Magic: The Gathering - Spider-Man - Special

Peter Parker alias Spider-Man schwingt in Magic: The Gathering durch New York

Artikel Flo Merz

Spider-Man ist endlich da beziehungsweise bereits seit einigen Tagen im Handel erhältlich - und hat kontroverse Meinungen hervorgerufen. Nachdem Wizards of the Coast mit Final Fantasy das erfolgreichste und vielleicht sogar eines der beliebtesten Sets der jüngeren "Magic: The Gathering"-Vergangenheit veröffentlichte, folgte mit Spider-Man ein ernüchterndes Erwachen. Doch trotz zahlreicher negativer Stimmen in Bezug auf Universes Beyond hat das neueste "MTG"-Set einige interessante Mechaniken zu bieten, die wir euch an dieser Stelle nicht vorenthalten wollen. Wir liefern zudem einen Blick auf mögliche Decks, die es sich für interessierte Spieler zu bauen lohnt.

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Mit Spider-Man hat Wizards of the Coast die mittlerweile dritte Zusammenarbeit mit Marvel Comics beziehungsweise Disney im "Magic: The Gathering"-Umfeld veröffentlicht. Nachdem es im vergangenen Jahr einige Secret-Lair-Sets mit Captain America, Storm, Wolverine, Black Panther und Iron Man gegeben hat, folgten im April 2025 Deadpool und nun Spider-Man. 2026 geht die Kooperation weiter, wenn Wizards of the Coast Marvel Super Heroes veröffentlichen wird. Doch hier soll es nun ausschliesslich um Spider-Man gehen, dem neben Batman und Superman bekanntesten Comicbuchhelden. Dank der umfangreichen Comic-Vergangenheit hat das Spider-Man-Universum zahlreiche Charaktere und Figuren zu bieten, um genügend Material für ein komplettes Set aufzubringen.

Im Mittelpunkt steht - und wie könnte es anders auch sein? - ganz klar Peter Parker alias Spider-Man alias die freundliche Spinne aus der Nachbarschaft. Dank des teilweise unfassbar ausschweifenden Multiversums ist Peter jedoch nicht der einzige Spinnenmann, der sich durch die Strassenschluchten New Yorks schwingen darf. Schon in den 1970er-Jahren gab es dank der ersten Klonsage eine weitere Version Spider-Mans zu bestaunen, die sich einige Jahre später als Ben Reilly herausstellen und neben Kain Parker, einem weiteren Klon, einen nicht unbeachtlichen Teil der heutigen Welt von Peter Parker ausmachen sollte. Darüber hinaus haben einige Multiversum-Shenanigans dafür gesorgt, dass mit Miles Morales ein weiterer Spider-Man aus dem Ultimate-Universum in die "normale" Comic-Kontinuität herüberschwappte. Man sieht also: Spider-Man hat zahlreiche unterschiedliche Charaktere zu bieten, wobei die erwähnten Figuren lediglich die Spitze des ziemlich umfangreichen Spider-Man-Eisbergs darstellen.

Netzschuss und Kostümwechsel

Wie für ein neues "Magic: The Gathering"-Set üblich, hat auch Spider-Man einige neue wie interessante Mechaniken zu bieten - unabhängig von der lautstarken Kritik zahlreicher Anti-UB-Spieler. Diese orientieren sich klar an den markantesten Eigenschaften des Spider-Universes beziehungsweise greifen auf zahlreiche bekannte Elemente der Comics zurück.

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Netzschuss, im Original "Web Slinging" genannt, sorgt dafür, dass ihr euren verkleideten Spinnenhelden für alternative Kosten aufs Spielfeld rufen könnt, indem ihr eine getappte Kreatur auf die Hand zurücknehmt. In den meisten Fällen lassen sich dadurch Karten für weniger Mana ausspielen, wobei lediglich zwei Kreaturen zusätzliche Fähigkeiten zu bieten haben. "Scarlet Spider, Ben Reilly" zum Beispiel lässt sich nicht nur zu verringerten Kosten aufs Spielfeld rufen, sondern erhält +1/+1-Marken in Höhe der auf die Hand zurückgenommenen Kreatur. So kann aus einem 4/3 starken Netzschwinger schnell eine 8/7- oder sogar 10/9-Kreatur mit Trampelschaden werden. Die Netzschusskosten von "Spider-Man, Heroic Horde" wiederum fallen deutlich höher als die eigentlichen Manakosten aus, jedoch bringt dieser nach Betreten des Spielfeldes zwei grüne 2/1-Spinnentokens samt Reichweite mit, und der Spieler erhält drei Lebenspunkte zurück.

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Mit dem Kostümwechsel wiederum führt Wizards of the Coast die Möglichkeit ein, jede Seite einer Doppelkarte nach Belieben auszuspielen. Das ist deshalb möglich, da beide Seiten über dedizierte Kosten verfügen und nicht wie bei Transform-Kreaturen oder -Planeswalkern darauf angewiesen sind, dass bestimmte Kosten gezahlt oder Bedingungen erfüllt werden müssen. Letzteres ist unter anderem bei Tag-und-Nacht-Karten der Fall. Innerhalb des Sets finden sich zahlreiche Multicolor-Kreaturen, die über doppelte Kosten verfügen: Peter Parker, Miles Morales, Gwen Stacy, Eddie Brock und Norman Osborn. Obwohl die meisten wohl daran interessiert sind, direkt und sofort die Heldenvariante auszupacken, sollte man die Fähigkeiten der Zivilisten-Version nicht ausser Acht lassen.

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Eddie Brock zum Beispiel sorgt dafür, dass eine Kreatur aus dem Friedhof auf das Schlachtfeld wechselt, sofern deren Manakosten nicht ein farbloses Mana übersteigen. Peter Parker wiederum tritt mit einem grünen 2/1-Spinnentoken samt Reichweite auf den Plan, während Miles Morales bis zu zwei +1/+1-Marken verteilen darf. Ihr volle Stärke bringen die erwähnten Karten jedoch in ihrer Kostümvariante, sprich der Rückseite hervor. Peter Parker wird zu Amazing Spider-Man und verleiht jedem legendären Zauberspruch, sofern er aus einer oder mehreren Farben besteht, "Web Slinging", was sehr schnell zu einer ordentlichen Kreaturenarmee ausarten kann. Doch auch legendäre Verzauberungen lassen sich dadurch kostengünstiger aufs Feld bringen. "Venom, Lethal Protector" lässt Eddie Brock zu einem echten Powerhouse mutieren, der nicht nur über Menace, Trample und Haste verfügt, sondern darüber hinaus die Spieler Karten ziehen und eine permanente aufs Spielfeld casten lässt. In typischer Venom-Manier natürlich nur, wenn die Spieler ein Opfer in Form einer anderen Kreatur darbringen. So oder so: Das Set dürfte für jeden Fan von Spider-Man die passende Karte parat haben.

Deckbeispiele für Commander-Fans

Wir haben uns in den letzten Wochen intensiv mit dem Set auseinandergesetzt und bereits das eine oder andere Commander-Deck zusammengebaut und ausprobiert. Entsprechend möchten wir euch nun ein paar Beispiele vorstellen. Zum einen blicken wir auf "Scarlet Spider, Ben Reilly", den wir als typischen Voltron-Commander aufgebaut haben, und "Spider-Man 2099 aka Miguell O'Hara", der vor allem Karten aus dem Exil, Friedhof und direkt aus dem Deck spielen möchte.

Scarlet Spider, Ben Reilly

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"Scarlet Spider, Ben Reilly" kommt, wie erwähnt, als typischer Voltron-Commander daher, wir wollen ihn folglich so gross und stark wie möglich auf- und ausbauen. Da seine Netzschuss-Fähigkeit ihm einen ordentlichen Powerboost verpasst, lohnt es sich, Kreaturen auszuspielen, die bereits mit relativ hohen Manakosten daherkommen, wobei selbige noch immer gering genug sind, damit wir Ben entsprechend zeitnah aufs Feld bekommen. Da sich bei den meisten Voltron-Decks alles darum dreht, den Commander auszuspielen und auf dem Spielfeld zu halten, sind einige Schutzmassnahmen notwendig, damit Ben nicht gleich wieder in der Command Zone verschwindet. Hierzu lohnt es sich, Karten wie "Schwert aus Schmaus und Hunger" oder "Schwert aus Wohlstand und Macht" im Deck zu haben. Auch sind Staples wie "Flinkfuss-Stiefel" und "Beinschienen des Blitzes" unersetzlich, um nicht nur direkt angreifen zu können, sondern auch dem Commander Verhülltheit oder Fluchsicherheit zu verpassen.

Spider-Man 2099

Das Deck von "Spider-Man 2099" wiederum möchte hauptsächlich Karten ausspielen, die wir, die Spieler, nicht in der Hand halten, damit dieser am Ende des eigenen Zuges Schaden in der Höhe seiner Power an einem beliebigen Ziel verursachen kann. Dementsprechend sind Verzauberungen wie "Belagerung des Aussenpostens" und "Heldentreffpunkt" wichtig, da sie es uns erlauben, Karten ins Exil zu befördern und aus diesem heraus auszuspielen. Da "Spider-Man 2099" Schaden in Höhe seiner Stärke verursacht, lohnt es sich auch hier, den einen oder anderen Ausrüstungsgegenstand ins Deck zu packen, die die Stärke unseres Commanders erhöhen. Doch man sollte erneut darauf achten, "Spider-Man 2099" nicht sterben zu lassen, da sich das vorliegende Deck sehr stark auf die Fähigkeit der Karte stützt.

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