt und mit Kurzgeschichten sowie weiteren digitalen Inhalten begleitet.

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Wie bereits erwähnt, steht einmal mehr Jace Beleren im Mittelpunkt, seines Zeichens einer der mächtigsten Gedankenmagier innerhalb des Multiversums von "Magic: The Gathering". Nach zahlreichen Schlachten mit den Phyrexianern, unzähligen Kämpfen mit den überdimensionierten Eldrazi und einem Gedächtnisverlust durch Nicol Bolas ist Jace schlussendlich an einem Punkt angekommen, an dem es für ihn nicht mehr weitergeht.

Anstatt ständig gegen neue Monster, Kreaturen und Fieslinge anzutreten, hat er deshalb beschlossen, das Problem an der Wurzel zu packen. Jace plant, ein neues Multiversum zu erschaffen und es Stück für Stück zusammenzusetzen. Obwohl diese neue Version zahlreiche Ähnlichkeiten mit dem bestehenden Multiversum aufweist, existieren dort keinerlei Bedrohungen der ursprünglichen Welt.

Um dieses Unterfangen überhaupt erst zu ermöglichen, hat Jace allerdings Schritte eingeleitet, die in nichts anderem als einer gigantischen Katastrophe enden. Denn mittlerweile hat das Echoverse, wie Jaces alternative Realität genannt wird, damit begonnen, in das eigentliche Multiversum einzudringen.

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Ein letztes Mal Inhouse-Magic 2026

"Reality Fracture" ist das numerisch 113. Set, das seit der 1993er-Veröffentlichung von "Magic: The Gathering" erscheinen wird. Gleichzeitig markiert die Erweiterung nicht nur das Ende einer lang andauernden Geschichte, sondern auch den Abschluss der diesjährigen Inhouse-Sets.

Denn bereits Ende des Jahres stehen die nächsten Karten aus der Welt von "Star Trek" bereit. Dann dürfen Spieler unter anderem bekannte Charaktere wie James T. Kirk, Spock oder McCoy in ihre jeweiligen Decks integrieren. "Reality Fracture" ist damit gewissermassen der letzte grosse Ausflug in eine originale "Magic"-Welt, bevor die nächste grosse Lizenzmarke übernimmt.

Fokus auf Planeswalker

Passend zur Geschichte legt "Reality Fracture" einen grossen Fokus auf Planeswalker-Karten. Sie erhalten mit dem neuen Set nicht nur alternative Farbvarianten bekannter Figuren. Auch Karten, deren Ziel es ist, Planeswalker zu erschaffen oder bereits vorhandene Exemplare auf der eigenen Seite des Spielfelds zu stärken, spielen eine wichtige Rolle.

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So sorgt unter anderem "Protege's Awakening" dafür, dass wir einer bereits auf dem Spielfeld befindlichen Jace-Karte sechs zusätzliche Loyalitätscounter verpassen können. Liegt hingegen kein Jace-Planeswalker auf dem Spielfeld, wird zunächst ein blauer Jace-Planeswalker-Token erzeugt und anschliessend ebenfalls mit sechs Loyalitätscountern ausgestattet.

Neu sind ausserdem Farbkombinationen, die man in der herkömmlichen Welt von "Magic: The Gathering" nicht zu Gesicht bekommt. So gehört die legendäre Kreatur "Aerid Konstrari" beispielsweise den sogenannten Konstrari an, die als Gegenstück zu Prismari verstanden werden können.

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Doch nicht nur die Mana-Farben werden getauscht, auch die grundsätzliche Ausrichtung der jeweiligen Gruppierungen hat sich in Jaces neuem Multiversum verändert. Während Prismari-Karten normalerweise als Unterhalter und Performer bekannt sind, übernehmen sie in der Welt von Jace Beleren die Rolle von Architekten und Bildhauern.

Diese Neuausrichtung wird auch innerhalb der Kartentexte deutlich. So ist "Aerid Konstrari" dazu in der Lage, einen Heartwood-Token zu erschaffen - eine Neueinführung in der Welt von "Magic: The Gathering". Dabei handelt es sich um einen Artefakt-Token, der ähnlich wie ein Land für ein bestimmtes Mana, in diesem Fall Rot oder Grün, getappt werden kann.

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Folgende Farbkombinationen sind in "Reality Fracture" enthalten:

  • Fatehold (Blau/Weiss) steht Lorehold (Rot/Weiss) gegenüber.
  • Theorix (Blau/Schwarz) steht Quandrix (Blau/Grün) gegenüber.
  • Stingerquill (Schwarz/Rot) steht Silverquill (Schwarz/Weiss) gegenüber.
  • Konstrari (Rot/Grün) steht Prismari (Rot/Blau) gegenüber.
  • Vigorbloom (Grün/Weiss) steht Witherbloom (Grün/Schwarz) gegenüber.

Eine Vielzahl an Zaubersprüchen

"Magic: The Gathering" hat über die vergangenen Jahre und Jahrzehnte zahlreiche Möglichkeiten eingeführt, wie Kreaturen, Zaubersprüche und andere Karten ausgespielt werden können. Auch "Reality Fracture" macht hiervon keine Ausnahme und bringt unter anderem das Schlüsselwort "Prepared" zurück, das erst vor wenigen Monaten in das Spiel eingeführt wurde.

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Es trat erstmals innerhalb von "Secrets of Strixhaven" auf den Plan und ermöglicht es Spielern, Karten doppelt zu wirken, sofern sie die zusätzlichen Kosten dafür aufbringen können. Damit fügt sich die Mechanik passend in das Konzept des Sets ein: Bekanntes wird genommen, verändert und anschliessend in einen völlig neuen Kontext gesetzt.

Ein Stück Magic-Geschichte

Eine ganz besondere Karte darf an dieser Stelle jedoch nicht unerwähnt bleiben - und dabei handelt es sich tatsächlich lediglich um einen Token.

"Reality Fracture" liefert so etwas wie die Wiederauferstehung des Black Lotus. Dieser gilt nicht nur als eine der bekanntesten und teuersten Karten der gesamten "Magic"-Geschichte, sondern ist bis heute nur in wenigen limitierten Spielvarianten einsetzbar.

Das soll sich mit "Reality Fracture" zumindest teilweise ändern. So ist beispielsweise die Karte "Kwia Vigorbloom" dazu in der Lage, einen sogenannten Lotus-Token zu erschaffen, sofern der Spieler innerhalb seines Zuges Lebenspunkte erhalten hat.

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Der Lotus-Token kann für drei Mana einer beliebigen Farbe geopfert werden, die anschliessend in den eigenen Manavorrat wandern. Zwar ist der Token nicht uneingeschränkt einsetzbar, und bei verschiedenen Karten müssen zunächst bestimmte Bedingungen erfüllt werden. Dennoch kehrt damit - wenn auch in deutlich abgeschwächter Form - eine der bekanntesten Karten aller Zeiten auf die grosse Bühne zurück.

Nur noch wenige Wochen

"Reality Fracture" wird voraussichtlich Anfang Oktober weltweit im Handel erscheinen und eine Vielzahl bekannter Produkte anbieten. Neben den klassischen Play-Boostern dürfen sich Sammler einmal mehr über Collector-Booster freuen. Darüber hinaus hat Wizards of the Coast ein weiteres Bundle im Gepäck und führt ein neues Commander-Deck ein.

Es kommt mit den Farben Weiss, Blau, Schwarz und Rot daher. Interessanterweise liefert Wizards of the Coast ausserdem fünf zusätzliche vorgefertigte Commander-Decks, die allerdings unter dem Label "Foundations" firmieren.

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Dabei handelt es sich gewissermassen um das aktuelle Basis-Set von "Magic: The Gathering". Die darin enthaltenen Karten bleiben bis einschliesslich 2029 im Standard-Format gültig. Damit dürfte "Reality Fracture" nicht nur für Fans der aktuellen Geschichte interessant sein, sondern auch für Spieler, die ihre Decks erweitern und sich auf die kommenden Monate vorbereiten möchten.

Eines steht jedenfalls fest: Mit "Reality Fracture" dürfte Wizards of the Coast einen ungewöhnlichen Schlusspunkt unter eine der längsten Geschichten der vergangenen "Magic"-Jahre setzen. Wenn Jaces Plan tatsächlich aufgeht, wird danach wahrscheinlich ohnehin kaum noch etwas so sein wie zuvor.

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